Das war eine überraschend brutale und blutige Angelegenheit. Nur gut, dass mir sowas nichts ausmacht. Dennoch wäre für manche Menschen eine Triggerwarnung am Anfang sicherlich nicht verkehrt. Ich mochte den Schreibstil sehr gerne, der mich trotz der düsteren Grundstimmung und der häufig vorhandenen Gewalt, sehr flüssig und leicht durchs Geschehen gebracht hat. Obwohl sowohl Alice als auch Hatcher eher unnahbare Charaktere sind, hat mir das hier erstaunlich wenig ausgemacht. Irgendwie passte das für mich so ins Geschehen und zu ihrer beider Vergangenheit. Einziges Manko war die Liebe, die zwischen ihnen aufkommt. Das war mir etwas zu wenig und kaum nachvollziehbar. Schade finde ich auch, dass wir nichts von der Magie erfahren. Weder wie sie aufgebaut ist, noch wie man sie nutzt und was sie kann. Das gleiche gilt für den Weltenaufbau. Zwei voneinander getrennte Städte, reich und arm, hell und dunkel. Wir halten uns nur in der alten Stadt auf, im elendsviertel, wo Grausamkeiten und Gewalt zum Alltag gehören und jeder jeden jederzeit entführen, Vergewaltigen und umbringen könnte. Wir erfahren weder wie und warum diese Trennung vonstatten ging, noch was außerhalb dieser beiden Orte passiert.Trotzdem war es durchweg spannend, weil wir ohne Pause von einer Situation in die nächste rutschen und nicht wissen was jetzt wieder passieren wird. Dabei ist ihr weg gepflastert von Blut und Gewalt. Also wirklich nichts für schwache Nerven. Ein bisschen Mau fand ich die Kämpfe gegen die Bosse und auch der "Endkampf" war sehr schnell und einfach abgehandelt.Und trotz meiner doch vielen Kritikpunkte, habe ich dieses Buch wirklich gerne gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen.