Seit bald 300 Jahren gehört die kleine Kirche St. Johann Nepomuk, die Asamkirche , zu den Hauptwerken des deutschen Spätbarock und den schönsten Sehenswürdigkeiten Münchens. Dem wird die Forschungslage nicht gerecht, so dass diese umfassende Untersuchung Neues und Überraschendes aufzeigen kann.
Von 1733 bis 1746 erbaute der Stuckateur, Bildhauer, Maler und Baumeister Egid Quirin Asam (1692 1750) die kleine, äußerst extravagante Kirche St. Johann Nepomuk im Herzen der Münchner Altstadt, direkt neben seiner Wohn- und Arbeitsstätte, dem Asamhaus . Sein noch berühmterer Bruder Cosmas Damian schuf 1735 das monumentale Deckenfresko und dies alles als Privatinitiative mit eigener Familiengruft und einer Hausfassade als kunsttheoretischem Schaubild. Denn die Brüder waren nicht nur bedeutende Künstler, sondern auch hellwache Intellektuelle. So gibt es in der Kunst der Vormoderne wohl kein zweites Spitzenwerk, das die Absichten und Denkweisen seines Schöpfers so vollständig umsetzt wie das Ensemble in der Sendlinger Straße. Auch nach fast 300 Jahren schlägt es die Besucherinnen und Besucher mit seiner Prachtentfaltung im mystischen Halbdunkel noch immer in seinen Bann ein totales Kunstwerk eben.
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