Warmherzige Romance über Liebe, Verlust und zweite Chancen ¿ emotional, einfühlsam und angenehm zu lesen.
Alle lieben Nathan - alle außer Avery. Als sich ihr Traum erfüllt und Avery zum Head-Coach der Highschool ernannt wird, fühlt sie sich wie im Glück. Doch ihre Freude wird getrübt, als Nathan, ihre frühere große Liebe, nach einer erfolgreichen Baseball-Karriere nach Honey Creek zurückkehrt und fortan die Leitung des Baseball-Teams mit ihr teilt. Avery ist stinksauer und versucht, Abstand zu halten. Doch plötzlich läuft alles ganz anders als geplant, und Avery kommt Nathan näher als je zuvor.Brittainy Cherry versteht es wie keine andere, emotionale und mitreißende Texte zu schreiben - das hat sie mit "Was wir verloren glaubten" eindrucksvoll bewiesen. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Avery und Nathan erzählt, wodurch man beide Seiten der Beziehung hautnah miterlebt. So fällt es leicht, die Gefühle und Entscheidungen der Protagonisten zu verstehen und nachzuempfinden. Mir gefällt, dass Baseball das zentrale Thema des Buches bildet und sich in Symbolik, Konflikten und den Entscheidungen der Figuren wiederfindet.Neben der Liebesgeschichte werden belastende Themen wie Depressionen, Verlustängste, Diskriminierung und Bindungsängste behandelt. Die Autorin geht behutsam und sachlich damit um, sodass man die Gefühle der Figuren auch dann nachvollziehen kann, wenn man selbst keinen direkten Bezug zu diesen Themen hat. Nathan fällt dabei als Figur besonders positiv auf: unglaublich einfühlsam und loyal. Er unterstützt Avery, selbst als sie ihm zunächst die kalte Schulter zeigt.Dennoch bleibt die Spannung nicht durchgehend hoch. Die Handlung zieht sich an manchen Stellen und ist leider auch etwas vorhersehbar. Trotzdem ist es ein schönes Buch für Zwischendurch - warm, gefühlvoll und angenehm zu lesen.