Kurzweiliges und tierisch starkes Vorleseabenteuer ab 5 Jahren
Im zweiten Band der Buchreihe erwarten Nelly und ihr Terrier Düse aufgeregt Besuch aus Frankreich, denn eine Austauschschülerin namens Elisa soll Nellys Halbschwester Sophie besuchen. Nelly will es dem Gast so gemütlich wie möglich machen. Ihr Nachbar Max macht sie darauf aufmerksam, dass Franzosen Frösche essen. Sofort ist Nelly gewillt, für Elisa einen Frosch zu besorgen, den diese dann aufs Butterbrot legen kann.Vor dem Haus treffen sie auf ihre Nachbarn Elmar und Berta, die sich gerade Wachteln gekauft haben. Natürlich wollen Nelly, Düse und Max zuschauen, wie die kleinen Hühnchen einziehen, und werden Zeugen einer Mobbingattacke unter den Wachteln, deren Opfer das weisse Hühnchen Perlfee ist. Elmar muss das Wachtelhaus umbauen, damit Perlfee ein eigenes Zuhause hat. So lange soll Max auf sie aufpassen. Also ziehen sie zu viert los auf Froschsuche.An einem Teich finden sie Dicki, ein träger Frosch voller Knubbel. Perlfee sorgt mit einem Fluchtversuch für Furore. Wider daheim erklärt Elmar, Dicki sei eine Kröte und kein Frosch. Aber Leute in Frankreich essen doch auch gerne Schnecken? Also ziehen sie erneut los und fangen zwei Schnecken, denen sie Namen geben. Inzwischen ist Elisa angekommen. Sie ist sehr freundlich und Nelly und Max mögen sie, obwohl sie finden, dass es gemein ist, wenn Elisa ihre neuen Schneckenfreunde essen will. Nelly und Max beschliessen zudem, Elisa zu bitten, bei Nellys Halbschwester Sophie darauf zu achten, ob diese pupst oder nicht. Max und Nelly haben nämlich das Geheimnis darum, ob Sophie jemals pupst, immer noch nicht gelöst. Sie schlagen "furzen" auf französisch nach, und stellen fest, dass "furzen" heisst wie Max' Vater: Peter! Geschrieben "péter". Allerlei Furzwitze folgen :) Als sie Elisa alleine erwischen, teilen sie ihr den Plan mit dem Pupsen mit und natürlich sind da wieder einige lustige Sätze zu lesen.Da Nelly und Max sich mit ihren beiden Schnecken Sonni und Ringel schon sehr angefreundet haben, beschliessen sie, lieber zwei andere Schnecken zu fangen, die sie noch nicht kennen. Das fällt ihnen sicher leichter, wenn Elisa unbekannte Schnecken isst, statt Sonni und Ringel. Doch auf dem Weg aus dem Haus werden sie aufgehalten und Elisa entdeckt die Schnecken! Nelly und Max denken, es ist alles aus, doch natürlich stellt sich heraus, dass Elisa die Schnecken und Dicki, die Kröten, nicht essen will. So können Nelly und Max die Schnecken und die Kröte wieder in die Freiheit entlassen - phu!Und endlich ist auch der Wachtelstall fertig und Wachteldame Perlfee kann einziehen. Ende gut, alles gut. Nur, ob Sophie wirklich nie pupst, wissen wir immer noch nicht. Aber das ist ein Langzeiträtsel und wird vielleicht in Band 3 geklärt ...****************************************Meine Meinung:Ich und meine Tochter (gerade 5 Jahre) hatten auch an diesem Band viel Spass. Besonders die Stelle mit den Pupswitzen und dem französischen "péter" hat uns zum Lachen gebracht. Wir mögen auch alle Charaktere, besonders Düse, weil er immer "Leberwurst" versteht. Im Gegensatz zu Band 1 gibt es hier nicht einen "Gegner von aussen", sondern es geht darum, wie verschiedene Interessen manchmal in Konflikt geraten und wie man gut zusammenleben kann. Die Thematik mit den Tieren ist für Kinder toll - auch dass man einiges lernt, zum Beispiel, was Wachteln sind und was der Unterschied zwischen Fröschen und Kröten ist.Die Illustrationen sind wie schon in Band 1 gelungen und mindestens auf jeder 3. Seite ist eine zu finden. Wir haben den Band jedenfalls in wenigen Tagen durchgelesen und empfehlen ihn jederzeit weiter - vor allem an Hundefreunde und Pupswitzefans, wie wir welche sind.Als Erstlesebuch ab 7 ist das Buch sicher auch geeignet. Die Sätze sind kurz und Ausflüge in Fremdsprachen halten sich in Grenzen und werden in Fussnoten erläutert.