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Produktbild: Habibitus | Hengameh Yaghoobifarah
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Wer unsere Gegenwart verstehen will, muss die Texte von Hengameh Yaghoobifarah lesen

Mit einem Vorwort von Fatma Aydemir.

Rechter Terror, Rassismus unter Linken, Rape Culture, fades Essen und schlechtes Netz: Seit 2016 legt Hengameh Yaghoobifarah in der taz-Kolumne »Habibitus« schonungslos den Finger in die Wunden »deutscher Leitkultur«. Yaghoobifarah offenbart, warum Crocs stylisch, Kinderlosigkeit verheißungsvoll und Dumplings das Rezept für Weltfrieden sein können. Mit Witz, Haltung und untrüglichem Gespür für die relevantesten Themen unserer Zeit stellt Hengameh Yaghoobifarah vermeintliche Gewissheiten infrage und entlarvt, was in Deutschland alles schiefläuft - egal ob es um Körper, Kapitalismus oder Kartoffeln geht. Dieser Band bündelt die prägnantesten Beiträge einer Stimme, die aus der öffentlichen Debatte nicht mehr wegzudenken ist.

»In diesem Land witzig zu sein, ist gar nicht so einfach, besonders wenn es auf Kosten der satten, bürgerlichen, weißen Dominanzkultur geht. Hengamehs Texte sind charmant, politisch stabil und zum Schreien komisch. « Fatma Aydemir

Produktdetails

Erscheinungsdatum
18. April 2023
Sprache
deutsch
Untertitel
1. Auflage. Klappenbroschur.
Auflage
1. Auflage
Seitenanzahl
334
Autor/Autorin
Hengameh Yaghoobifarah
Vorwort
Fatma Aydemir
Weitere Beteiligte
Fatma Aydemir
Verlag/Hersteller
Produktart
gebunden
Gewicht
454 g
Größe (L/B/H)
210/141/32 mm
Sonstiges
Klappenbroschur
ISBN
9783351051150

Portrait

Hengameh Yaghoobifarah

Hengameh Yaghoobifarah lebt und arbeitet in Berlin. Gemeinsam mit Fatma Aydemir hat Hengameh Yaghoobifarah 2019 den viel beachteten Essayband »Eure Heimat ist unser Albtraum« herausgegeben. 2021 erschien der Debütroman »Ministerium der Träume« bei Blumenbar, der ein SPIEGEL-Bestseller wurde. 2023 folgte der Kolumnen-Band »Habibitus«, der auf der Shortlist für den Kurt-Tucholsky-Preis stand. »Schwindel« ist Hengameh Yaghoobifarahs zweiter Roman.


Pressestimmen

»Scharfsinnig, eigenwillig, politisch und immer komisch. Das perfekte Buch für zwischendurch. « Wiebke Jann, Mit Vergnügen

Bewertungen

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Von Kaffeeelse am 05.01.2025

