Das idyllisch, ländlich wirkende Cover erscheint in Anbetracht des ernsten Themas der Geschichte trügerisch.
Die Familie namens Blum zieht von New York nach Riverburg, eine Kleinstadt in Maine. Alles soll nun einfacher werden, ein neuer und gut bezahlter Job als Uniprofessor in der Nähe für Vater Gus und die Verwirklichung ihres Traumberufes in der Modewelt für Mutter Claire und die Kinder Hazel und Wolf hätten auch gute Schulen zu erwarten. Ihr erworbenes Haus dort ist groß genug und die Umgebung wirkt beschaulich. Doch es kommt alles anders, denn bereits am ersten Schultag ihres letzten Schuljahres wird Hazel zum Direktor gerufen und erhält von ihm ein unmoralisches, übergriffiges Angebot. Hazel sagt Nein.
Die schreckliche Situation verstört die gesamte Familie. Es sollte doch öffentlich gemacht werden, der Meinung sind alle, aber Hazel wehrt sich, sie hat Angst vor den Konsequenzen. Sie wollte doch nach der Schule an die beste Universität, denn sie will unbedingt Schriftstellerin werden, doch nun sind alle Ziele in weite Ferne gerückt. Aber es kommt doch alles rasch ans Licht, wird publik, Hazel wird sofort gemobbt. Es entwickelt sich eine eigene Dynamik in der Sache, die Folgen für alle Beteiligten hat, letztendlich wird auch der Schulleiter gezwungen, sich dem Druck zu beugen.
War es denn falsch, sich zu wehren?
Hazel wird in der Geschichte als besonders strebsame, aufrichtige junge Frau dargestellt mit dem typisch amerikanischen Enthusiasmus.
Die Botschaft ist, dass man das Richtige sagen soll, wenn es darauf ankommt.
Ein moderner Unterhaltungsroman, der sehr aktuelle Themen aufgreift und nachdenklich macht.
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