ALLES, WOVOR ICH ANGST HABE, IST SCHON PASSIERTWencke MühleisenET: 25.03.25"Wenn Veränderung Verlassen bedeutet, dann bedeutet Veränderung auch Verlassenwerden." (S. 217)<p data-end="620" data-start="339">Mit fast 70 Jahren wird die Protagonistin von ihrem Mann verlassen - ein Schock, der tief sitzt. Nach einer Phase der Starre wächst jedoch in ihr der Wunsch, wieder ins Leben zurückzufinden. Doch wie - und vor allem wo - findet man in diesem Alter noch einen verlässlichen Partner?<p data-end="1139" data-start="622">Die Realität ist ernüchternd: Die meisten Männer in ihrem Umfeld sind verheiratet, und die Pandemie verstärkt ihre Isolation zusätzlich. Schließlich versucht sie ihr Glück auf einem Datingportal. Doch auch dort wird sie enttäuscht: Männer in ihrem Alter suchen meist deutlich jüngere Frauen, während ihre eigenen Matches nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Mit zartem Humor beschreibt sie ihre Begegnungen und Gedanken - vom Schmerbauch bis hin zu unerwünschten Einblicken, die sie lieber vermeiden würde.<p data-end="1240" data-start="1141">Ob es der Protagonistin gelingt, ihr Glück neu zu finden, sollte man am besten selbst herausfinden.<p data-end="1579" data-start="1242">Wencke Mühleisen ist hier ein sehr authentischer und literarisch überzeugender Roman gelungen. Einige Stellen haben mich zum Schmunzeln gebracht, andere wiederum sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte zwar schonungslos realistisch ist, am Ende aber auch Hoffnung und Mut vermittelt.<p data-end="1693" data-start="1581">Fazit:<br data-start="1591" data-end="1594">Ein sehr gutes Buch, das ich gerne weiterempfehle - besonders für eine reifere Leserschaft.<br data-start="1685" data-end="1688">4/5