Snowflake

Originaltitel: Snowflake. Mit Lesebändchen.
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Am ersten Tag ihres Studiums in Dublin möchte Debbie nur eins: zurück auf die Farm, auf der sie großgeworden ist. Doch statt ländlicher Idylle erwarten sie dort ein melancholisch-trunksüchtiger Onkel und eine Mutter, die ihre Tage mit Traumdeutungen … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Snowflake
Autor/en: Louise Nealon

ISBN: 386648660X
EAN: 9783866486607
Originaltitel: Snowflake.
Mit Lesebändchen.
Übersetzt von Anna-Nina Kroll
mareverlag GmbH

26. Juli 2022 - gebunden - 346 Seiten

Beschreibung

Debbie White wird auf einer irischen Milchfarm groß. Ihr Onkel Billy haust in Gesellschaft der alten Griechen, einer Flasche Whiskey und des Sternenhimmels im Wohnwagen vor der Tür, ihre Mutter Maeve verbringt die Tage im Schlafzimmer, wo sie Träume aufzeichnet, die sie für Prophezeiungen hält. Als Debbie beginnt, nach Dublin zu pendeln, um dort ein Literaturstudium aufzunehmen, prallen Welten aufeinander. Debbies zunächst zögerlicher und dann ungestümer Versuch, sich trotz ihres Dialekts und ihrer abgetragenen Farmjeans einen Platz in der Stadt und den Reihen ihrer Mitstudierenden zu erkämpfen, droht nicht nur an ihren Selbstzweifeln zu scheitern, sondern auch an der Tatsache, dass die Verhältnisse auf dem Hof, der trotz allem ihr Zuhause ist, immer mehr aus dem Ruder laufen ...
Mit Debbie White, die ihre Verletzlichkeit hinter ihrem trotzigen Humor verbirgt, hat Louise Nealon eine unvergessliche Heldin geschaffen, die an die Figuren von Sally Rooney erinnert.

Portrait

Louise Nealon, geboren 1991, wuchs auf einer Farm in der Grafschaft Kildare, Irland, auf. Sie studierte Englische Literatur am Trinity College in Dublin und Kreatives Schreiben an der Queen's University Belfast. 2017 gewann sie den Seán Ó Faoláin International Short Story-Wettbewerb und wurde mit dem Francis Ledwidge Creative Writing Award ausgezeichnet. »Snowflake« ist ihr erster Roman.

Anna-Nina Kroll, 1988 geboren, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und Cádiz und übersetzt seit 2012 Romane, Sach- und Kinderbücher aus dem Englischen, zuletzt u.a. Werke von Carmen Maria Machado, Donal Ryan und Anna Burns. 2020 war sie Translator in Residence am Trinity College Dublin. Sie lebt in Essen.
Bewertungen unserer Kunden15
Debbies Reise vom Land in die Stadt und zu sich selbst
von Lamen - 11.08.2022
Dieser zarte Coming-of-Age Roman fängt die Geschichte einer jungen Irin namens Debbie ein, der die Veränderungen von ihrem Landleben auf einer Milchfarm zum College in der Großstadt erzählt und wie sie versucht, neue Freundschaften zu schließen, einen Ort zu finden, an dem sie dazugehört, lernt in einer städtischen Umgebung zurechtzukommen sowie ihre Familie zu verstehen. Der Roman ist aus Sicht der 18-jährigen Debbie geschrieben. Man lernt ihre Mutter Maeve kennen, die einen Großteil ihrer Tage damit verbringt, in ihrer eigenen Welt zu leben und daran glaubt, dass ihre Träume wahr sind und ihren Onkel, der auf der Milchfarm lebt. Dann ist da noch Xanthe, mit der sich Debbie anfreundet und die ihr zeigt, wie unterschiedlich Debbies Leben von denen ist, die in der Stadt aufgewachsen sind. Die Geschichte wird in einem schnellen Tempo erzählt und ist in einem leicht zu lesenden und teils humorvollen Ton geschrieben. Eingestreut in die Hauptgeschichte sind kleine Anekdote und Rückblicke, die der Handlung noch einen besonderen Reiz geben. Ebenso ist die Hauptfigur Debbie gut gezeichnet, sie kommt authentisch und menschlich rüber, ebenso wie ihre Beziehungen zu Familie und Freunden. Auch hat der Roman ernstere Momente und einiges über psychische Gesundheit zu sagen, so wird z. B. bipolare Störung, Depressionen und Suizid angesprochen. Trotz der manchmal schwierigen und traurigen Themen strahlt der Roman eine allgemeine Positivität aus. Weniger gut gefallen hat mir das Element des magischen Realismus, der sich in Debbies Träumen über andere Menschen, die dann auf irgendeine Art und Weise dann wahr werden, äußert. Für mich war dieser Handlungsaspekt nicht wirklich entwickelt oder sogar notwendig. Die Geschichte hätte genauso gut ohne funktionieren können. "Snowflake" von Louise Nealon ist eine ehrliche und einfühlsame Geschichte über die ersten Schritte einer 18-Jährigen ins Erwachsenenleben fängt gekonnt die peinliche Angst eines naiven Teenager-Mädchens aus dem ländlichen Irland ein, das sich nach einem Leben jenseits seiner Familie ausstreckt, um eine neue Zukunft für sich selbst zu gestalten.