Bissige Kolumnen

Hengameh Yaghoobifarah versammelt in diesem Buch Kolumnen, die in der taz und auch im Missy Magazine von 2016 bis 2022 erschienen sind. Und diese Kolumnen sind recht bissig gelungen. Habibi und Habitus. Ein Liebling und das Erscheinungsbild also. Eine Mischung desgleichen. Nun zum Liebling macht sich Yaghoobifarah mit diesen Kolumnen sicher nicht. Aber genau dies ist sicher auch eine Intention und sicher gewünscht. Denn Yaghoobifarah blickt sehr zynisch und sarkastisch auf unser Land, auf unser Sein und nimmt uns damit einerseits in die Pflicht der Reflexion. Andererseits will Yaghoobifarah auch treffen. Und das gelingt mühelos. Denn unser patriarchales System und unsere Gesellschaft, die oft mühelos und damit sehr befremdlich rechtsextremes Gedankengut in ihrem Denken, in ihrem Sein transportiert und damit wenig Aufschreie auslöst, wirkt sicher für Außenstehende und Zureisende gespenstisch und bedrohlich. Denn dieses 30er/40er Gespenst ist immer noch da, zeigt sich gerade jetzt wieder in seiner ganzen Macht. Ebenso wie unser patriarchales System weiterhin die Macht einseitig verteilt lässt und sich die Macht nicht aus den Händen reißen lassen will und damit neues Denken ständig durch alte Strukturen blockiert wird. Was denken da Neuankömmlinge? In den Kolumnen kann man einen Teil dieses Denkens erahnen, erlesen. Wie gesagt einen Teil. Denn hier spielt auch wieder der Begriff Habitus eine Rolle. Denn jede Betrachtung einer Person entspringt ihrer jeweiligen Sozialisation, ihrer Stellung in der Gesellschaft. Und somit ist Hengamehs Blick nicht nur ein Blick aus einer anderen Welt, sondern auch ein Blick aus der LGBTQIA+ Perspektive. Was interessant ist. Denn auch da gebärdet sich unser patriarchales System ja recht bedenklich. Obwohl es Verbesserungen gibt, möchte die alte konservative Welt diese Verbesserungen am liebsten einstampfen. Unser Onkel Friederich und seine Kumpanen werden dies auch schaffen, so meine Meinung, denn diese konservativen Strukturen ziehen sich durchs ganze Land und bekommen demnächst sicher wieder mehr Macht, durch ihre allseitig existente Polemik, die leider für viele nicht durchschaubar ist und der sie leider vermehrt aufsitzen. Leider! Von daher ist Hengamehs Buch, die Kolumnen darin, sehr wichtig und braucht Aufmerksamkeit. Denn die allerorten grassierende Dummheit kann man nur mit Informationen und Wissen, dem Sichtbarmachen bekämpfen, wenn dies denn gesehen wird. Nun hat dieses Buch aber auch einige Stachel, die sich beim Lesen in das Fleisch des Lesenden bohren, sicher gewollt in seiner ungestümen Boshaftigkeit. Ich sage nur Sauberkeit nach dem Rückkehren von gewissen Örtlichkeiten. Dennoch fließt hier auch ein gewisser Humor mit rein. Was für manche unserer Zeitgenossen sicher schwer zu erkennen ist, denn der Humor ist bei uns rar gesät. Aber auch Hengameh verrät, dass einige der Kolumnen heute sicher anders ausfallen würden. Ja, die Kraft der Reflexion halt. Was in den jungen Jahren und den damit verbundenen hehren Zielen in einer gewissen Schwarz-Weiß-Denke ausfällt, wird mit den Jahren grauer. Ich weiß! Doch die Betrachtungen in den Kolumnen der Jahre 2016 bis 2022 haben nicht an Bedeutsamkeit verloren, denn unsere patriarchale Welt existiert weiter, unsere Betrachtung der Menschen und ihre jeweilige Benotung in ihrer Wichtigkeit fürs System sind weiterhin existent, unser Sexismus und die damit einhergehende Bewertung der Geschlechter ist weiterhin existent, unsere Betrachtungen dem Andersartigen gegenüber haben sich oft von damaligen Gedanken nur wenig entfernt. Es liegt noch viel Arbeit vor uns unsere Welt bunt und tolerant zu gestalten und Hengamehs Texte sind ein wichtiger Faktor in dieser Arbeit. Lesen!
LovelyBooks-BewertungVon renee am 03.01.2025
