Wenn man die Weltlage ansieht, könnte man verzweifeln. Und dann kommen unsere eigenen Probleme und Sorgen noch hinzu. Wie kann man bei all diesen Herausforderungen den Kopf oben behalten?
Tilmann Haberer hat selbst so einiges erlebt, was ihn vor große Herausforderungen gestellt hat. Das ist eine gute Basis, um ein Buch über Zuversicht zu schreiben.
Ich fühle mich sofort abgeholt, er schreibt verständlich und wie ein guter Freund, der Mut machen möchte.
Das Buch ist in 8 Kapitel gegliedert.
Der Beginn des Buches, indem er die Zuversicht erklärt und auseinandernimmt, hat für mich schon Aha-Momente bereitgehalten. Zuversicht ist eine Form von Vertrauen. Zur Zuversicht gehört Hoffnung, und natürlich auch der Optimismus.
Und dann gesellt sich oft die Zukunftsangst dazu, die uns wohl alle schon befallen hat. Aber: was ist das? Ist es nicht oftmals keine Angst, sondern Befürchtung vor dem, was kommen KÖNNTE?
In dieser Art und Weise begibt sich der Leser auf eine zum Teil psychologische Reise. Was machen diese Lebenseinstellungen und Gefühle mit mir? Kann ich sie beeinflussen? Wenn ja, wie?
Immer wieder fügt er kleine Experimente ein, die leicht durchzuführen und hilfreich sind.
Ich stelle fest: ich bin nicht allein mit meinen Zukunftssorgen, mit meinen Ängsten. Und ich kann etwas dagegen tun. Ich kann aus meiner Opferrolle herausfinden, auch ohne dass ich meinen Schmerz verleugne. Auch da gibt Tilmann Haberer praktische und nützliche Hilfen.
Und er klärt auf über die Art und Weise des Journalismus, die uns täglich in den Nachrichten begegnet das Negative ist schlicht besser zu verkaufen. Aber entspricht das der Realität?
Was kann ich tun, um der Negativspirale entgegenzutreten? Wie kann ich meinen Blick auf das Positive lenken, dass z.B. in Nachrichten kaum noch vorkommt? Auch da gibt er hilfreiche Tipps.
Und was kann ICH tun, im ganz kleinen?
Für mich persönlich Mut machend sind 2 Sätze bzw. Zitate im Epilog:
Man kann mir alles nehmen, aber nichts und niemand kann mich von der Liebe Gottes trennen. Und ich habe eine Zukunft über den Tod hinaus
Mag sein, dass er jüngste Tag morgen ist, dann wollen wir gerne die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht. Dietrich Bonhoeffer
Von mir bekommt das Buch eine volle Empfehlung!