Zwei schwangere Frauen fliehen durch den Wald bei Haparanda. Eine der Frauen stürzt am alten Cholerafriedhof und ihre Wehen setzen ein. Nach einem Jahr Auszeit, in der sie versucht hat, die Mörderin ihres Mannes zu finden, hat sich die Polizistin Hannah Wester entschlossen, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Die Kollegen heißen sie herzlich willkommen, doch mit einer kleinen Feier wird es nichts. Es wird gemeldet, beim alten Friedhof eine totes Neugeborenes gefunden wurde. Ihr schwieriger Fall für wohl jeden der Ermittelnden. Unklar ist noch, ob das Kind tot geboren wurde oder ob die Mutter es verlassen hat. Die erste Aufgabe besteht darin, die Mutter zu finden. In ihrem zweiten Fall muss sich Hannah Wester eingestehen, dass der Tod ihres Mannes sie noch nicht loslässt. Trotzdem versucht sie nach vorne zu schauen. Der neue Fall ist allerdings belastend. Wohl niemand nimmt es leicht, wenn er mit einem toten Neugeborenen konfrontiert ist. Und für Hannah, die ihre Tochter vor vielen Jahren verloren hat, ist es ganz besonders schwer. Was wird die Mutter aussagen, wenn sie gefunden wurde? Nun, der Fall entwickelt sich anders als erwartet. Es steckt mehr dahinter als einfach eine Mutter, die ihr Kind zurückgelassen hat. Der Roman beginnt schon sehr dramatisch und spannend bleibt er über weitgehend den ganzen Verlauf. Zwar ist es günstig, wenn man sich den ersten Band der Reihe nochmal grob in Erinnerung ruft, aber folgen kann man der Handlung auch, wenn man den ersten Teil nicht kennt. Und beim Thema geht es um die Skrupellosigkeit der Menschen. Was die Einen dafür tun, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Und was die anderen für Geld tun, um den anderen ihre Wünsche zu erfüllen. Gier, Selbstherrlichkeit und Dummheit führen hier zu Handlungen, bei denen die Opfer wie so oft ziemlich gemein ausgenutzt werden.Und Hannah Westers persönliche Belange sind auch mehr als einen Gedanken wert. Ein Thriller, der innerhalb kurzer Zeit gelesen ist.