von Löwenzahn und Schneeflocke
von Silke G. - 10.08.2022
An Debbies erstem Tag an der Uni geht einfach alles schief und sie merkt schnell, dass sie mit ihrer gutgläubigen und zuversichtlichen Art hier falsch ist. Statt bei ihren Fehlern Hilfe zu bekommen, erntet sie Spott, auch wenn die anderen dies durchaus nicht böse meinen. Debbies eigentlich schönster Tag entwickelt sich mehr und mehr zu einem Alptraum, dem sie einfach nur entkommen möchte. Doch nach und nach findet sie sich im Uni-Leben ein, vor allem Dank der Hilfe Xanthes, die ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Xanthe ist auch etwas anders, überspielt dies aber geschickter. Das Cover zeigt Debbie, die an der Wasserkante steht und aufs Meer hinaus blickt. Debbie ist in schatten-schwarz gehalten, als wenn sie erst aus dem Dunkel ins Licht treten müsste, damit sie ganz zu sehen ist. Das Meer schimmert in einem flüchtigen Morgenrot und verspricht einen neuen Tag. Das Dunkel geht, die Helligkeit kommt. Ich finde das Bild wunderschön zu Titel und Inhalt des Buches gewählt und hätte mir kein schöneres und ausdrucksstärkeres Bild wünschen können. Louise Nealon beschreibt Debbies Leben, Denken und Fühlen ungewohnt eindringlich und berührend. Ich fühlte mich sofort angesprochen und konnte Debbies Gefühle nachvollziehen. Die Hoffnung, die Freude auf ihren neuen Lebensabschnitt und ihr Verletzt sein ob der Zurückweisung. Ich habe schallend gelacht, Tränen geweint, mich maßlos geärgert, mich fremd geschämt und war gelangweilt. Kurz: Ich habe das Buch gelebt und konnte mich komplett in Debbies ungewöhnliches Leben fallen lassen. Mir kam es allerdings nur so ungewöhnlich vor, weil sie als junge Frau auf der einen Seite absolut weltfremd zu sein scheint und dann wieder wie eine Mensch, der schon unfassbar viel Lebenserfahrung gesammelt hat. In ihrer Welt, der Welt des Bauernhofes und des Dorflebens hat sie schon alles mitgemacht; jeglichen Höhen und Tiefen erlebt und als sie den Schritt an die Universität macht, betritt Debbie eine neue Welt. Vermutlich geht es jedem von uns so, nur keiner spricht offen darüber. Beziehungsweise, die meisten Menschen haben es gelernt, ihre Fehler zu kaschieren; Debbie nicht. Sie spiegelt ihre Selbstzweifel und ihre Unsicherheit nach außen. Louise Nealon ist mit Debbie eine herzerwärmende Protagonistin gelungen, die mich von der ersten Seite an berührte. Debbie ist so einzigartig wie eine Schneeflocke, aber längst nicht so zerbrechlich. Auch wenn sie ihre innere Stärke erst finden und erkennen muss. Denn Debbie trägt ihre Wünsche wie Löwenzahn mit sich. Leicht, für jeden zugänglich, luftig und doch unbeugsam. Eine luftige Mischung, die eisern sein kann. Ohne wenn und aber arbeitet sie auf dem Bauernhof mit, kümmert sich um ihre debile Mutter und ihren kauzigen Onkel. Ganz selbstverständlich und zieht keine Sekunde in Zweifel, dass es anders sein könnte. Erst der abgewandte Blick zeigt ihr andere Möglichkeiten und neue Wege. Wege, die nicht besser oder schlechter sind, sondern anders. Mein Fazit Ein wunderschönes, berührendes und tiefes Buch. Mein bisheriges Highlight!
