Eine Gelegenheit dem Alltag jeden Tag für ein paar Minuten zu entfliehen und sich auf Entdeckungstour in die klassische Musik zu begeben.
366 Tage und 366 Stücke klassischer Musik: Jeden Tag gibt es ein neues klassisches Musikstück und im dazugehörigen Text findet sich mal etwas zur Entstehungsgeschichte, mal zur Lebensgeschichte der jeweiligen Komponist:innen und mal auch nur eine kurze Aufforderung sich zurück zu lehnen und zu genießen.Und genau in diesen kurzen Aufforderungen liegt für mich der einzige Kritikpunkt, denn ich habe die Texte immer sehr gern gelesen und daraus die unterschiedlichsten Dinge gelernt - z.B. wusste ich nicht, dass erst mit den Kompositionen von Francois Couperin (1668 - 1733) Pianist:innen auch die Daumen beim Spielen eingesetzt haben - oder mich auch einfach nur an den Anekdoten erfreut, warum Clemency Burton-Hill genau dieses Stück ausgesucht hat. Jeden Morgen habe ich mir ein paar Minuten (und manchmal auch einige mehr) Zeit genommen und habe mich auf ein neues Stück eingelassen. Die Musik war zwar nicht immer voll und ganz nach meinem Geschmack, aber es gab auch immer mal wieder freudige Überraschungen - Ende November habe ich dann sogar noch ein Stück aus einer Oper gefunden (von Monteverdi), das mir gut gefallen konnte, dabei bin ich sonst so überhaupt kein Fan von Opern - oder eben auch einfach nur Musik zum Zurücklehnen. Die Bandbreite reicht dabei von sehr alter mittelalterlicher Musik von Komponist:innen von denen nur einzelne Stücke erhalten geblieben sind, bis hin zu ganz neuen, frischen Stücken von noch jungen Komponist:innen und bietet damit nicht nur die üblichen Vertreter der klassischen Musik und wer noch tiefer in die Klassik eintauchen möchte, findet im Anhang noch einige Seiten Anmerkungen zu den im Buch befindlichen Stücken schön geordnet nach Monaten.Fazit: Dieses Buch, ja eher schon musikalischer Kalender, bietet wirklich für jeden etwas und nicht nur für große Fans der Klassik. Für mich war es immer eine willkommene Gelegenheit dem Alltag morgens mal für einige Zeit zu entfliehen und mich auf ein neues - mir häufig auch vollkommen unbekanntes - Stück klassischer Musik einzulassen. Diese Zeit werde ich im neuen Jahr sicherlich vermissen.