nette Idee für die Allerkleinsten, leider sind die Leuchtdioden zu grell
"Die leuchtende Weihnachtsüberraschung" von Sam Taplin ist ein stabil gestaltetes Pappbilderbuch, das sich vor allem an sehr kleine Kinder richtet. Meiner Meinung nach ist es bereits ab etwa 9 Monaten gut geeignet.Das Buch besteht aus fünf Doppelseiten. Auf der rechten Seite scheinen LEDs durch eine zunehmende Anzahl an Ausstanzungen, was grundsätzlich eine sehr schöne und weihnachtliche Idee ist. Allerdings empfand ich die LEDs leider als sehr grell - besonders im Halbdunkel blenden sie deutlich, was für ein eigentlich ruhiges Vorlese- oder Einschlafritual etwas störend sein kann.Ein nettes zusätzliches Detail sind zusätzlich ausgestanzte und ebenfalls mit bedruckter Pappehinterlegte Elemente, die zum Fühlen und einladen. Gerade für Kleinkinder ist das haptisch ansprechend und macht das Buch auch unabhängig vom Licht zu einem kleinen Erlebnis.Die Geschichte selbst ist sehr kurz und einfach gehalten, was gut zur Zielgruppe passt. Erzählt wird eine kleine Weihnachtsgeschichte über Freundschaft, mit der klaren Botschaft, dass Freunde Trost spenden können, wenn man traurig ist. Inhaltlich ist das nichts Neues, aber warmherzig und altersgerecht umgesetzt.Positiv hervorheben möchte ich auch ein praktisches Detail: Die LEDs schalten sich nach fünf Minuten automatisch aus. Das schont die Batterie, falls man vergisst, den Schalter auf der Rückseite wieder auszuschalten - eine durchdachte Lösung.Insgesamt ist "Die leuchtende Weihnachtsüberraschung" ein hübsches erstes Weihnachtsbuch mit einer tollen Grundidee, haptischen Elementen und einer liebevollen Botschaft. Wer jedoch empfindlich auf grelles Licht reagiert oder das Buch im Halbdunkel anschauen möchte, sollte die LED-Funktion kritisch betrachten.