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Barbarentage

Mein Surferleben. Originaltitel: Barbarian Days. A Surfing Life. 'suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe'.…
Buch (kartoniert)
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Vor fünfzig Jahren verfällt William Finnegan dem Surfen. Damals verschafft es ihm Respekt, dann jagt es ihn raus in die Welt - Samoa, Indonesien, Australien, Südafrika -, als Familienvater mit Job beim New Yorker dient es der Flucht vor dem Alltag .. … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Barbarentage
Autor/en: William Finnegan

ISBN: 3518468731
EAN: 9783518468739
Mein Surferleben.
Originaltitel: Barbarian Days. A Surfing Life.
'suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Deutsche Erstausgabe.
Mit Fotografien.
Übersetzt von Tanja Handels
Suhrkamp Verlag AG

7. Mai 2018 - kartoniert - 566 Seiten

Beschreibung

Vor fünfzig Jahren verfällt William Finnegan dem Surfen. Damals verschafft es ihm Respekt, dann jagt es ihn raus in die Welt - Samoa, Indonesien, Australien, Südafrika -, als Familienvater mit Job beim New Yorker dient es der Flucht vor dem Alltag ... Barbarentage erzählt die Geschichte dieser lebenslangen Leidenschaft, sie handelt vom Fernweh, von wahren Abenteuern und den Versuchen, trotz allem ein Träumer zu bleiben. Ein Buch wie das Meer, atemberaubend schön.
»Wie Into the Wild erzählt dieses Buch auf mitfühlende, kluge Weise, was passiert, wenn Ideen von Freiheit einen jungen Menschen erfassen und in die entlegensten Winkel der Welt hinausschleudern.« The New York Times Magazine
»Fesselnde Abenteuergeschichte, intellektuelle Autobiografie, rastlose Meditation über Liebe, Freundschaft und Familie ... Barbarentage ist ein Buch von ergreifender Schönheit und wird Surfer und Nichtsurfer gleichermaßen begeistern.« Washington Post
»Das zu lesen, was dieser Kerl über Wellen und Wasser schreibt, ist wie Hemingway über Stierkämpfe zu lesen, William Burroughs über Drogen und Updike über Ehebruch.« Sports Illustrated

Portrait

William Finnegan, geboren 1952, arbeitet seit 1987 als Journalist für den New Yorker. Er schrieb vielbeachtete Reportagen über den Bürgerkrieg im Sudan, das Apartheidsregime in Südafrika und Neonazis in Kalifornien und arbeitete als Kriegsreporter. Finnegan surft seit seinem elften Lebensjahr, mit Barbarentage gewann er 2016 den Pulitzer-Preis in der Kategorie »Autobiografie«.

Pressestimmen

"Fesselnde Abenteuergeschichte, intellektuelle Autobiografie, rastlose Meditation über Liebe, Freundschaft und Familie ... Barbarentage ist ein Buch von ergreifender Schönheit und wird Surfer und Nichtsurfer gleichermaßen begeistern."
The Washington Post

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Bewertungen unserer Kunden
Das Leben eines Surfers
von Mathias Lenk - 30.07.2018
Es ist viele Jahre her, dass William Finnegan dem Surfen verfällt. Dabei entdeckt er das respekteinflössende Wellenreiten. Er widmet sich der Leidenschaft so stark, dass sogar Job und Familienleben in den Hintergrund fallen. Andererseits beschreibt dieses Buch sehr anschaulich, wieviel Spaß und Lebensmut man haben muss, um diesen Sport auszuüben. Selbst wenn man sich nicht selten in Gefahr begibt. Selbst die Beschreibung des Surfens an sich, d. h. wie man mit der Zeit immer sicherer wird und was beim Surfen zu beachten sei. Mein persönlicher Eindruck zu diesem Buch: Wer mit dem Surfen vertraut ist, findet sich vielleicht darin wieder. Wer aber noch nicht surfen will, wird es vielleicht lernen.
Ein bewegtes Leben
von Küchenqueen - 20.07.2018
William Finnegan entdeckte vor 50 Jahren seine Leidenschaft für das Surfen. Seitdem reist er um die Welt, surft an den schönsten Küsten, die man sich vorstellen kann. Für ihn ist das Surfen ein Ausweg aus seinem täglichen Leben. Eine Zuflucht vor seinem Beruf und seiner Familie.  Mit "Barbarentage" nimmt William Finnegan den Leser mit in eine ganz spezielle Welt - die Surfszene. Und diese beschreibt er sehr bildlich. Man kommt sich beim Lesen des Buches als Teil dieser Szene vor. Man spürt hier in jedem Wort seine Leidenschaft für diesen Sport. Dabei liest sich das Buch wirklich gut. Kleines Manko sind die Fachbegriffe des Surfens. Diese werden jedoch in einem Glossar erläutert.
Ein Surferleben
von Didi2256 - 16.07.2018
Der Autor William Finnegan erzählt in seiner Autobiografie seine Geschichte. Vor 50 Jahren hat er die Leidenschaft fürs Surfen für sich entdeckt und bereist die Welt. Klingt alles sehr interessant. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis habe ich ein besonderes Werk erwartet. Ist es sicherlich auch für Eingeweite diese Sports. Ich habe das Buch allerdings nach 150 Seiten abgebrochen weil es mir einfach zu anstrengend war immer am Ende des Buches die Fachbegriffe zu deuten, um mir ein anschauliches Bild machen zu können. Ich finde es nicht lesenswert, obwohl angekündigt wird, dass man als Nichtsurfer gleichermaßen begeistert sein wird. Schade ich hatte mir mehr eine Reise durch die Welt gewünscht, in der das Surfen zwar eine Rolle spielt, aber nicht in jedem Satz. Von mir leider nur 3 Sterne.