Faszinierendes Debüt!
von FFaE - 09.08.2022
Debbie wächst auf einem Bauernhof in Irland auf, zwischen einem liebevollen, aber alkoholabhängigen Onkel und einer psychisch kranken Mutter. Mit 18 bekommt sie einen Studienplatz am TrinityCollege in Dublin, kann sich aber auf den notwendigen Abnabelungsprozess nicht wirklich einlassen. Sie pendelt zwischen dem Bauernhof und Dublin, zwischen ihrer Familie und ihrer Zukunft. Dieses Buch ist zwar gut zu lesen, aber manches Mal schwer zu verdauen. Der Zusammenbruch der Mutter, der Selbstmordversuch des Onkels, Debbies unkontrollierte, alkoholgeschwängerte One-Night-Stands - das sind Szenen, die mir nachhängen. Ich bin selber mit 19 vom Dorf zum Studium in die Großstadt gezogen und weiß, dass das einiges an Umstellung und Anpassung abverlangt. Debbie ist eine einsame junge Frau, die fast krankhaft schüchtern ist und sich regelmäßig auf Toiletten vor der Welt versteckt, aber am College lernt sie langsam, Beziehungen nicht nur in ihrem Kopf zu führen, sondern sich auf die Welt und die Menschen einzulassen. Ich habe sie sehr gern auf ihrem Weg begleitet und was ich aus diesem Roman mitnehme, ist die Erkenntnis, dass Menschen (auch mit psychischen Problemen) viel stärker sind, als die Welt und sie selbst glauben!
Stellenweise amüsant
von SiWel - 09.08.2022
Bei Snowflake von Louise Nealon im Mare Verlag hat mich ehrlich gesagt das Cover total angesprochen. Es ist wunderschön zu betrachten. Das lose Umschlagcober und auch das lesebändchen wirken hochwertig. Der Roman selbst hat mich vom Klappentext und der Leserprobe her dann auch sehr interessiert. Es handelt von Debbie White, die von ihrer Milchfarm nach Dublin pendeln will, um dort ein Literaturstudium aufzunehmen. Da muss sie sich aber erst einmal als Landei einen Platz erkämpfen. Debbies Familie, ihre verträumte Mutter und ihr im Wohnwagen hausender Onkel Billy sind da auch nicht hilfreich. Die Geschichte selbst finde ich oftmals überzogen, besonders in Bezug auf ihre Mutter Maeve, den Charakter Onkel Billy mochte ich, er ist ein kauziger Typ, hat aber sein Herz an der richtigen Stelle. Debbie selbst ist jung und muss lernen sich selbst zu akzeptieren und ihre Meinungen zu vertreten, im Endeffekt mochte ich sie aber auch. Der Roman wurde aus dem englischen von Anna - Nina Kroll übersetzt und ich finde den Schreibstil angenehm und gut lesbar. Die Dialoge sind nachvollziehbar und meistens unterhaltsam. Die einzelnen Kapitel haben Überschriften, die neugierig auf den Inhalt machen. Wer gerne zwischendrin einmal etwas anderes lesen möchte, dem kann ich es nur empfehlen.
