Triggerwarnung:
Neben dem klassischen Horror, den man von Junji Ito kennt verformte Menschen, Geister, Albtraumwesen kommen hier noch menschliche Experimente, Verstümmelungen und groteske Transformationen dazu.
Na? Schon neugierig?
Kurz gesagt: Nichts für schwache Nerven oder empfindliche Mägen. Also lieber nach dem Essen lesen
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Dieser Band beinhaltet drei Geschichten.
Zum einen die Hauptgeschichte, die sich über sechs Kapitel erstreckt.
Dann die Story Züngelfrau ja, es geht tatsächlich ums Ablecken mit der Zunge
Und eine weitere Kurzgeschichte auf gerade mal vier Seiten. Also wirklich kurz *lach*
.
Die Hauptgeschichte trägt den Titel Black Paradox und so heißt auch die Gruppe aus vier Personen, die beschlossen haben, gemeinsam Selbstmord zu begehen.
Ihr Plan: Schlaftabletten, Autoabgase und ein schöner, abgelegener Ort, an dem sie niemand stört.
Während der Autofahrt erzählt jede Person, warum sie nicht mehr leben möchte. Gründe wie:
Ich habe meinen Doppelgänger gesehen.
Mein Spiegelbild spricht zu mir.
Es existiert ein Roboter mit meinem Aussehen.
Nur eine Person fällt aus dem Muster: Sie kann angeblich die Zukunft sehen.
Fast alle haben also ihre eigene, unheimliche Form eines Doppelgängers
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Aber ich hätte keinen Junji Ito in der Hand, wenn der Selbstmord einfach funktionieren würde.
Ein Vorfall verändert alles und ab diesem Punkt wird es körperlich, verstörend und immer grotesker.
Doch damit nicht genug: Geister, Seelenkorridore und noch viel mehr ziehen die Geschichte immer tiefer in ein unbekanntes Universum.
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So überraschend es ist: Diese Story wirkt auf mich gar nicht so abwegig.
Itos Werke sind oft extrem surreal, doch hier kann ich mir an vielen Stellen vorstellen, dass (gierige) Menschen genau so handeln würden. Und genau das macht es so unangenehm real.