
Die Artusforschung dient der Erschließung der gemeinsamen kulturellen Grundlagen Europas mit Blick auf eines der erfolgreichsten epischen Genres des europäischen Mittelalters. Bald nach ihren Anfängen wurde die Artusliteratur zu einem Feld der überregionalen Wertediskussion, der kulturellen Identitätsfindung oder des literarischen Experiments. Diese Texte und ihre kulturhistorische Bedeutung beleuchten die Bände der Reihe SIA aus der Perspektive verschiedener Philologien, jeweils fokussiert auf einen aktuell in der Literatur- und Kulturwissenschaft diskutierten Begriff.
Orientiert am Spektrum der Forschungen Friedrich Wolfzettels, dem dieser Band gewidmet ist, beleuchten die hier versammelten Beiträge verschiedene Facetten arthurischen Erzählens. Sie betrachten vergleichend narrative Aspekte der mittelalterlichen französischen und deutschen Artusliteratur, befassen sich mit Fragen der
réécriture
des Arthurischen im späteren Mittelalter und mit dem Weiterleben des Artusstoffs in medial andersartigen Formen des Erzählens : im Musiktheater und der Literatur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, im Film und im zeitgenössischen Roman.
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