VOM HIMMEL DURCH DIE WELT ZUR HÖLLE - DIE RÄTSELHAFTE BILDERWELT GOYAS Francisco Goya (1746 - 1828) hat sich als einer der letzten großen Hofkünstler einen Namen gemacht und gilt als der erste Wegbereiter der Moderne. Er ist sowohl Maler eindrücklicher Porträts als auch Erfinder rätselhafter persönlicher Bildwelten, er ist ein Beobachter von Vernunft und Unvernunft, von Träumen und Albträumen. Gerade in dieser unauflösbaren Widersprüchlichkeit liegt die magische Faszination von Goyas Kunst. In seinem prächtig ausgestatteten Buch zeichnet Werner Hofmann Leben und Werk des spanischen Malers in einem grandiosen Bogen nach.
Goyas Schaffensprozess umfasst den Zeitraum vom Rokoko bis zur Romantik. Doch mit seiner eigenwilligen Bildwelt wendet er sich in vielerlei Hinsicht von etablierten Konventionen ab und beschreitet neue Wege. Folgt man den hellsichtigen Visionen des Malers, so erfüllen Phantastisches und Irrationales die Welt. Goya zeigt die Abgründe seiner von Krieg und Grausamkeit geprägten Zeit in ihrer teuflischen Schönheit auf und steigert sie formal. In diesem rationalen Gestaltungsakt einer absurden Welt liegt die unerhörte und verstörende Modernität seiner Schöpfungen. Werner Hofmanns Band, der sich als Klassiker etabliert hat, bringt Goyas malerisches und graphisches Werk in brillanten Abbildungen umfassend zur Geltung und führt vor Augen, wie Goya zum großen Neuerer der Kunst um 1800 wurde.
- Einmalige Sonderausgabe 36, -
- Mit 277 Abbildungen im Text, davon 253 in Farbe
Inhaltsverzeichnis
Prolog: Goya und Goethe
'Das Wechselspiel der Gegensä tze verschö nert, ja erhä lt die Welt'
Glorie und Leiden des Glaubens
Die spanischen Wurzeln von Goyas Mehrsinnigkeit
Abstü rze, Umstü rze, Auflö sungen
Eine kurze Idylle: Sanlú car
Die Krankheit der Vernunft
Im Vorfeld der Caprichos : Maskeraden und Dä monenbeschwö rungen
Die Caprichos
Eine negative Idealitä t
Der Traum des Kü nstlers
Die Krankheit der Vernunft
Der Zeitzeuge
Zwei Kirchen in einer: San Antonio de la Florida
Die franzö sischen J ahre
Die Schrecken des Krieges
Ein erstes Selbstgesprä ch: die Schwarzen Gemä lde
Die Disparates
Goya spricht mit sich selbst: Immer noch lerne ich
Die Selbstbildnisse
Lux ex Tenebris
Unauflö sliche Bande
Sterben ist besser
Epilog: Der Kü nstler heilt, indem er bewuß tmacht
Anhang
Dank und Widmung
Lebensdaten
Anmerkungen
Bibliographie
Abbildungsnachweis
Register