Hengameh Yaghoobifarah versammelt in diesem Buch Kolumnen, die in der taz und auch im Missy Magazine von 2016 bis 2022 erschienen sind. Und diese Kolumnen sind recht bissig gelungen.Habibi und Habitus. Ein Liebling und das Erscheinungsbild also. Eine Mischung desgleichen. Nun zum Liebling macht sich Yaghoobifarah mit diesen Kolumnen sicher nicht. Aber genau dies ist sicher auch eine Intention und sicher gewünscht.Denn Yaghoobifarah blickt sehr zynisch und sarkastisch auf unser Land, auf unser Sein und nimmt uns damit einerseits in die Pflicht der Reflexion. Andererseits will Yaghoobifarah auch treffen. Und das gelingt mühelos. Denn unser patriarchales System und unsere Gesellschaft, die oft mühelos und damit sehr befremdlich rechtsextremes Gedankengut in ihrem Denken, in ihrem Sein transportiert und damit wenig Aufschreie auslöst, wirkt sicher für Außenstehende und Zureisende gespenstisch und bedrohlich. Denn dieses 30er/40er Gespenst ist immer noch da, zeigt sich gerade jetzt wieder in seiner ganzen Macht. Ebenso wie unser patriarchales System weiterhin die Macht einseitig verteilt lässt und sich die Macht nicht aus den Händen reißen lassen will und damit neues Denken ständig durch alte Strukturen blockiert wird. Was denken da Neuankömmlinge? In den Kolumnen kann man einen Teil dieses Denkens erahnen, erlesen. Wie gesagt einen Teil. Denn hier spielt auch wieder der Begriff Habitus eine Rolle. Denn jede Betrachtung einer Person entspringt ihrer jeweiligen Sozialisation, ihrer Stellung in der Gesellschaft. Und somit ist Hengamehs Blick nicht nur ein Blick aus einer anderen Welt, sondern auch ein Blick aus der LGBTQIA+ Perspektive. Was interessant ist. Denn auch da gebärdet sich unser patriarchales System ja recht bedenklich. Obwohl es Verbesserungen gibt, möchte die alte konservative Welt diese Verbesserungen am liebsten einstampfen. Unser Onkel Friederich und seine Kumpanen werden dies auch schaffen, so meine Meinung, denn diese konservativen Strukturen ziehen sich durchs ganze Land und bekommen demnächst sicher wieder mehr Macht, durch ihre allseitig existente Polemik, die leider für viele nicht durchschaubar ist und der sie leider vermehrt aufsitzen. Leider!Von daher ist Hengamehs Buch, die Kolumnen darin, sehr wichtig und braucht Aufmerksamkeit. Denn die allerorten grassierende Dummheit kann man nur mit Informationen und Wissen, dem Sichtbarmachen bekämpfen, wenn dies denn gesehen wird.Nun hat dieses Buch aber auch einige Stachel, die sich beim Lesen in das Fleisch des Lesenden bohren, sicher gewollt in seiner ungestümen Boshaftigkeit. Ich sage nur Sauberkeit nach dem Rückkehren von gewissen Örtlichkeiten. Dennoch fließt hier auch ein gewisser Humor mit rein. Was für manche unserer Zeitgenossen sicher schwer zu erkennen ist, denn der Humor ist bei uns rar gesät. Aber auch Hengameh verrät, dass einige der Kolumnen heute sicher anders ausfallen würden. Ja, die Kraft der Reflexion halt. Was in den jungen Jahren und den damit verbundenen hehren Zielen in einer gewissen Schwarz-Weiß-Denke ausfällt, wird mit den Jahren grauer. Ich weiß!Doch die Betrachtungen in den Kolumnen der Jahre 2016 bis 2022 haben nicht an Bedeutsamkeit verloren, denn unsere patriarchale Welt existiert weiter, unsere Betrachtung der Menschen und ihre jeweilige Benotung in ihrer Wichtigkeit fürs System sind weiterhin existent, unser Sexismus und die damit einhergehende Bewertung der Geschlechter ist weiterhin existent, unsere Betrachtungen dem Andersartigen gegenüber haben sich oft von damaligen Gedanken nur wenig entfernt. Es liegt noch viel Arbeit vor uns unsere Welt bunt und tolerant zu gestalten und Hengamehs Texte sind ein wichtiger Faktor in dieser Arbeit. Lesen!
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