Coming-of-Age-Story auf Irisch
von julesandjude - 08.08.2022
3.5/5 "Snowflake" von Louise Nealon ist die Coming-of-Age-Geschichte der 18-jährigen Debbie White, die im ländlichen Irland aufgewachsen ist und dort mit ihrer Mutter und ihrem Onkel auf einem Milchbauernhof lebt und nun auf das Trinity College in Dublin geht, um dort Englisch zu studieren. Der Übergang vom Land- zum Stadtleben bringt wenig überraschend Herausforderungen und neue Erfahrungen und Bekanntschaften mit sich. So freundet sie sich mit Xanthe an, deren wohlhabende Erziehung in Süd-Dublin weit entfernt von Debbies Erfahrungen ist. Während Debbie beginnt, sich am College zurechtzufinden, ereignet sich eine Tragödie auf der Milchfarm, wodurch ihr bisheriges Leben auf den Kopf gestellt wird. Das Buch liest sich leicht und flüssig und ist in einen leicht poetischen und humorvollen Schreibstil geschrieben. Die Autorin schafft es gut, die Gedanken und Gefühle von Debbie einzufangen und zu beschreiben, wie es ist, eine junge Frau zu sein, die das Leben neu kennenlernt. Auch ist Debbie ein sehr sympathischer Charakter. Ihre Unschuld und die Fehltritte, die sich macht, wenn sie versucht, aus ihrer ländlichen Hülle herauszukommen, lassen sie zutiefst menschlich erscheinen. Zusammen mit einigen typischen Merkmalen des irischen Lebens ist dies eine schöne, ehrliche Geschichte über das Erwachsenwerden. Neben der Reise der Selbstfindung spricht Nealon auch ernstere Themen wie z. B. psychische Krankheiten, Suizid und Alkoholismus an. Trotz der - oft unbequemen - Thematik verliert der Roman jedoch nichts an seiner Leichtigkeit, allein der subtile Humor trägt dazu bei. Allerdings fühlte sich die Geschichte manchmal etwas unzusammenhängend an und ich hätte mir gewünscht, dass einige Dinge und einige der Themen etwas ausgiebiger behandelt worden wären. So passierten z. B. manche Ereignisse oft wie aus dem Nichts, während andere Handlungspunkte als Schlüsselereignisse angesehen wurden, jedoch später auf diese nicht mehr großartig eingegangen wurde. Auch manche Veränderungen Debbies kamen ziemlich abrupt. Insgesamt ist "Snowflake" von Louise Nealon ein überzeugendes Debüt, das die chaotischen Emotionen und Erfahrungen des frühen Erwachsenenalters gut einfängt. Man folgt Debbie gerne, wie sie ihren Weg findet, lernt sich selbst zu lieben und beginnt ihre eigene Identität zu formen.
Ein weiterer großartiger Roman aus dem mare-Verlag!
von Cellissima - 08.08.2022
Die junge Debbie White wuchs auf einer Milchfarm auf dem irischen Lande auf - mit ihrem Onkel Billy, der auf dem Grundstück in einem Wohnwagen haust und dem Alkohol viel mehr zuspricht, als ihm gut täte, ihrer psychisch kranken Mutter, die sich den ganzen Tag lang im Schlafzimmer einsperrt und Träume niederschreibt, die in ihren Augen Prophezeiungen sind, und deren deutlich jüngerem Liebhaber. Dann beginnt sie, in Dublin zu studieren. Sie pendelt, und so ist sie täglich in beiden Welten und spürt mit aller Deutlichkeit, wie verschieden und unvereinbar diese beiden Welten sind. Die Jahre als Außenseiterin haben ihre Wirkung getan, ihr Selbstwert ist gering, sie kennt die Welt eigentlich gar nicht, und so fällt es Debbie sehr schwer, an der Uni Anschluss zu finden. Dies wird dadurch erschwert, dass sich die Verhältnisse zu Hause immer mehr zuspitzen. Wo gehört Debbie wirklich hin, wo will sie wirklich sein? ****** Snowflake ist ein Buch der leisen Töne, das zutiefst berührt. Der Roman besticht durch seinen poetischen, zarten, bildhaften Stil, der sich absolut genussvoll lesen lässt, sowie die herrlich verschrobenen Figuren, die man sehr ins Herz schließt. Louise Nealon hat ihre Figuren wundervoll gezeichnet, sie werden sehr lebendig, man