Als Einstieg in das Genre sicherlich gut, ansonsten aber vorhersehbar, wenig neue Ideen und nicht ganz greifbare Figuren
Die Idee des Buches ist nicht schlecht, für mich hat es an der Umsetzung gehapert. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht zu alt bin und die Zielgruppe eher junge Jugendliche sind, die gerade ins Genre einsteigen und ich deshalb das Gefühl hatte, jede Wendung vorherzusehen... Das Tempo der Handlung ist tatsächlich total in Ordnung, die düstere, geheimnisvolle Stimmung kommt leider nicht ganz rüber. Renie ist eine aufgeweckte 18 Jährige, die ihren Charme hat, irgendwie wurde ich aber nicht ganz warm mit ihr, was vielleicht an der schnellen Liebesstory lag, die sehr oberflächlich wirkte. Das führte dazu, dass ich ihre Gedanken zu Edmond nicht ganz verstand. Genauso wenig wie Edmonds Gefühle - er ist schließlich ein 400 Jahre alter Vampir, der sich ohne ersichtlichen Grund in eine gerade als offiziell erwachsen geltende Frau verliebt (für mich etwas suspekt). Ansonsten bleiben die anderen Vampire auch recht ungreifbar, die beiden Spender-Freunde von Renie sind jedoch ganz lustig. Alles in allem klärt Renie das "Geheimnis" um ihre Schwester sehr schnell auf, als Leser kann man es schnell gut erahnen. Insgesamt hat mich das Buch leider nicht überzeugt, die Handlung ist etwas platt, die Liebesgeschichte nimmt Raum weg für coole düstere Vampir-Stimmung.