Surferbiografie, für deren Lektüre man Englischkenntnisse mitbringen sollte
von adel69 - 30.06.2018
Die Handlung: William Finnegan, genannt Bill, zieht mit seinen Eltern von Los Angeles im US-Staat Kalifornien nach Hawaii. Der Grund ist, dass sein Vater als Regisseur von Fernsehserien arbeitet. Anfangs wird Bill immer wieder gemobbt - beispielsweise von einem Mitschüler, der ihm in der Schule Hiebe auf den Kopf gibt. Später ist Bill in einer anerkannten Clique - dann hören auch die Attacken gegen ihn auf. Das Surfen bietet Bill eine Flucht vor dem Alltag. Er hat Ideale, denen er nacheifern möchte. Er lernt viel, macht Erfahrungen und perfektioniert seine Surftechnik. Für ihn übt das Meer eine Faszination aus - er wartet immer auf die "perfekte Welle", so wie viele andere Surfer. Das Surfen gibt einen Kick und verleiht Selbstbewusstsein in den Schwierigkeiten des Alltags. Dem Surfen bleibt Bill auch nach seiner Schulzeit treu. Er zieht an einige Plätze, an dem es ihm gefällt. Beispielsweise mit seiner Freundin Caryn, aber auch alleine. Er jobbt mal als Buchhändler, er studiert, er schreibt Berichte für Zeitschriften. Sein Ziel ist, immer genug Geld und Zeit zu haben für den Surfsport. Meine Meinung: Ein Buch, das einen Preis bekommen hat, fasziniert mich immer. So klang für mich die Tatsache, dass dieses Buch den "Pulitzer-Preis" erhalten hat, verlockend. Ich wollte es lesen. Dabei habe ich keine Affinität zum Surfsport. Mich interessierte das Leben im Hawaii der 1960er-Jahre und wie der Autor seine Biographie erzählt. Er ist ein Ich-Erzähler und erzählt alles aus der Vergangenheitsperspektive. Das ist nicht unüblich und macht mir auch nichts aus. Aufgelockert wird diese Biographie durch einige Schwarz-Weiß-Fotos aus dem Leben des Autors. Informationen über die Länder und Gegenden, in denen sich der Autor befindet, bekommt man schon - mal mehr, mal weniger. Vorwiegend handelt das Buch von dem Leben des William Finnegan und seiner Liebe zum Surfsport. Das ist nicht immer einfach zu lesen. Es gibt keine wörtliche Rede, sondern vorwiegend indirekte Rede - wenn es etwas zu bereden gibt. Indirekte Rede liest sich bekanntermaßen nicht so leicht wie direkte Rede. Die größte Herausforderung ist der Wortschatz aus der "Surfersprache". Einige Fachbegriffe zum Thema "Surfen" sind ganz hinten im Buch in einem Glossar zusammengefasst. Jedoch längst nicht alle. So begegnen dem Leser beispielsweise auf Seite 143 in drei Sätzen die Wörter Set, Drop, Face, clean, Bottom Turn, down the line und Take-Off-Zone. Viele Wörter und Ausdrücke werden im Glossar oder auch im Text selbst erklärt, jedoch längst nicht alle. Beim Ausdruck "down the line" sollte der Leser in seinen Englischkenntnissen kramen. Das Nachschlagen der Fachbegriffe verlangsamt den Lesefluss - und man muss sich als Leser fragen, ob man jeden der Fachbegriffe nachschlägt oder am besten überliest. Ich habe es mal so, mal so gemacht - also manches nachgeschlagen, manches nicht, weil ich es selbst übersetzte. Mein Fazit: "Barbarentage" von William Finnegan ist eine Biographie, in der das Surfen klar im Vordergrund steht. Der Autor reist zu verschiedenen Gegenden der Welt, er erzählt aus seinem Leben, erzählt von Freunden und Beziehungen - und überall ist das Surfen ein großes Hauptthema. Wie man richtig surft, wie man es perfektioniert, welche Surfbretter man verwendet und so weiter. Die vielen Fachbegriffe aus der Surfersprache sind eine Herausforderung für die Leser. Einem Leser ohne Englischkenntnisse würde ich das Buch nicht empfehlen. Ich vergebe vier Sterne und eine Leseempfehlung für Leser mit Englischkenntnissen, die Sportlerbiographien mögen.
Auf der Suche nach der perfekten Welle
von Martin Schult - 23.06.2018
William Finnegan verfällt schon in frühen Jahren einer großen Leidenschaft, die sein weiteres Leben stark beeinflussen wird, dem Surfen. Nachdem es ihm anfangs hilft sich in seiner eigenen Umgebung zu behaupten, war das Surfen in seinem weiteren Leben der Schlüssel zu unendlichen Erlebnissen und Abenteuern. In Barbarentage erzählt nun William Finnegan von seiner ständigen Suche nach der perfekten Welle und den dabei entstandenen Nebenwirkungen. Der Autor ist Journalist beim New Yorker und schrieb beachtete Reportagen über brisante Themen, wie dem Bürgerkrieg in Sudan, oder dem Apartheidsregime in Südafrika. Sein Schreibstil lässt daher schon eine Professionalität erkennen, aber durch die eigene Leidenschaft für das Surfen erscheint das Buch auch sehr emotional. Finnegan beschreibt, wie er vor einem moralischen Konflikt steht, wenn er auf der Suche nach den optimalen Bedingungen für seine Freizeitaktivität, an Orte geführt wird, wo Probleme wie Hunger und Armut das Leben bestimmen. Dennoch kommt seine Leidenschaft immer wieder von Neuem zum Vorschein und bietet ihm somit auch eine Möglichkeit aus seinem teilweise belastenden Alltag zu entfliehen. Es gelingt ihm auch, trotz des großen Freiheitsstreben, welches er auf dem Ritt einer perfekten Welle empfindet, eine Familie zu gründen. Er beschreibt die damit verbundenen Herausforderungen, weiß sie aber auch zu meistern. Barbarentage ist für mich eine beeindruckende Biographie eines weitgereisten interessanten Menschen, der uns den Zwiespalt der unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen in einer globalisierten Welt verdeutlicht. Das Buch ist mit viel Herzblut und einem großen erzählerischen Talent geschrieben, was in der Kombination die Auszeichnung mit dem Pulitzerpreis mehr als rechtfertigt. Mich konnte Barbarentage beeindrucken, so dass ich es mit guten vier von fünf Sternen bewerte und anderen Lesern gerne ans Herz legen möchte.