lebt und fühlt mit ihnen. Auch die mal tiefgründigen, mal schlagfertigen und humorvollen Dialoge sind ein Genuss. Die Figuren sind nicht nur ein wenig seltsam, sondern nahezu alle von ihnen haben mit ernsten Problemen zu kämpfen, die ihr Leben bestimmen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Fehlende Kenntnis seiner Wurzeln, psychische Krankheiten, Alkoholismus, Suizid(-versuche), Tod von Familienmitgliedern, kaum bzw. kein Kontakt zu den Eltern, Minderwertigkeitskomplexe und ähnliche Dinge sind zentrale Themen des Werkes. In diesem Ausmaß hätte ich das nicht erwartet - dennoch habe ich Snowflake sehr gerne gelesen, denn Louise Nealon versteht es hervorragend, einen guten Ausgleich zu finden. Es ist nie so, dass der Leser das Gefühl hat, diesen Stoff nicht mehr zu ertragen, sondern der Stil, der Humor, die Dialoge, die immer perfekt passen, lockern das Ganze immer wieder auf und sorgen dafür, dass der Leser niemals schwermütig wird, sondern im Gegenteil oft lächeln oder gar lachen muss. Wir konnten Debbie über ein Jahr lang beim Erwachsenwerden, bei ihrem Spagat zwischen Dorf und Stadt, Landei und Universität begleiten, auch ihre Familie sehr gut kennenlernen. Das war trotz der ernsten Themen eine große Freude. Trotzdem habe ich das Gefühl, noch nicht alles über Debbie und ihre Familie und enge Freunde wie Xanthe erfahren zu haben, bzw. wäre ich gerne noch länger in Irland geblieben und hätte ich Debbie und die Menschen um sie herum gerne noch länger begleitet. Fest steht, dass Louise Nealon eine junge Autorin ist, deren Namen man sich unbedingt merken sollte, da sie viel Potenzial hat. Ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen und freue mich schon jetzt auf ihren nächsten Roman. Bis dahin sei Snowflake allen ans Herz gelegt!
Überraschend
von ellib - 08.08.2022
Fast hätte ich nach den ersten 50 Seiten aufgegeben.zu sehr schien mir das Klischee [*]Landei trifft auf Großstadtleben[*] bedientAber dann zog mich Snowflake enorm in seinen Bann! Ich wusste oft nicht, ob ich weinen oder lachen sollte Emotional, tiefgründig, aber auch locker und leicht, witzig. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet mit ihren Stärken und Schwächen, ohne aber zu deprimierend und dramatisierend zu sein - ich konnte sie alle verstehen und mochte sie alle sehr. Ihr Miteinander trotz der vielen unterschiedlichen Probleme - bewundernswert und wunderbar. Debbie White stellt sich zwar ihrem neuen Leben in der Großstadt, sie kann sich aber auch ihrer Verantwortung gegenüber ihrer Mutter und ihres Onkels auf der Milchfarm nicht entziehen, zu sehr ist sie mit ihrer eigenen Lebensgeschichte damit verbunden. Eine Geschichte, die zeigt, dass man die eigene Vergangenheit nicht aufgeben muss, um in ein neues Leben zu starten!
Coming of age Story
von Karen - 08.08.2022
Debbie wird auf einer Farm in einem kleinen Ort in Irland groß und nimmt nun ihr Studium in Dublin auf. Dabei begleiten wir sie mit allen Herausforderungen, die ein neuer Leben Auch wenn viel passiert und es um Emotionen geht, hat der Roman eine angenehme, unaufgeregte Erzählweise. In vielem habe ich mich an meine eigene Studienzeit erinnert gefühlt. Und auch wenn Debbie eine eher außergewöhnliche Hintergrundgeschichte hat, finde ich, dass man sich gut wiederfinden kann. Dazugehören wollen, sich selber finden - damit haben wir doch alle zu tun! Die Dorfgemeinschaft, die beste Freundin und der Familienzusammenhalt auf der einen Seite und auf der anderen Seite, die Einsamkeit, dass sich nicht wirklich öffnen und anvertrauen können. Ein Phänomen, dass sicher viele erleben. Und beim Lesen denke ich mir immer wieder: warum machen wir es uns selber unnötig schwer im Leben?
