Als ich "Suche nach Licht" von Ulrike Döpfner gelesen habe, war ich tief berührt. Die Autorin, selbst Psychotherapeutin, erzählt von ihrer eigenen Krebsdiagnose - ein Liposarkom -, und wie sie plötzlich die Patientin statt die Beraterin ist. Ich habe beim Lesen gespürt, wie nah sie uns ihre Ängste, Zweifel und auch die Momente der Hoffnung kommen lässt. Besonders beeindruckt hat mich ihr analytischer Blick: Döpfner reflektiert nicht nur ihre körperlichen Leiden, sondern zeigt, wie eng psychische Stärke und Selbstfürsorge miteinander verbunden sind.Ich fand es erstaunlich, wie ehrlich sie über die emotionale Achterbahnfahrt, die Arztbesuche, Therapien und Wartezeiten berichtet, ohne zu verklären oder zu dramatisieren. Dabei gibt das Buch Impulse für Betroffene, Angehörige und sogar medizinisches Personal, um besser zu verstehen, was Menschen in solch existenziellen Momenten wirklich brauchen. Für mich ist dieses Buch nicht nur ein Bericht über Krankheit, sondern eine Anleitung, wie man im tiefsten Dunkel das eigene Licht findet.Es hat mich bewegt, nachdenklich gestimmt - und auch inspiriert.