Ein Surferleben
von c._awards_ya_sin - 18.06.2018
Mit Guns, Shortboards, Sections und Channels konnte ich bisher noch nichts anfangen, lediglich unter einem Channel kann ich mir was vorstellen, das ist aber auch nicht so wichtig. Natürlich, es geht ums Surfen, dabei ist Technik wie in jeder anderen Sportart wichtig, aber dieses Buch ist keine Anleitung zum Surfen sondern die Beschreibung eines Lebensgefühls. Surfen ist für Finnegan wie eine Sucht, die ihn sein Leben hindurch begleitet. Und daran lässt er uns teilhaben. In allen Ecken der Welt hat er die Wellen genommen und beschreibt dies in Barbarentage recht eindrucksvoll. Es macht Spaß das Buch zu lesen, sich selbst ein wenig wie ein Surferboy zu fühlen - cool, wild und frei. Auch wenn bei mir über 50 Jahre Surferfahrung auf blanke Unerfahrenheit treffen und ich wie gesagt keine Ahnung davon habe was er genau beschreibt, wenn von Sections die Rede ist. Vorstellen kann ich mir viel und das hat Spaß gemacht!
Den Wellen hinterher
von anushka - 18.06.2018
William Finnegan führt ein ungewöhnliches Leben. Mit 13 entdeckt er das Surfen für sich und bringt es sich selbst bei. Es hilft ihm, mit seinen sonstigen Lebensbedingungen zurechtzukommen, wie beispielsweise Gewalt und Diskriminierung in der Schule. Mit dem Surfen kann er sich Respekt verschaffen. Im Studium beschließt er, den legendären Wellen hinterher zu reisen und vielversprechende Surfspots zu besuchen und dabei die Surftouristen zu meiden. Seine Reise führt ihn unter anderem nach Hawaii, Australien, Ozeanien, Sübostasien. Finnegan berichtet von interessanten Begegnungen, aber vor allem von den Wellen, dem Surfen, seiner Faszination, der Gier nach der perfekten Welle und brenzligen Situationen. Und er berichtet aus einer Subkultur, die sehr stereotypisiert und vorverurteilt ist, doch durch dieses Buch interessante Differenzierungen erfährt. Doch wer ist William Finnegan? Finnegan ist eigentlich Kriegsreporter und schreibt für den New Yorker, laut Wikipedia eine Nachrichten-, Kultur- und Literaturzeitschrift . Aber hier schreibt Finnegan nicht vordergründig über das Leben eines Kriegsreporters, sondern über das Surfen. Kann das überhaupt interessant sein? Die Antwort lautet ganz klar: ja! Wenn man sich einmal eingelesen hat in die technischen Beschreibungen und Insiderbegriffe (die am Ende auch in einem Glossar erklärt sind), kann man ganz deutlich den Adrenalinkick spüren, die Gischt im Gesicht und das Donnern der Wellen. Selten hat mich ein Buch mit einer so spezifischen und von mir selbst weit entfernten Thematik so gepackt. Auch wenn die Aussage, dass die ein absolutes Sommerbuch sei, merkwürdig klingt, weil man dabei oft automatisch seichte Lektüre erwartet, ist es dennoch so: Barbarentage beschwört die Sonne und den Strand herauf und vermittelt beim Lesen das Gefühl, man würde vom Wasserrand aus den Surfern bei der Ausübung ihrer Leidenschaft zusehen. Zudem ist das Buch sehr informativ: es macht deutlich, warum Surfern ein Faulenzerleben nachgesagt wird. Aber es stellt auch vieles sehr differenziert dar: jeder Surfer hat einen eigenen Stil, eigene Präferenzen, die ganz großen Wellen suchen nur wenige. Und ist ein hochkomplexer Sport, für den man brennen muss. Er benötigt analytische Fähigkeiten, aber auch Wagemut. Ich habe das Gefühl, viel gelernt zu haben. Und trotzdem ist das Buch auch noch mehr. Natürlich steht das Surfen im Vordergrund. Aber es ist auch eng verknüpft mit Finnegans Entwicklung. Seine Reisen prägen ihn und machen ihn Schritt für Schritt zu dem, der er letztlich wird. Und auch seine zwischenmenschlichen Beziehungen und Bekanntschaften werden immer wieder thematisiert und liefern die ein oder andere Anekdote, aber auch noch tiefere Einblicke, in die Szene beispielsweise. Was mich an dem Buch allerdings störte war der Stil. Er ist mir ein bisschen zu fragmentarisch. Mitten in Kapiteln gibt es thematische und chronologische Sprünge ohne sanfte Übergänge oder optische Kennzeichnung. Das wirkt manchmal ein wenig wie freies Assoziieren. Viele Anekdoten werden gar nicht so richtig zu Ende erzählt, sondern hören irgendwie mittendrin auf, das fand ich schade. Auch war es mir manchmal einfach zu technisch und bei manchen Begriffen habe ich mich gefragt, ob man die wirklich nicht übersetzen konnte. Alles in allem ist diese Buch jedoch eine sehr positive Überraschung und durchaus für eine breit interessierte Leserschaft geeignet.