von abookatnight - 08.08.2022
Das Buch war ein bisschen eine Berg-und Talfahrt für mich. Es hatte nämlich nicht unbedingt "viel Handlung" oder einen Spannungsbogen im klassischen Sinn...Viel eher ist die Geschichte auf die einzelnen, wirklich tollen und einzigartigen Figuren und deren Entwicklung fokussiert. Es sind einzelnen aneinander gereite Momente aus dem Leben der Protagonistin, die dann ein großes Ganzes ergeben, zeitlich auch mehr oder weniger direkt nacheinander abspielen. Zentrale Themen sind das Erwachsenwerden, Freundschaften, psychische Gesundheit, Vorurteile, das Dorfleben und auch ein bisschen Veganismus. Dabei ist das Buch sehr direkt und eher unsensibel. Was mir total gut gefallen hat, denn es schwingt häufig auch ein gewisser sarkastisch, ironischer Unterton mit;). Trotz der Tiefe und Melancholie musste ich an einigen Stellen echt grinsen. Die Figuren sind einfach super schlagfertig und die Situation teilweise einfach so relatable. Es gab nur hin und wieder auch Stellen, bei denen ich mich mit niemandem identifizieren konnte, oder die mir einfach nicht so gut gefallen haben. Das war von Kapitel zu Kapitel sehr unterschiedlich. Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch aber sehr, sehr gerne. Man muss mit dem Schreibstil und dem Humor klarkommen, muss wissen, dass es um ernste Themen geht, das dass Buch auch das Thema Tot behandelt. Mich hat es aber zu keinem Zeitpunkt witklich runtergezogen. Eine Stelle könnte auch triggernd für Anorexieerkrankte sein, da einmal genaue kcal Angaben fallen. Wie gesagt, mir als junge Erwachsene hat das Buch sehr gut gefallen, ich hab mich verstanden gefühlt und konnte die Message des Buches in mich aufsaugen.
das Leben ist nicht immer einfach
von Sigrid - 08.08.2022
Wir lernen in diesem Buch die junge Frau Debbie White kennen. Sie lebt auf einer Milchfarm etwas außerhalb von Dublin. Und ich muss sagen, ich habe etwas Zeit gebraucht um mich mit ihr anzufreunden. Die Geschichte wird in der Ich-Erzählung aus Sicht von Debbie erzählt. Dadurch kann man sie eigentlich sehr gut kennenlernen und ihre Gedanken und ihre Motivation hinter ihren Handlungen werden dadurch dem Leser auch direkt klar. Ihre Lebenssituation ist sicher nicht einfach, aber trotzdem hätte ich sie am liebsten manchmal geschüttelt, denn sie kommt mir doch etwas zu naiv rüber. Irgendwie hatte ich das Gefühl, sie informiert sich einfach nicht genug und läuft wie ein kleines Schaf in der Gegend rum. Sie zeigt in meinen Augen nicht genug Selbstinitiative und hofft irgendwie, alles wird sich schon richten. Man kann sie sich sehr gut vorstellen und sie wirkt auch sehr authentisch. Im Laufe des Buches hat sie sich doch weiterentwickelt und sie wurde mir immer sympathischer. Ihre familiäre Situation ist schon sehr extrem und die Personen haben alle einen sehr speziellen Charakter. Sie sind interesssant, keine Frage, sie haben aber alle ihre Probleme und die sind nicht gerade einfach. Und auch die anderen Personen im Buch sind interessante Persönlichkeiten. Man muss sie meist erst etwas besser kennenlernen, ehe man sie versteht und sympathisch findet. Ich fand die beschriebenen Ereignisse sehr interessant und man erkennt im Laufe des Buches die Zusammenhänge. Das Leben wird hier sicher nicht als einfach dargestellt, die Protagonisten haben keinen einfachen Alltag. Man erfährt viel über die Lebensart der Leute und die Unterschiede zwischen Land- und Stadtleben könnten nicht größer sein. Es geht manchmal etwas chaotisch zu, aber mir haben die Entwicklungen im Buch gut gefallen. Es waren jedenfalls sehr menschliche Problematiken, die hier aufgezeigt werden. Der Text lässt sich gut und flüssig lesen. Und man kann sich beim Lesen gut einfühlen. Ich war jedenfalls mit den Entwicklungen zufrieden und konnte das Ende gut annehmen. Es hat mich mit einem guten Gefühl zurückgelassen. Es ist eine interessante und im Endeffekt positiv gestimmte Geschichte für abwechslungsreiche Lesestunden.
