ODYSSEE von Stephen FryAufbau Verlag | 352 Seiten | ET: 13.10.2025Übersetzer: Matthias FringsSchon lange liebäugle ich mit der Mythos-Tetralogie von Stephen Fry. Seine Geschichten sind durchweg positiv bewertet und ich bin sehr interessiert an der griechischen Mythologie, finde es jedoch unheimlich schwer einen Zugang zu den Legenden zu erlangen. So klingen viele Namen für mich zu ähnlich und auch die Beziehungen der Figuren untereinander machen es mir nicht leicht.Als nun der letzte Teil dieser Reihe erschienen ist, habe ich dies zum Anlass genommen, endlich einmal tiefer in die mystische Welt der griechischen Götter und Helden einzutauchen.Von der Lektüre habe ich mir versprochen, dass der Autor mir die Begebenheiten auf eine humorvolle, aber dennoch lehrreiche Art näherbringt. Und ich muss sagen: dies ist ihm richtig gut gelungen!Nun habe ich zwar mit dem letzten Teil der Tetralogie begonnen, dies aber nicht als Nachteil empfunden. Ich gehe somit davon aus, dass man die Bücher auch unabhängig voneinander, als Einzelbände, lesen kann.Das vorliegende Buch handelt, wie der Name es vermuten lässt, in erste Linie von den Irrfahrten des Odysseus. Nach dem Ende des trojanischen Krieges ist dieser auf dem Weg zurück, zu seiner Frau Penelope, wobei er so einige Abenteuer zu bestehen hat. Kampfwütige Zyklopen und verführerische Nymphen kreuzen seinen Weg, ebenso wie Seeungeheuer und Stürme, hervorgerufen durch die wütenden Götter. So nimmt seine Heimreise letztendlich einen Zeitraum von 10 Jahren in Anspruch und sowohl seine Frau, als auch beider Sohn, gehen nicht davon aus, dass Odysseus noch unter ihnen weilt.Modern, humorvoll, sarkastisch und mit einem Augenzwinkern - so berichtet Fry in dem letzten Teil der Tetralogie von den Abenteuern des Odysseus. Darüber hinaus glänzt er mit einem fundierten Wissen, so dass es ganz den Anschein hat, als wäre er Zeitzeuge gewesen und hätte all dies tatsächlich miterlebt. Das Lesen dieses Buches ist ein wahres Vergnügen. Daher werden auch die weiteren Bände der Reihe bei mir einziehen.Ich empfehle das Buch gerne an alle weiter, die sich auch nur im Entferntesten für die griechische Mythologie interessieren.