In When Shadows Darken the Sun stehen sich Cass und Nox aus den beiden verfeindeten Höfen Tag und Nacht gegenüber. In einem Wettkampf, der bereits seit Generationen besteht, sollen sie gegeneinander in einem magischen Turnier antreten.Als sie aufeinandertreffen und plötzlich gezwungen sind, zusammenzuarbeiten, gerät ihre gegenseitige Abneigung jedoch ins Wanken.
Nina Schilling hat mich mit ihrem Schreibstil schnell überzeugt. Man findet sich unglaublich gut in der Welt zurecht, während die Details stimmig gesetzt sind, ohne dass die Geschichte überladen wirkt.Auch die Dynamik zwischen Tag- und Nachthof wird früh deutlich. Gerade diese Ausgangssituation sorgt direkt für Spannung, weil man von Anfang an weiß, dass hier mehr auf dem Spiel steht als nur ein Wettbewerb.
Besonders gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen Cass und Nox. Zwischen den beiden knistert es wirklich von Anfang an und ihre Entwicklung fühlt sich authentisch an, weil sie nicht überstürzt ist. Gleichzeitig fand ich es spannend, dass beide nicht nur für sich selbst kämpfen, sondern auch eine Verantwortung für ihr jeweiliges Volk tragen. Dadurch entsteht ein innerer Konflikt, der sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Auch die Nebencharaktere und die Gruppendynamik haben mir richtig gut gefallen. Die Freundschaften wirken echt und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe. Es ist schön zu sehen, dass nicht alles nur um die Hauptcharaktere kreist, sondern auch das Umfeld eine wichtige Rolle spielt und für viele emotionale Momente sorgt.Besonders die ruhigeren Szenen bleiben im Kopf, da sie der Geschichte Raum geben und die Emotionen gut transportieren.
Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Es verbindet bekannte Tropes mit einer spannenden Handlung und schafft es dabei, durchgehend zu unterhalten. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht, weil das Ende definitiv Lust auf mehr macht.