Zum Dahinschmelzen und auch ein bisschen ver-rückt
von liesmal - 07.08.2022
Debbie ist ein junges Mädchen, das mit ihrer Familie in einem kleinen irischen Dorf auf einer Milchfarm lebt. Genauer gesagt, gehören zur Familie nur ihre Mutter Maeve und deren Bruder Billy, Debbies Onkel. Die Kühe werden noch mit der Hand gemolken. Bei Maeve habe ich schnell das Gefühl, sie lebt in einer Scheinwelt und nur für ihre Träume, die sie alle aufschreibt. Auch Billy scheint ein Sonderling zu ein. Er lebt in seinem Wohnwagen auf dem Hof, trinkt gern mal einen Schluck und liebt die griechische Mythologie. Vor allem, wenn er mit Debbie in den Sternenhimmel schaut und sie sich gegenseitig Geschichten erzählen, komme ich mir vor, als wäre die Zeit stehen geblieben. Louise Nealon ist mit ihrem Romandebüt "Snowflake" ein großartiges Werk gelungen. Sehr einfühlsam beschreibt sie die Welt, in der Debbie lebt, mit all ihren Schönheiten, aber auch mit vielen Problemen. Erst zwischen den Zeilen und in kleinen Schritten entdecke ich die Liebe und den Zusammenhalt, den die Familie und gerade auch Billy bereit ist zu geben. Auch wenn Debbie, mit Selbstzweifeln und Ängsten belegt, ein Studium in Dublin beginnt, in Xanthe eine wunderbare Freundin findet, so habe ich die Zeit und das Leben in ihrem Zuhause mit all seinen Entwicklungen doch am meisten genossen. Das qualitativ hochwertige Buch aus dem Verlag mare ist sehr empfehlenswert!
Generation Snowflake, Debby kämpft sich durch, stark und rührend zugleich!
von Indi801 - 07.08.2022
Mir haben schon die ersten Zeilen sehr gefallen und oft an die Kämpfe und Unsicherheiten in jungen Jahren erinnert. Dieser Roman über die heutige Generation nun zeigt auf, dass es in der heutigen schnellebigen und sehr dichten Zeit als wohlbehüteten, jungen Menschen trotz Wohlstand um ganz andere Probleme und Ängste geht, und sie sich oft schwer tun ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. In einem sehr lebhaften, echten und wundervollen Schreibstil führt die Autorin uns beim Lesen sofort in die Welt von Deborah als kleines Mädchen, und zwar in den Wohnwagen ihres kautzigen Lieblingsonkels Billy, der dort wohnt. Sie soll ihm Wünsche, also Wunschblumen mitbringen, was sie als kleines Mädchen auch immer macht. Wünsche hat ihr Onkel auch für sie, nämlich daß sie eines Tages in Dublin studieren wird. Jahre später ist es soweit, Debby schafft es tatsächlich aufs College, und nun beginnt erst richtig der Kampf, doch Debby boxt sich durch. Denn Debby kommt aus einfachsten, ländlichen und schwierigen Verhältnissen, und in Dublin prallt sie auf eine komplett andere Welt. Stylische, gut begüterte und hippe Kommilitonen, Großstadtehabe. Derweil spitzt sich die Lage daheim immer mehr zu, Alkohol und eine psychisch mehr als labile Mutter machen es nicht leichter. Doch Debby ist tapfer und kämpferisch, jedoch werden ihre quälenden Selbstzweifel und Ängste, zu versagen und physisch nicht gesund zu sein, immer größer. Wird sie es schaffen? Darum geht es in dem Buch, und man darf sehr gespannt sein, wie sie ihren weiteren Lebensweg incl. der Steine, die ihr noch auf diesem im Weg liegen werden, bewältigt und um ihr Glück kämpfen und bei sich selbst ankommen wird. Nur soviel darf verraten werden, daß sie irgendwann drauf kommt, wie stark, autentisch, gut und psychisch stabil sie doch ist; viel mehr sogar als die von ihr bewunderten,aus besserem Hause stammenden Kommilitonen, die ihrerseits auch ihre Ängste und Problem nur hinter diesen hippen Fassaden verstecken. Die Geschichte um Debby ist originell, oft tragisch komisch, traurig und trotzdem wieder fröhlich rührend zugleich. Und kämpferisch allemal. Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist jung und frisch, das Mädchen kann man sofort ins Herz schließen. Das Buch ist nicht einfach so zum Dahinlesen, manchmal muss man doch schlucken und sich wundern, oft geht es der Geschichte geschuldet chaotisch zu, doch junge Menschen in der Entwicklung SIND chaotisch, heutzutage mehr denn je.