Die perfekte Welle
von Murksy - 13.06.2018
Wenn der Swell passt und der line-up steht, die Tube perfekt verläuft und die Welle zur richtigen Zeit bricht, dann haben Sie die richtige Welle..oder zumindest eine Ahnung, worum es geht. Dass das Buch eines fanatischen Surfers teilweise sehr viel Fachbegriffe enthält (das Glossar am Ende des Buches hilft zumindest ein wenig den Ahnungslosen), ist zu erwarten. Doch auch Nichtsurfer begreifen schnell die Faszination und die Besessenheit des Autors. Wer hingegen beim Anblick einer Welle am Meer absolut gefühlslos bleibt, sollte das Buch eher nicht lesen. Alle anderen erwartet ein wortgewaltiges Werk, dass en Lebensweg eines Mannes begleitet, der von Kindesbeinen den Wellen verfallen ist. Jede freie Minute wird genutzt, Freunde, Familie, Schule sind alles nur Nebensache. Die perfekte Welle ist das Ziel, bzw. der perfekte Ritt auf einer solchen. Detailreich beschreibt der Autor die fast mystische Wissenschaft, eine Welle zu lesen. Das ist nichts, was an einem Wochenendtrip oder einem Urlaub zu meistern ist. Monatelanges, exzessives Studium ist notwendig, um das Geheimnis eines jeden Spots zu deuten. Für Nichtsurfer ein scheinbar manisches Unterfangen. Wer paddelt freiwillig stundenlang im kalten Wasser oder lässt sich bei einem Waschgang die Haut abschürfen, wenn nicht sogar die Knochen brechen? Staunend verfolgt man den Werdegang des Jugendlichen, der in seiner Begeisterung ohne finanzielle Mittel alles unternimmt, um die Leidenschaft zu leben. Aber auch die Gewalt der damaligen Zeit (Barbarentage trifft es zu recht) stößt faszinierend ab. Unglaublich, wie die Kinder damals aufwuchsen und welche Aufschreie heute durch die Gesellschaft gehen würden. So gibt das Buch auch einen interessanten Einblick in eine andere Zeit und Gesellschaft, die roher, aber in mancherlei Hinsicht auch freier war. Preise, wie der schwergewichtige Pulitzer, geben natürlich dem Leser eine gewisse Erwartung mit. Die Qualität der Erzählung in seiner fesselnden Intensität ist beeindruckend, der Zugang zum Fachchinesisch der Surfer bleibt manchmal verwehrt und man liest allzu technische Passagen vielleicht zu schnell weg. Was bleibt, ist eine großartige Lebensgeschichte, die spannend und fesselnd ist. Und wer dann die Augen schließt, hört vielleicht das Donnern der Brandung und das leise Zischen der Bretter, wenn sie die waghalsigsten Manöver auf den Kämmen vollführen. Für mich ist eines sicher, ich weiß jetzt wieviel Arbeit und Anstrengung dahintersteckt, so scheinbar mühelos eine Welle zu reiten.
Eine Leidenschaft, auf der Welle und im realen Leben
von BigZ - 10.06.2018
William Finnegan beschreibt in diesem Buch sein Leben. Ein Leben, das getragen wird von einer großen Leidenschaft, dem Surfen. Der kleine William hat Probleme mit seinem schulischen Umfeld und den häufigen Umzügen seiner Familie. Doch dann kommt er mit dem Surfen in Berührung und alles ändert sich, für ihn selbst und das eigene Ansehen in seiner Umgebung. Von nun an erfährt er Anerkennung und gar Bewunderung für seine coolen Surfertricks und das Surfen wird zu viel mehr wie einem Sport, es wird zu einem Lebensgefühl, gar zu einer Lebenshaltung. Die unendliche Freiheit, dieses unbeschreibliche Gefühl der Naturgewalten Wasser und Wind, die seinen Körper umspülen, die perfekte Welle zu erleben irgendwo auf dieser weiten Welt, das ist das, was ihn glücklich macht und wofür er viel in Kauf nimmt, große Gefahren, die immer nur sehr unterschwellig Erwähnung finden und eine teilweise sehr einfache Lebenswelt, die der ein oder andere sicherlich nur schwer nachvollziehen kann. Doch seine Leidenschaft schließt die allgemeine Lebensrealität nicht aus, denn Finnegan erfüllt auch einen erfolgreichen Berufsalltag und gründet eine Familie. Der als eher nüchtern zu beschreibende Formulierstil, aber immer kunstvoll eingewoben in die Lebendigkeit und Leidenschaft einer Lebenshaltung, gibt der Geschichte eine zusätzliche ganz besondere Note und findet seine verdiente Anerkennung in der Verleihung des Pulitzerpreises. Ich habe die Welt des Surfens bisher nicht wirklich gekannt und dieses Buch gibt dieser Welt viel Raum, aber das stört zu keinem Zeitpunkt, denn neben der Begeisterung für das Surfen selbst, wird man als Leser auch mitgenommen auf einen rauen Wellengang der Gefühle, die man am liebsten hinaus schreien würde in die Weite der See. Ich bin begeistert von Finnegans kleiner großer Welt, dieser einen großen Wellenfahrt und so vielem mehr darüber hinaus.
