Das Kind in dem Buch Ich mag Physik stellt die wirklich wichtigen Fragen des Lebens. Zum Beispiel: Warum ist der Himmel nachts so dunkel, obwohl das Weltall voller Sterne ist? Wie viel Kraft brauche ich, um ein Kind in den Weltraum zu katapultieren? Und bekommt darauf die beruhigende Antwort: Diese Fragen und noch viele mehr! lassen sich alle beantworten. Alles, was es dazu braucht, ist ein bisschen Wissen über Physik.
Das Buch ist dabei in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil werden die Fragen des Kindes mit wenig Text und schönen Illustrationen dargestellt. Die Illustrationen wirken leicht und spontan, beinahe skizzenhaft, und geben den Gedankenspielen der Hauptfigur viel Raum. Im zweiten Teil werden die Fragen anhand eines Physikhefts gut nachvollziehbar und mit anschaulichen Skizzen beantwortet. Dabei wird Physik nicht als trockenes Schulfach präsentiert, sondern als neugieriger Blick auf die Welt.
Mir gefällt besonders gut, wie das Kind die Welt um sich herum als ein Geflecht aus spannenden Rätseln betrachtet. Alltägliche Phänomene wie Schwerkraft, Auftrieb oder Schall werden plötzlich zu kleinen Wundern, über die es sich nachzudenken lohnt. Physikalische Fragen werden als die natürliche Fortsetzung kindlicher Entdeckerlust dargestellt, die sie ja tatsächlich sind. Denn schon Babys beginnen, die Schwerkraft zu entdecken, indem sie Dinge auf den Boden werfen, und mit jedem Alter kommen neue Fragen und Experimente hinzu.
Ein Buch, das vor allem Vorschul- und Schulkinder begeistern wird!