Meine erste Krimientdeckung in diesem Jahr! Absolut lesenswert.
Zum Start des Krimis lernt man recht schnell die Protagonisten rund um die Ermittler Baptista und Ria kennen. Aus meiner Sicht sind es auch die Personen, die in der Ermittlung wichtige Rollen einnehmen, die diesen Krimi besonders machen. Hier wären zum einen Baptista und Ria, die in ihrer Grundhaltung unterschiedlich sind. Baptista ist gerade zu Beginn etwas störrisch und wortkarg, während Ria sich aktiv in die Ermittlungen einbringt, obwohl sie aktuell nur einen Bürojob im Polizeirevier hat. Aber auch die anderen Beamten und Mitarbeiterinnen, u.a. der Rechtsmedizin und Spurensicherung, werden von Mariana da Silva detailliert beschrieben und es wurden hier interessante Charaktere entwickelt.Neben dem Aspekt der Charaktere schafft Mariana da Silva einen Erzählstil, bei dem man gerne weiterliest und der immer wieder um detaillierte Beschreibungen der Landschaft Portugals und der Jahreszeit ergänzt wird. Mit dem Lesen des Krimis macht man somit auch einen kleinen Urlaub in Portugal.Besonders an der Ermittlung ist, dass Baptista zu Beginn schon sehr festgelegt ist, wer der mögliche Täter sein kann. Hier gibt es immer wieder interessante Dialoge zwischen Baptista und Ria, die dies anders sieht. Doch schon recht bald zeigt sich, dass der Fall nicht so klar ist, wie am Anfang angenommen. So kommt es während der Handlung auch immer wieder zu interessanten, unerwarteten und spannenden Wendungen. Diese führen auch dazu, dass man gerne weiterliest und dabei auch das eine oder andere Mal schmunzeln muss - gerade auch bei der Entwicklung der Beziehung zwischen Baptista und Ria.Für mich war "Südlich von Porto wartet die Schuld" meine erste Krimientdeckung in diesem Jahr. Insofern hoffe ich das es noch weitere Bände rund um Baptista und Ria geben wird.