Problematische Familienverhältnisse
von begine - 02.08.2022
"Snowflake" von der irischen Schriftstellerin Louise Nealon zeigt die Probleme eines jungen Mädchens von Land. Debbie Whites Familie hat eine Rinderfarm. Sie wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihre Mutter ist eigenartig, sie schreibt ihr Träume auf. Als Debbie zum Studium nach Dublin geht, leidet sie an minderwärtigkeitsgefühlen. So geht es wohl vielen Jugendlichen, die vom Land kommen. Der Roman konnte mich leider nicht richtig erreichen. Ich weiß nicht warum sie so viele Probleme hat. So fällt mir eine Rezension schwer. Das Cover hatte mich angesprochen und der Titel auch, aber dann konnte ich die Geschichte nicht nachvollziehen. Der Roman wurde von Anna-Nina Kroll ins Deutsche übertragen, die schon andere irische Schriftstellerinnen wie Anna Burns mit der Milchmann übersetzt hatte. Es ist ein Roman, den man lesen kann.
Zwischen Bauernhof und Uni den eigenen Weg finden
von yellowdog - 26.07.2022
Debbie wächst auf einem Bauernhof in Irland mit ihrer Mutter Maeve und dem Onkel Billy auf. Als sie in Dublin aufs College geht, verändert sich ihr Leben. Louise Nealon schreibt nicht schlecht, beackert jedoch ein schon oft verwendetes Genre. Der Plot folgt den Coming-of-Age-Genre-Regeln. Als Leser ist man dicht bei Debbie und ihren Gedanken und Emotionen. Neben den neuen Erfahrungen am College beschäftigt Debbie ihre Mutter, die möglicherweise eine bipolare Störung hat. Maeve hat zeitweiise selbstzerstörrerische Tendenzen und auch ihr Bruder Billy macht eine Selbstmordversuch. Keine leichte Situation für Debbie in der Familie. Die irische Autorin Louise Nealon wird mit ihrem Debüt gerne mit einer anderen, sehr bekannten irischen Autorin verglichen, aber mir leuchtet nicht ein warum. Sie haben ganz verschiedene Stile. Louise Nealon schreibt mitfühlend. Ich mag besonders die Kleinigkeiten in den Beschreibungen. Snowflake ist kein besonders spannendes oder dramatisches Buch, die Gefühle der Hauptfigur stehen im Mittelpunkt.
Liebenswerte großartige Charaktere die richtig menscheln
von Blubie - 25.07.2022
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes, nicht weil der Plot so extra originell ist, oder die Protagonisten wundersame großartige Abenteuer erleben... es ist so besonders, weil es so normal ist. Und diese Normalität liegt vor allem am grandiosen Schreibstil von Louise Nealon. Unaufgeregt, alltäglich, so wie Du und ich, keine monströsen poetischen Schilderungen, aber doch so, dass man sich angesprochen fühlt. Sie bemüht Metaphern, die man kennt, die man nachvollziehen kann und die wunderbar passen. Debbie ist 18, sie beginnt an der Uni in Dublin zu studieren, kommt allerdings von einem Milchbauernhof in Kildare, wo sie zusammen mit ihrem Onkel Billy, ihrer seltsam entrückten Mutter Maeve und deren viel jüngeren Lebensgefährten lebt. Etwas hinterwäldlerisch kommt alles daher, die Ortschaft so klein, dass es nur einen Pub gibt, in dem allerdings alljährlich 12-Pubs gespielt wird: die Gäste trinken ein Pint laufen danach einmal um den Pub und betreten ihn wieder als wären sie zum ersten Mal hier - wer es zwölf Mal schafft ist Sieger. Debbie fühlt sich nicht zugehörig in Dublin, allein und als Sonderling. Nach und nach erfahren wir warum das so ist und dass eigentlich gar nichts so ist wie es scheint. Mit viel Humor und Liebe zum Detail und zu Irland schildert die Autorin die Entwicklung Debbies, es menschelt in diesem Buch ganz ungemein und genau das bringt enorm viel Spaß beim Lesen. Ein Debütroman, der sich absolut sehen lassen kann und ganz toll übersetzt von Anna-Nina Kroll.
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