Über die endlose Jagd nach der perfekten Welle
von bookloving - 09.06.2018
William Finnegan hat mit "Barbarentage" einen wundervollen, fesselnden autobiographischen Roman über seine lebenslange unstillbare Leidenschaft für das Surfen geschrieben. Die Erinnerungen an sein bewegtes Leben umfassen neben authentischen Berichten über Surfabenteuer auch sehr persönliche und emotionale Einblicke und sind zugleich ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte. Zu Recht wurde dieses Buch 2016 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Für den New Yorker Journalisten und Schriftsteller ist die Jagd nach Wellen stets weit mehr als nur ein Sport gewesen, sondern auch ein ganz einzigartiges Lebensgefühl. Es war für ihn auch eine sehr individuelle Art des Auslotens und Überwinden von persönlichen Grenzen, der Sehnsucht nach Abenteuern aber auch der Suche nach dem Sinn des Lebens. Der Autor ist ein hervorragender Geschichtenerzähler. Er versteht es, den Leser mit seinem anschaulichen, abwechslungsreichen und authentischen Schreibstil zu fesseln sowie mit tollen humorvollen und selbstironischen Einschüben zu unterhalten. Zudem gelingt es ihm ausgesprochen gut, uns seine lebenslange Faszination für das Wellenreiten zu vermitteln und bewegende, magische Momente beim Spiel mit den Wellen und den Naturgewalten in sehr eindrucksvolle, poetische Worte zu fassen. Natürlich gehört zu den Beschreibungen von Wellenkunde, Spots, Surfboards und -techniken auch jede Menge Fachvokabular, das aber am Ende des Buches in einem "Glossar typischer Surfbegriffe" aufgelistet ist und bei Bedarf von Nicht-Surfern nachgelesen werden können. So kann der Leser problemlos in die faszinierende Welt der Surfer eintauchen und kann sich dem Zauber des Surfens schon bald nicht mehr nicht entziehen. Schonungslos realistisch beschreibt Finnegan aber auch die Risiken, die mit dem Surfen verbunden sind, und enthält uns auch lebensgefährliche Situationen nicht vor, bei denen er in die Turbulenzen der Wellen geraten ist, unvorstellbare Kräfte ihn gegen Felsen schleuderten oder er fast ertrunken ist. Finnegan hat für seine Autobiographie eine mehr oder weniger chronologische Darstellung seines Lebens gewählt, die in bestimmte ortsgebundene Zeitabschnitte untergliedert ist. Abgerundet wird das Ganze durch einige kleinere, in den Text eingestreute Schwarz-weiß Fotografien des Autors zeigen. Neben witzigen und skurrilen Anekdoten schildert Finnegan auch berührende und nachdenklich stimmende Episoden aus seinem spannenden Leben. Aufgewachsen in Kalifornien und Hawaii hat er mit dem Surfen schon früh begonnen. Sehr mitreißend erzählt Finnegan von seinen ersten Begegnungen mit den Wellen vor der kalifornischen Küste und seiner Jugend in Hawaii, wo restlos dem Surf-Fieber verfällt. Neben ganz alltäglichen Themen wie Freundschaften, Familie, Beziehungen erfahren wir auch von seinen Surftrips, von einsamen, versteckten Spots, Begegnungen mit Big Waves und endlosen Wellenritten. Als junger, abenteuerlustiger Mann bricht er auf in ferne Länder getrieben von der ewigen Jagd nach der perfekten Welle, die ihn niemals mehr losgelassen hat. Seine Reisen bringen ihn auf alle Kontinente der Welt vom Südpazifik, Australien, Asien und Afrika und bescheren ihm unvergessliche Begegnungen mit außergewöhnlichen und skurrilen Menschen. Nebenbei erfahren wir aber auch einiges über sein Schriftstellerleben, seine frühen Jahre als Autor bis hin zu seiner bemerkenswerten Karriere als ausgezeichneter Journalist und Kriegsberichterstatter. FAZIT Beeindruckende Erinnerungen an eine lebenslange Surfleidenschaft und ein bewegtes Leben - abwechslungsreich, anschaulich und sehr fesselnd geschrieben! Ein ganz besonderes Lesevergnügen nicht nur für Fans des Surfens! Sehr empfehlenswert!
Die perfekte Welle
von J.M - 29.05.2018
Das Cover Zeigt einen verträumten Jungen mit seinem Surfbrett. Sehr schönes Bild, das uns schon vorahnen lässt worum sich in dem Buch handelt. Sehr ansprechend. Der Inhalt William der Hauptprotagonist ist das älteste Kind von vier, der mit seinen Eltern auf Hawaii und in Kalifornien aufgewachsen ist. Da Hawaii ein Paradies für Surfer ist, so wird auch der kleine William nicht von der Leidenschaft verschönt und lernt ganz schnell surfen. Lernt und verliebt sich in der großen Welle. Ab den Moment wird sein leben vom Surfern unterordnet. Durch surfen kennt er viele neue Leute kennen, aber auch viele Gefahren wie die Haie oder die gefährlichen Gewässer. Sein Leben wird von Reisen übersäht wo er immer nach der Perfekten Welle sucht. Auch wenn er eine Familie gründet wird er von seiner Faszination nicht abkommen. Ein biografisches Buch, was von einem sehr guten Erzähler ausgelegt wird. Sehr guter, humorvoller Schreibstill was das Buch interessanter macht. Der Autor erzählt sein Leben leidenschaftlich, realistisch so wie es ist, ohne es zu verschönen auch mit negativen und traurigen Aspekten. Womit in meinen Augen das Buch nur profitiert. Fasziniert sind auch die Beschreibungen der Orte, die er besucht, als ob man selber dort stehen würde. Ich war wirklich sehr erstaunt mit was für Faszination und Gabe man über surfen schreiben kann. Da es sich in dem Buch um Sportart handelt werden auch ganz viele für surfen typische begriffe verwendet. Es sollte aber für den Leser gar kein Problem, da hat der Autor auch daran gedacht. Am ende des Buches befindet sich nämlich ein "Glossar typischer Surfbegriffe" was den Lesern helfen sollte das Fachvokabular nachzuschlagen. Das finde ich sehr aufmerksam von dem Autor. Der Finnegan beschreibt ein sehr bewegendes Leben der überwiegend aus Liebe zum Surfen besteht. In Barbarentage enthüllt uns auch der Autor wie seine beindrückende Karriere als Journalist angefangen hat. Das Autobiografisches Buch ist wirklich sehr interessant und zeigt den Lesern wie es guttut, wenn man eine Faszination für sich findet. Wie man durch bleibest Sportart sein leben bestimmen kann. Ich fand sehr beeindrucken, dass man so einer Sportart verfallen kann und trotzdem es mit der Familie vereinbaren kann.
