Bitten von Jordan Stephanie Gray bildet den Auftakt ihrer Romantasy-Dilogie und erzählt die Geschichte von Vanessa Hart, die durch den Angriff eines Wolfs nicht nur ihre beste Freundin verliert, sondern selbst zum Werwolf wird.
Das Cover passt optisch perfekt zur Geschichte, und der Schreibstil ist angenehm locker und flüssig. Erzählt wird vollständig aus Vanessas Sicht, wodurch man ihre Emotionen, Unsicherheiten und die Herausforderungen, in dieser neuen Welt anzukommen, sehr gut nachvollziehen kann. Ihre innere Entwicklung fand ich überzeugend dargestellt.
Gerne hätte ich jedoch mehr Einblicke in die Gedankenwelt der beiden männlichen Protagonisten bekommen. Vor allem zu Beginn fiel es mir schwer, die beiden richtig zuzuordnen mittlerweile denke ich aber, dass dieser Effekt von der Autorin bewusst eingesetzt wurde, um mehr Spannung und Rätselraten zu erzeugen. Dennoch hätte ich spannend gefunden zu erfahren, wie Vanessa aus ihrer Sicht wahrgenommen wird und welche Motive hinter ihrem Verhalten stehen.
Es deutet sich zudem eine Dreiecksgeschichte an. Vanessa idealisiert einen der beiden fast sofort, während sie den anderen für Dinge verurteilt, für die er eigentlich nichts kann. Diese Dynamik wirkte auf mich stellenweise unausgewogen, macht aber nach dem Cliffhanger umso neugieriger darauf, wie sich das Ganze im zweiten Band weiterentwickeln wird.
Das Ende hat mich komplett überrascht mit dieser Wendung hätte ich nie gerechnet. Umso gespannter bin ich nun auf die Fortsetzung.