Ein super Buch, gerade für Kinder, die ihren Mut ganz tief innen tragen.
Wir haben das Buch Manno Monster ganz bewusst ausgewählt, weil mein Sohn - wie viele Kinder - in bestimmten Situationen Angst hat, vor allem abends im Dunkeln. Umso schöner war es zu erleben, dass dieses Buch genau an diesem Punkt ansetzt, aber auf eine ganz unerwartete, liebevolle Weise.Denn das Monster, das man zunächst vielleicht als gruselig erwartet, ist alles andere als furchteinflößend. Im Gegenteil: Es ist richtig knuffig dargestellt und wirkt eher zart und ein bisschen unsicher. Besonders berührend fanden wir die Idee, dass das Monster selbst Angst hat. In "WildesMonsterhaus", wo es zu Hause ist, gehört es nämlich zu den Monstern, vor denen sich kaum jemand erschreckt - und das macht es traurig.Die Geschichte nimmt dann eine schöne Wendung, als das Monster auf den Jungen Jussi trifft, der eigentlich Angst vor Monstern hat. Ausgerechnet diese beiden finden zueinander, lernen sich kennen und bauen langsam eine Freundschaft auf. Gemeinsam erleben sie ein kleines Abenteuer, bei dem auch ein weniger netter Junge namens Vince eine Rolle spielt. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Es geht um Mut, Vertrauen und darum, dass hinter Angst oft etwas ganz anderes steckt, als man denkt.Was uns besonders gefallen hat, ist die Gestaltung des Buches. Die Szenen, die im Dunkeln spielen, sind auch auf dunklem Papier illustriert - das schafft eine ganz besondere Atmosphäre und macht das Lesen noch intensiver. Die Bilder insgesamt sind sehr liebevoll und passend zum Ton der Geschichte.Außerdem lässt sich das Buch angenehm und recht zügig lesen, was gerade für Kinder (und auch für das gemeinsame Lesen am Abend) sehr schön ist.Wir waren wirklich begeistert von der Geschichte und freuen uns schon sehr auf den zweiten Band.