von johannaliest - 28.05.2018
Das Buch Barbarentage von William Finnegan wurde mit dem Pulitzer-Preis, ein US-amerikanischer Journalisten- und Medienpreis, ausgezeichnet. Laut Wikipedia sei dieser dort bei Journalisten ebenso berühmt und begehrt wie der Oscar in der Filmindustrie . Na dann sind die Erwartungen natürlich hoch. Nach der kurzen Beschreibung des Buches hatte ich eigentlich schon befürchtet, dass eine Biographie allein über das Surfen recht einseitig und nicht wirklich mitreißend werden könnte. Doch das Gegenteil war der Fall! William Finnegan schildert seine Lebensgeschichte. Er ist sehr viel gereist und hat viel von der Welt gesehen. Aufgewachsen ist der Surfer in Kalifornien und auf Hawaii. In der Biographie nimmt er seine Leser mit auf abenteuerliche Reisen und weckt so die Reiselust und das Fernweh. Weniger gut fand ich die Zeitsprünge, aber man kann dennoch folgen. Die verwendete Sprache kann man fast schon als poetisch bezeichnen, was mir sehr gut gefallen hat, da so die Schönheit der Orte und des Surfens unterstrichen werden. Ich selbst finde großen Gefallen am Windsurfen. Deshalb war das Buch für mich sehr ansprechend. Aber ich denke, auch wenn man selbst nicht surft, ist es absolut lesenswert. Es ist beeindruckend, welch große Leidenschaft William für das Surfen empfindet. Man kann sie ihm dank seiner Offenheit sehr gut nachfühlen und wird schon ein bisschen neidisch. Er hat es geschafft und seinen Traum gelebt. William Finnegan hat ein wunderschönes Buch geschrieben über sein bewundernswertes Leben, dass ich nur empfehlen kann!
leidenschaftlich
von Anonym - 22.05.2018
William Finnegan schreibt über sein Leben in einer mitreißenden Art und Weise. Als Sohn von Filmschaffenden lebte er in früher Jugend in Los Angelos und Hawaii und entwickelte eine Leidenschaft für das Surfen als es noch von wenigen betrieben wurde. Es gab eine besondere Surfgemeinschaft, Jungen und Männer, die alle obsessiv damit beschäftigt waren. Aber auch in späteren Jahren, als er als politischer und Kriegsreporter für die New Yorker schrieb fand er immer Zeit für diese Leidenschaft. Ein Großteil des Buches wird vom Surfen beherrscht, meiner Ansicht - da ich diese Leidenschaft nicht teile - leider Zuviel. Die Berichte über die bereisten Länder, die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Begebenheit, die Menschen, die er dort traf, seine berufliche Tätigkeiten in den unterschiedlichsten Länder, in Asien, in Australien, in Südafrika geben ein besonderes Bild im Laufe der letzten 50 Jahre. Der Schreibstil ist außergewöhnlich gut, leicht lesbar und mit einem reichhaltigen Wortschatz versehen.
Eine Ahnung von Ewigkeit
von cosmea - 21.05.2018
William Finnegan ist Schriftsteller und Journalist beim New Yorker, als er im Alter von 64 seine Autobiografie "Barbarentage" über sein Surferleben veröffentlicht. Er ist in Kalifornien und Hawai aufgewachsen und hat bereits mit 11 Jahren angefangen zu surfen. Er beschreibt ein unkonventionelles Leben voller Abenteuer und Gefahren, das von einer einzigen großen Leidenschaft dominiert wird: dem Surfen. Das Surfen ist nicht lediglich ein Sport für ihn, sondern ein "Weg" zur Selbsterkenntnis und Erfahrung der Welt, eine Lebensform, die er niemals aufgibt, auch nicht als er in seinem Beruf Fuß gefasst und eine Familie gegründet hat. Er bereist im Laufe der Jahrzehnte die ganze Welt auf der Suche nach der perfekten Welle und beschreibt seine Surferlebnisse mit ungeheurer Detailfreudigkeit und einer Fülle von Spezialausdrücken aus dem Surfer-Argot. Ohne das Glossar am Ende des umfangreichen Buches wäre der Leser aufgeschmissen. Auch so kann ich nicht behaupten, dass ich alles verstehe. Das macht die Lektüre zuweilen etwas mühsam und zäh. Es geht jedoch nicht ausschließlich um das Surfen. Zu jeder Erkundung eines Surfreviers in allen Teilen der Welt gehört immer ein Freund, mit dem er diese Erfahrung teilt, der aber auch bis zu einem gewissen Grad Rivale ist. William Finnegan beschreibt, wie er immer besser wird auch in der Beherrschung riesiger Wellen, bis es altersbedingt zu einem allmählichen Nachlassen seiner Kräfte und Fähigkeiten kommt. An dem Buch faszinieren mich neben den teilweise sehr poetischen Beschreibungen der Erlebnisse beim Surfen vor allem die Passagen, in denen er von seinen Selbstzweifeln und seinem Selbsthass spricht. Er sieht sehr wohl die ethische Seite des Handelns von weißen Männern, die einem komfortablen Leben mit vielfältigen Möglichkeiten zugunsten eines Sports den Rücken kehren, wo chancenlose Menschen in vielen Teilen der Welt um das nackte Überleben kämpfen und einem solchen Verhalten nur mit Unverständnis und Ablehnung begegnen können. Er selbst fragt sich immer wieder, ob er nicht sein Leben verschwendet, wenn er seiner Leidenschaft jahrzehntelang nachgibt. Er geht noch immer hohe Risiken ein, wäre viele Male fast ertrunken. Im Laufe der Zeit hat sein Interesse für die geopolitischen Verhältnisse in den besuchten Ländern zugenommen, und er verfasst kritische Texte, z.B. zu Südafrika zur Zeit der Apartheid. Insgesamt ist diese ungewöhnliche Autobiografie von herausragender sprachlicher Qualität und kann auch dem Laien die Faszination und Besessenheit vom Surfsport verdeutlichen, die dem Autor nie eine Wahl gelassen haben. Perfekte Wellen vergisst er nie mehr. Sie vermitteln ihm eine Ahnung von Ewigkeit. Ein ungewöhnliches, lesenswertes Buch.
