Meinung:Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!Erster Satz:Heute ist Vollmond.Das Cover ist ein wahrer Hingucker, allein schon wegen den Farben. Sieht man sich dann noch die ganzen kleinen Details an, muss man sich einfach das Buch genauer ansehen.Der Schreibstil der Autorin war gut zu lesen, zuerst ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber das hat sich schnell gelegt. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Vanessa, wodurch man ihre oftmals sehr wirren Gedanken aus erster Hand zu lesen bekommt.Zu Beginn lernt man Vanessa kennen, die mit ihrer Freundin Celeste ihren 17. Geburtstag feiern will. Doch auf der Party werden sie von Wölfen angegriffen und Vanessa verwandelt sich in einen Werwolf. Nun muss sie an die Academy für Werwölfe, sich mit Intrigen und Werwolfetiquette auseinandersetzen. Dazu kommt noch Sinclair, der Werwolfprinz, der absolut tabu für sie ist.Ganz ehrlich, hätte ich gewusst, dass die Protagonistin so jung ist, hätte ich das Buch nicht gelesen. Als am Anfang ihr Geburtstag erwähnt wurde und wie alt sie wird, hatte ich schon ein schlechtes Gefühl. Aber ich las mal weiter, weil vielleicht könnte mich das Buch ja doch noch überraschen.Vanessa ist ein richtig nerviger Charakter. Sie will den Tod ihrer Freundin rächen, doch lässt sie sich immer wieder von Sin ablenken. Oder seinem Cousin Calix. Zwischendurch scheint sie Celeste auch vollkommen vergessen zu haben, oder dass sie ihr neues Dasein eigentlich hasst. Sie findet sich viel zu schnell mit ihrer Verwandlung ab und nimmt das einfach so hin, das fand ich schon sehr unrealistisch. Bis zum Ende wurde ich mit ihr nicht warm, besonders weil sie immer meinte, dass sie allein klarkommt, dann aber immer einen Beschützer braucht.Sinclair, oder kurz Sin, ist der Kronprinz. Und ich mochte ihn nicht. Er behandelt Vanessa so wie es für ihn grad passt, entweder ist er nett und zuvorkommend, oder er irgnoriert sie komplett. Ich habe seine gesamte Art gehasst, wie er als Prinz herumstolziert, sich dann aber als armer Junge gibt, wenn es sein muss. Am Ende des Buches mochte ich ihn noch weniger.Die erste Hälfte war zäh, wirklich zäh. Denn es liest sich wie eine Mischung aus Pretty little liars und Mean Girls. Vanessa bekommt Drohungen, ermittelt auf eigene Faust und wird dabei noch von den beliebten und geborenen Wölfen fertig gemacht. Es ist also im Prinzip ganz viel Teenie-Drama, bei dem ich nur die Augen verdrehen konnte. Das gab es alles so schon, die Neue will den Prinzen, der aber schon einer anderen versprochen ist und der dann dem armen neuen Mädchen hilft. Dafür wird sie von den anderen fertig gemacht und so weiter. Ich habe mich wirklich durchkämpfen müssen.Ab der Hälfte ging es dann etwas bergauf und die Geschichte wurde sogar interessanter. Vanessa kommt dem Mörder von Celeste immer mehr auf die Spur und deckt dabei Geheimnisse des Hofes auf, die sie in Schwierigkeiten bringen können. Vieles davon hat man sich schon denken können und hat mich auch nicht wirklich überrascht, aber ein paar interessante Wendungen waren doch dabei. Diese Hälfte des Buches hat es für mich gerettet, denn davor fand ich es echt nicht gut.Auch die Liebesgeschichte war sehr absurd, das Buch ist als Young Adult eingestuft und dann gibts fast einen Dreier, explizite Szenen und sehr viel Blut, was hier nicht hätte sein müssen. Aber zurück zur Liebesgeschichte, es ist klar, dass sie und Sin sich verlieben, doch dieses ewige hin und her hat schon genervt. Außerdem habe ich keinerlei Gefühle bei den beiden feststellen können, es wirkte eher wie eine Schwärmerei, oder weil sie eben etwas Verbotenes tun, aber nicht so als wären sie wirklich verliebt. Ich konnte diese Beziehung absolut nicht nachvollziehen.Das Ende war dann plötzlich sehr actionreich. Zuerst passiert hunderte Seiten lang nichts und dann auf den letzten 50 kommt noch so viel daher. Das war für mich zu überladen. Ich war dann eigentlich froh, als ich endlich durch war.Fazit:Der Klappentext ist sehr irreführend. Es liest sich, als wäre Vanessa schon über 20, dabei ist sie gerade 17 geworden. Ihr Verhalten und auch das von Sin fand ich nur anstrengend und die Wendung am Ende war nur teilweise überraschend. Durch das ganze Teenie-Drama zu Beginn hat das Buch schnell seinen Reiz verloren, die zweite Hälfte war hingegen besser. Von mir kriegt es 3 Sterne, weiter werde ich die Reihe aber nicht verfolgen.