Der Journalist & Autor Helge Timmerberg
Helge Timmerberg, geboren 1952 in Dorfitter (Hessen), entschloß sich mit Zwanzig im Himalaja dazu, Journalist zu werden. Seitdem schreibt er Reisereportagen aus allen Teilen der Welt - bisher mit Ausnahme der Fidschis und Australien. Nur Crew-Mitglieder der großen Fluglinien sind möglicherweise mehr unterwegs. Seine Wohnung nennt er Basis-Camp, und alle Ansätze des modernen Nomaden, ernsthaft seßhaft zu werden, schlugen bisher fehl. Er versuchte es in Marrakesch (drei Jahre), in Havanna (zwei Jahre) und Wien. Zur Zeit ist Berlin sein ständiger Abflugsort.
Timmerberg schreibt für die wichtigsten Pressetitel der Republik, bisher u. a. in Tempo, Bunte, Süddeutsche Zeitung Magazin, Stern, Der Spiegel, Die Zeit, Bild, BZ, Elle, Playboy, Penthouse, Lui, Merian, Pur, Wiener, Wienerin, Allegra.
Er testete für verschiedene Redaktionen so gut wie sämtliche Drogen, und war ein wichtiger Reporter des legendären Lifestylemagazins Tempo, bei dem er schon mal mit einer spektakulären Reportage über die Pornoindustrie aufgrund des erfolgten Verkaufsverbots in Bayern die Auflage verdoppelte.
Helge Timmerberg ist aber nicht nur als Skandaljournalist bekannt geworden, sondern hat sich auch durch seine abenteuerlichen Reiseberichte einen Namen gemacht, die in jeder Hinsicht den ganzen Mann forderten. Von beidem zeugen die Stories in dem Buch dieses modernen Nomaden, der ohne Reisen nicht leben kann: "Tiger fressen keine Yogis."
Timmerberg ist das enfant terrible des deutschen Journalismus, der es schafft, in BILD und ZEIT gleichzeitig zu schreiben.
Der Autor über sich selbst
"Mein Sujet ist die Reisereportage. Ich kann ohne Reisen nicht leben. Ich bin ein moderner Normade. Mein Vorbilder: Homer, Karl May, Hemingway, Hermann Hesse, Hunter S. Thompson, Elsa Sophia von Kamphoevener, Peter Scholl Latour. Meine Stärke: 'Catch the spirit'. Also den Geist einer Kultur, einer Stadt, eines Menschen erfassen."
(H. Timmmerberg)
Der Stil
H. Timmerberg etablierte den "New Journalism" im Stile eines Tom Wolfe oder Hunter S. Thompson in Deutschland. Dieser auch Gonzo-Journalismus (gonzo = span. : verrückt) genannte subjektive Journalismus, der auf einen unbedingten Objektivitätsanspruch zugunsten eigenständiger fiktionaler Verdichtung der dokumentarischen Elemente verzichtet, trifft damit oftmals genauer den Nerv des Zeitgeistes als es die klassische, "trockene" Reportage vermag. Oder anders formuliert: ". New Journalism bedeutet eigentlich nur, in einer verlogenen, korrupten und intriganten Welt nicht ständig so zu tun, als käme der Reporter von einem anderen Stern. Punkt." (H. Timmerberg)
Mit seiner Best-of-Sammlung "Tiger fressen keine Yogis" wird der Beweis erbracht, daß Timmerbergs Reportagen allemal literarischen Ansprüchen genügen. Sozusagen in der Tradition von Jack Kerouac, Elsa Sophia von Kamphoevener bis William S. Burroughs oder auch Irvine Welsh.
Bisherige Buchveröffentlichungen
Timmerberg, Helge: Im Palast der gläsernen Schwäne. Auf Umwegen nach Indien 1985, rororo / Anders Reisen - Grenzenlos (vergriffen)