Ein Gefühl von Freiheit
von Phil09 - 08.05.2018
Mit "Barbarentage" hat mich Autor William Finnegan schlichtweg begeistert. Dieses Buch ist keinesfalls nur etwas für Surfer oder Fans dieser faszinierenden Sports. Dieses Buch ist vielmehr ein Einblick in Finnegans abenteuerliches Leben, seiner großen Liebe und wahren Leidenschaft. Als Autor und Journalist versteht es William Finnegan selbstverständlich seine Leser mit einem Schreibstil, der seines Gleichen sucht, gefangen zu nehmen. Das Surfen selbst und alles um diesen Sport herum entspringen einem Gefühl von Freiheit, der Suche nach Abenteuern und der Faszination, dem einen besonderen Moment zu begegnen. Finnegan selbst erlag dieser Leidenschaft schon in frühen Jahren und so gelingt es ihm auch ohne Umschweife und gekünstelte Momente diese Gefühle und besonderen Momente so realistisch und detailreich wiederzugeben. Barbarentage ist somit nicht nur eine Geschichte über das Surfen oder eine interessante Autobiographie. Es ist vielmehr eine Liebeserklärung an ein Lebensgefühl und Finnegans Leidenschaft. Mir als Leser, der dem Surfen eher als gelegentlicher Freizeitspaß im Urlaub nachgeht und als gebannter Zuschauer so manches Wettbewerbs, war es eine wahre Freude dieses Buch lesen zu dürfen. Über ein paar mehr dieser wunderbar kraftvollen Bilder hätte ich mich sicher nicht beschwert. Trotz der üppigen Seitenzahl des Buches kam zu keinem Zeitpunkt das Gefühl bei mir auf, das Buch aus der Hand legen zu wollen. Fazit - 5 Sterne - für ein Buch, welches in diesem Segment seines Gleichen sucht!
Lesestoff für Surf-Freaks
von Anonym - 08.05.2018
Hang Five, Hang Ten, Cutback, Duck-Dive - Zugegeben, ich verstehe vom Surfen so viel wie der amerikanische Präsident von Diplomatie. Also: rein gar nichts! Sollte man dennoch zu William Finnegans "Barbarentage" greifen? Jein. Seit seinem elften Lebensjahr surft der 1952 geborene Autor und lässt den Leser an seiner Obsession reichlich teilhaben. Für den nicht surf-affinen Leser mitunter eine echte Herausforderung, beschäftigen sich doch weite Textpassagen mit eben diesem Sport und seinen Eigenheiten. Auch wenn im Glossar die Fachtermini erklärt sind, wirken diese Passagen doch sehr schnell langatmig und trüben das Lesevergnügen. Permanentes Nachschlagen der Fachbegriffe hemmt den Lesefluss erheblich. Wohlgemerkt: für den Nichtsurfer! Ich habe diese weitschweifigen, detailversessenen Textstellen schließlich quer- bzw. überlesen und mich auf die biografischen Punkte konzentriert. Und die sind durchaus lesenswert. Wenn man wie ich derselben Generation wie der Autor angehört, trifft man nicht selten auf eigene Lebensparallelen. Phasenweise kam bei mir das Gefühl grenzenloser Freiheit und Weltläufigkeit auf, um den ich den damals jungen William insgeheim beneidet habe. Die Gedanken über spezifische Gegebenheiten und Einstellungen in den Fünfziger- und Sechzigerjahren sind für mich die Stärken des Buches. So wird z.B. einem Kind dieser Zeit wieder bewusst, dass Gewalt in der Erziehung durchwegs als "notwendig und sinnvoll" erachtet und praktiziert wurde - mit heute geradezu archaisch anmutender Überzeugung. Schon bei der Leseprobe hat mich die Sprache des Autors fasziniert. Den Pulitzer-Preis hat das Buch durchaus verdient. Fazit: Lohnenswerte Lektüre für Surfer, für alle anderen mit den oben genannten Einschränkungen.
Was für ein Buch!
von hallosarah - 07.05.2018
Als ich die Leseprobe gelesen habe, war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Es war ja ein Teil mitten aus dem Buch, irgendwie wirkte der Abschnitt auf mich etwas verloren - ich habe mich trotzdem beworben, weil das Buch den Pulitzer-Preis gewonnen hat und so frenetisch in der Washington Post besprochen war. Und jetzt: Ich bin hin und weg. Was für ein Buch! Es ist wie ein Sog, ich lese es in jeder freien Minute, will wissen, wie es weitergeht, folge William Finnegan durch die Jahre und bin einfach nur begeistert. Obwohl ich keine Ahnung vom Surfen habe, eigentlich sogar noch nicht mal richtig schwimmen kann, würde ich am liebsten sofort an den Strand fahren und am allerliebsten Wellenreiter beobachten, weil dieses Buch einen solchen Einblick in das Denken, die Werte und die Leben derjenigen bietet, die diesem Sport verfallen sind. Das perfekte Buch für den Urlaub, es reißt mit, bietet Stoff zum Nachdenken und lässt das ganze Leben leicht erscheinen - und das alles mit großem Tiefgang.
