Nachdem mich bereits der erste Teil nicht überzeugen konnte, hatte ich gehofft, dass mich die Fortsetzung umstimmen würde. Leider war dies nicht der Fall. Positiv hervorheben möchte ich jedoch erneut die Gestaltung des Buches: Der transparente Schutzumschlag ist optisch ein absolutes Highlight im Regal. ¿Inhaltlich konnte mich die Geschichte hingegen kaum fesseln. Ein Punkt, der mich massiv gestört hat, waren die permanent verwendeten Spitznamen "Vollpfosten" und "Nervensäge". Dass diese Begriffe dauerhaft als Kosenamen genutzt wurden, empfand ich als sehr unpassend und anstrengend beim Lesen. ¿¿¿ Zudem war mir die Protagonistin Juniper deutlich zu naiv gezeichnet. Ihr ständiges Hin und Her sowie ihr Verhalten wirkten auf mich oft sehr unreif, was den Lesespaß erheblich gemindert hat. ¿Auch die Spannung blieb für mich auf der Strecke. Die aufgedeckten Geheimnisse waren größtenteils vorhersehbar oder schlichtweg uninteressant. Bei den Plottwists fehlte mir der Überraschungseffekt; ich war eher unbeeindruckt vom Fortgang der Handlung. Da ich zudem mit dem Schreibstil der Autorin nicht harmoniere, wird dies definitiv mein letztes Buch von ihr gewesen sein. ¿Achtung, Spoiler:Besonders kritisch sehe ich die Charakterentwicklung in diesem Band. Dass Cameron erneut auftaucht, Juniper ständig den Kontakt zu ihm sucht und er sofort wieder Annäherungsversuche startet, fand ich grenzwertig. Ebenso anstrengend war für mich Junipers Reaktion auf Westons Verschweigen von Lanas Nachrichten. Dass sie sofort wieder auf Abstand geht und extrem gereizt reagiert, unterstreicht für mich leider nur ihren Mangel an Reife. ¿¿Insgesamt war das Buch für mich leider eine Enttäuschung und konnte trotz der schönen Optik inhaltlich nicht überzeugen. ¿