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Der Genozid im Völkerrecht als Buch
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Der Genozid im Völkerrecht

Originaltitel: Genocide in International Law. The Crimes of Crimes.
Buch (gebunden)
Die Vertragschlie nden Parteien best gen, da V lkermord, ob im Frieden oder im Krieg begangen, ein Verbrechen gem internationalem Recht ist, zu dessen Verh tung und Bestrafung sie sich verpflichten. Trotz seiner Formulierung war Artikel I der V lker … weiterlesen
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Der Genozid im Völkerrecht als Buch

Produktdetails

Titel: Der Genozid im Völkerrecht
Autor/en: William A. Schabas

ISBN: 3930908883
EAN: 9783930908882
Originaltitel: Genocide in International Law. The Crimes of Crimes.
Übersetzt von Holger Fliessbach
Hamburger Edition

28. Oktober 2003 - gebunden - 800 Seiten

Beschreibung

Die Vertragschlie nden Parteien best gen, da V lkermord, ob im Frieden oder im Krieg begangen, ein Verbrechen gem internationalem Recht ist, zu dessen Verh tung und Bestrafung sie sich verpflichten. Trotz seiner Formulierung war Artikel I der V lkermordkonvention von 1948 lange Zeit nichts anderes als eine Absichtserkl ng. Die Schaffung internationaler Strafgerichte sowie die Rechtsprechung nationaler Gerichte zeigen jedoch, da die Staaten die Pflicht aus Artikel I ernst zu nehmen beginnen. Dabei handelt es sich, wie William A. Schabas an vielen Beispielen in seinem Buch zeigt, um einen vielschichtigen Vorgang, der mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden ist und zugleich eine Reihe neuer Fragen aufwirft. Als 1944 der polnische Jurist Raphael Lemkin f r die Ermordung der europ chen Juden den Begriff Genozid pr e, wollte er damit einem Verbrechen einen Namen geben, f r das die herk mmlichen Tatbest e nicht ausreichten, weil sie nur Teilaspekte dieses Verbrechens und nicht das Verbrechen in seinem vollen Umfang bezeichneten. In den N rnberger Prozessen wurde es noch unter die Verbrechen gegen die Menschlichkeit gefa , doch schon 1948 wurde eine Konvention verabschiedet, die allein dem V lkermord, seiner Verh tung und Bestrafung gewidmet war. Seither ist dieser Tatbestand zu einer Grundnorm des V lkerrechts geworden. Er hat Eingang gefunden in die Statuten der Ad-hoc-Strafgerichte f r das ehemalige Jugoslawien und f r Ruanda, und auch das Statut des unl st geschaffenen st igen Internationalen Strafgerichtshofs nennt als erstes Verbrechen, f r das der Gerichtshof zust ig ist, das Verbrechen des V lkermords. Doch was genau bedeutet V lkermord? Inwieweit unterscheidet er sich von anderen Verbrechen, die ebenfalls die Vernichtung oder Zerst rung von Menschenleben zum Ziel haben? Z en die Vergewaltigung, die ethnische S erung oder der Einsatz von Atomwaffen auch zu den Handlungen des V lkermords? Wer bestimmt ber Merkmale, die eine bestimmte Gruppe von Menschen zu einer nationalen, ethnischen oder rassischen Gruppe machen. Sind es die Opfer oder die T r? Und warum geh ren politische Gruppen nicht zu den von der Genozidkonvention gesch tzten Gruppen? Auf Fragen wie diese gibt der Autor des vorliegenden Buches Antwort. Als Jurist und Berater humanit r Organisationen ist William Schabas ein ausgewiesener Kenner des V lkerrechts, der sich mit der Entwicklung der Menschenrechte und deren Schutz besch igt. So stellt er auch eine Darstellung der menschenrechtlichen Wurzeln des Genozidverbots an den Anfang seiner Untersuchung, bevor er sich den Bestimmungen der Konvention zuwendet. Artikel f r Artikel erkl und kommentiert er deren Inhalt und Bedeutung und spannt dabei den Bogen von den ersten Entw rfen f r eine Genozidkonvention ber Probleme des Vorsatzes und der T rschaft bei der Begehung von V lkermord bis hin zu den M glichkeiten und Grenzen pr ntiver Ma ahmen. Einen breiten Raum nehmen in diesem Zusammenhang Prozesse vor nationalen und vor allem internationalen Gerichten ein, die sich zumeist auf den Krieg im ehemaligen Jugoslawien - und hier insbesondere auf das Massaker von Srebrenica - sowie auf den V lkermord von 1994 in Ruanda beziehen. Sie machen nicht nur deutlich, welche gro n juristischen Schwierigkeiten sich hinter augenscheinlich klaren Sachverhalten verbergen, sondern zeigen auch, in welchem Ma staatliche Stellen an der Planung und Durchf hrung der Verbrechen beteiligt waren. Ihnen allein die Ahndung von V lkermord zu berlassen w gleichbedeutend mit einer weitgehenden Straflosigkeit f r die T r, wie es bekanntlich jahrzehntelang der Fall gewesen ist. Insofern ist das Buch auch ein eindringliches Pl yer f r eine von der gesamten Staatengemeinschaft unterst tzte internationale Strafgerichtsbarkeit.

Portrait

William A. Schabas ist Leiter des Irish Centre for Human Rights und Inhaber des Lehrstuhls für humanitäres Völkerrecht an der National University of Ireland in Galway. Zuvor war er Professor für Völkerrecht und Strafrecht an Universitäten in Kanada, Frankreich und Österreich. Als Berater von Nichtregierungsorganisationen war er mehrmals im Ausland tätig, so in Südafrika, Kambodscha oder Ruanda. William A. Schabas ist Autor vieler Veröffentlichungen zum Thema internationaler Menschenrechtsschutz und zur Ächtung der Todesstrafe.
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