Surfen ist sein Leben
von Emmmbeee - 06.05.2018
Die Liebe zum Meer wurde wohl schon im zarten Alter von vier Jahren in William Finnegan geweckt. Er beschreibt in seiner Autobiografie Barbarentage seine gelebte Leidenschaft zum Surfsport bis herauf in die Gegenwart. Freilich fällt es schwer, die 560 Seiten durchzuhalten, wenn man selbst keinen Schimmer von der Materie hat. Doch da der Text mit einer Vielzahl von persönlichen Fotos und erklärten Fachausdrücken angereichert ist, erfährt der Leser sehr viel über die ausgelebte Liebe des Autors zur wildesten Seite des Meeres. Ausser rund um Europa hat er die grössten Wellen der Weltmeere geritten, hat sein Letztes gegeben, um etwa einem Slab standzuhalten oder bei einem allzu langen Waschgang nicht in Panik zu geraten, nur um zwei Beispiele dieser doch sehr gefährlichen Leidenschaft zu nennen. Finnegan gewährt tiefe Einblicke sowohl in den Wellenrausch als auch in das Frieren im tiefsten Winter. Im Wort Leidenschaft steckt schliesslich auch leiden . William Finnegan gelingt es, trotz Familie und Job einem Sport zu frönen, der an Besessenheit grenzt und unter Umständen gewaltig an die Substanz geht, sowohl physisch als auch finanziell. Mir gefielen die Passagen, wo Finnegan erzählt, wie er diverse historische Geschehnisse miterlebt hat. Es ist ein vielschichtiges Buch über den Werdegang eines Menschen, Verantwortung, Zwischenmenschlichkeit, über Suchen und Finden, Freundschaften und Kriegsjournalismus, und im Zentrum seines Kosmos befindet sich immer das Surfen. Schön, dass Träume noch verwirklicht werden dürfen, und schön, dass jemand so spannend und klug davon zu erzählen imstande ist. Der Pulitzer Preis ist gewiss berechtigt. Tanja Handels Übersetzung kommt in leichtfüssiger, lebendiger Sprache daher, was aber nicht verhindern kann, dass man als Leser schnell mal genug hat und nach 30, 40 Seiten gern etwas anderes zur Hand nimmt. Es ist kein Buch, das man verschlingen kann, da es schliesslich kein Roman, sondern ein Sachbuch ist. Und so empfehle ich, es wie ein solches zu geniessen, in individuell verträglichen Happen oder Häppchen.
Blick in eine tube
von makkipakki - 05.05.2018
Barbarentage von William Finnegan ist seine, mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete, Autobiografie, erschienen im Mai 2018 bei suhrkamp nova. William Finnegan lebt nach einem Umzug aus Kalifornien auf einer hawaiianischen Insel und kann dort seiner Leidenschaft, dem Surfen, auch weiter nachgehen. Trotz seines Talentes hat er das Gefühl ein Außenseiter zu sein, schliießt trotzdem aber Freundschaften mit anderen Jugendlichen. Als jungen Erwachsenen zieht es ihn in den Südpazifik, immer auf der Suche nach DEM einen Hotspot der Surferszene. Seine Reise führt ihn nach Asien, Afrika und Australien. Finnegan ist immer wieder auf der Suche nach dem Abenteuer, nach der nächsten richtigen Welle. Auch durch Liebe und Freundschaft begleitet der Leser Finnegan, Hauptthema bleibt jedoch das Abenteurerleben um das Surfen. Der Schreibstil Finnegans ist angenehm zu lesen. Seine Ausdrucksweise ist klar und strukturiert. Allerdings, und das ist mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch, ist es gespickt mir Surf- Fachbegriffen. Nun bin ich erfahrene Surferin, selbst schon vor Hawaii und anderen beschriebenen Orten gesurft und kann durchaus mit dem Slang umgehen. Ein Fachfremder hat jedoch kaum eine Chance die ersten zwanzig Seiten zu überstehen. Es gibt zwar ein Glossar mit Begriffserklärungen, allerdings hat vermutlich kaum jemand Lust jedes zweite Wort nachzuschlagen. Die Handlung ist linear, ohne großes Gespringe (bis auf zwischen den Jahren, aber Finnegan beschreibt nun einmal seine Surfabenteuer und nicht sein Berufsleben). Im Vergleich zu anderen Biografien, wirkt diese durchaus authentisch. Das ewige Bestreben Finnegans sich seine Abenteuer zu bewahren und nicht in den Alltagstrott zu rutschen sind wirklich interessant. Allerdings steht das Surfen definitiv im Mittelpunkt. Man erfährt sicherlich viel über den Autoren. Im Großen und Ganzen ist es ein gelungenes Werk und schon alleine vom Schreibstil her bin ich total überzeugt und auch über den Pulitzer Preis nicht überrascht. ABER! Wie schon gesagt stecke ich mitten in der Materie und kann mit (fast) allen Begriffen umgehen. Als ein Buch das auch Nichtsurfer begeistert, würde ich es nicht empfehlen. Ich habe jedoch schon lange kein so tolles Buch mehr gelesen, welches mich in die schönsten Träume von der perfekten Welle versetzt. Danke William Finnegan!
Mehr erwartet
von Anonym - 03.05.2018
Das Cover und der Titel des Buches waren erstmal sehr ansprechend. Da das Buch mit dem Pulitzer Preis und somit mit einem der größten Literaturpreise ausgezeichnet wurde war ich auf das Buch sehr gespannt und hatte demzufolge auch sehr hohe Erwartungen an das Buch. Es handelt sich hierbei um eine Autobiografie. Dass es vordergründig um das Surfen geht, war jetzt nicht so überraschend. Aber vielfach waren mir persönlich zu viele Fachtterminologien enthalten. Als Nichtsurfer ist man wirklich etwas überfordert. Man sollte sich schon etwas mit dem Surfen befasst haben und auch Interesse auf diesem Gebiet entwickelt haben. Ansonsten ist es stellenweise für Nichtsurfer, die sich wirklich nicht damit auskennen doch etwas langatmig. Für Surfer und diejenigen die sich mit dem Surfen etwas eingehender beschäftigen allerdings durchaus zu empfehlen.
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