Inhaltsangabe:Es beginnen die langen Sommerferien. Die Halbwaise Oskar feiert seinen 14. ten Geburtstag und irgendwie ist ihm nicht nach Feiern zu Mute. Seine Mutter hat ihren neuen Freund Hektor ins Haus einziehen lassen. Dabei kämpft Oskar noch immer mit der Trauer um seinen verstorbenen Vater.Der Vater liebte die Abenteuerromane von Simon Bruma. Oskar klammert sich verzweifelt an die Geschichten, denn die Liebe zu diesen Geschichten verband sie einst. Kurz nach dem Geburtstag erfährt Oskar von einem Wettbewerb. Der erste und einzige Preis: Ein Schreibkurs bei Simon Bruma! Obwohl er nicht teilgenommen hat und den halbherzig verfassten Beitrag in den Papierkorb geworfen hat, gewinnt er den Schreibkurs. Oskar kann es nicht fassen!Simon Bruma holt ihn höchstpersönlich ab. Sie fahren die weite Strecke nach Neblina zu einem Haus, das kaum einen seriösen Eindruck macht. Alles wirkt vernachlässigt und Personal gibt es auch nicht. Dafür hat Simon Bruma eine Tochter: November! Und die ist ganz schön frecht und vorlaut!Nach einer gruseligen Nacht möchte Oskar eigentlich wieder nach Hause, aber November und Simon Bruma können ihn davon überzeugen, das er unbedingt bleiben und ihnen helfen muss. Er ahnt nicht, das ihm das größte Abenteuer seines Lebens bevorsteht!Mein Fazit:Was für eine bezaubernde Geschichte!Oskar ist 14 Jahre alt und die ganze Welt ist gegen ihn. In der Schule wird er gemobbt und von Hektor, dem neuen Freund seiner Mutter, wird er ebenfalls drangsaliert. Einzig seine kleine Schwester Bibi kann seine Welt ein bisschen bunt machen. Er leibt sie abgöttisch, das wird mit jeder Zeile sichtbar! Ich wollte Oskar sofort in die Arme schließen und ihm sagen, das alles gut wird!Und ich dachte, er ist doch ein Glückspilz, das er diesen Schreibkurs bei Simon Bruma gewonnen hat. Ein Schreibkurs - er ist der einzige Kurs-Teilnehmer, also alles exklusiv! Aber das Haus in Neblina (der Name ist äußerst passend - gibt es den Ort in Spanien überhaupt?) macht nicht gerade den allerbesten Eindruck. Und dann die vorwitzige und freche Tochter November! Aber sie ist offenbar schwer krank ist und benötigt deshalb Oskars Hilfe. Sie macht es ihm nicht so ganz leicht, ihr zu helfen.Oskar erlebt das Abenteuer seines Leben. Die Figuren aus Simon Brumas Abenteuerromanen erwachen zum Leben und Oskar gibt das Skript vor, was sie tun oder sagen sollen. Er schreibt praktisch eine Fanfiction, um November vor dem zu bewahren, was ihr bevorsteht! Simon Bruma gibt dabei wertvolle Tipps zum Schreiben - was ich persönlich echt interessant finde.Oskar erzählt die Geschichte aus seiner Perspektive und hat hin und wieder einen Kommentar am Seitenrand im Buch notiert. Das finde ich wirklich originell! Die Figuren sind alle greifbar, die fantastische Welt ist gut ausgeschmückt und einzigartig gestaltet. Einzig die vielen verschiedenen Figuren brachten mich schon mal ins Trudeln. Aber nur kurz!Es ist eine tolle Geschichte für Jugendliche und junge Erwachsene, die einen Verlust erlitten haben. Es handelt von Abschied nehmen, Trauer, aber auch von Freundschaften und Zuversicht. Ich bin begeistert und vergebe gerne fünf Sterne!