Ein gelungener Abschluss mit emotionalen Momenten und einem starken Finale, für mich wieder etwas schwächer als Band 2.
Kurz zum InhaltEvangeline scheint endlich ihr Happy End gefunden zu haben: Sie ist mit einem Prinzen verheiratet und lebt in einem märchenhaften Schloss. Doch sie hat keine Erinnerung daran, welchen Preis sie dafür zahlen musste. Während ihr Ehemann Apollo alles daran setzt, die Wahrheit vor ihr zu verbergen und Jacks zu töten.Meine EindrückeNach dem großartigen zweiten Band waren meine Erwartungen an A Curse for True Love natürlich sehr hoch. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es für mich eher wieder auf dem Niveau des ersten Bandes liegt und nicht ganz an The Ballad of Never After herankommt.Es war sehr erfrischend, dass die Geschichte diesmal aus drei Perspektiven erzählt wird: Nicht nur Evangelines Sicht zu erleben, sondern auch mehr Zeit in den Köpfen von Apollo und Jacks zu verbringen. Dadurch konnte ich einige ihrer Entscheidungen und Gefühle deutlich besser nachvollziehen. Chaos Gedanken hätten mich aber auch sehr interessiert¿.Evangelines Situation fand ich dabei besonders tragisch. Durch ihren Gedächtnisverlust fühlt es sich an, als hätte jemand einen Reset-Knopf gedrückt. Sie weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann, und gleichzeitig hat sie ständig das Gefühl, jemandem etwas Wichtiges sagen zu müssen, ohne zu wissen, wem oder was überhaupt. Das war stellenweise wirklich bedrückend zu lesen.Apollo hat mich in diesem Band wahrscheinlich am meisten überrascht. Seit dem ersten Teil wusste ich nie so recht, was ich von ihm halten soll. Doch wie grausam und brutal er hier teilweise wird, habe ich in dieser Form nicht erwartet.Außerdem war es für mich tatsächlich mal wieder schön, ein Fantasybuch zu lesen, das ohne Spice auskommt und trotzdem von den Beziehungen und Emotionen seiner Figuren lebt.Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings, dass Jacks insgesamt weniger präsent war, als ich gehofft hatte. Gerade weil er einer meiner Lieblingscharaktere der Reihe ist, hätte ich gerne noch mehr Szenen mit ihm gehabt.Das Ende selbst war dann noch einmal richtig intensiv. Brutal, emotional und voller Spannung. Es kam für meinen Geschmack vielleicht etwas abrupt, hat mir insgesamt aber trotzdem gut gefallen, da es sehr schlüssig ist.Ganz ohne offene Fragen endet die Reihe allerdings nicht. Ich hätte zum Beispiel gerne erfahren, was genau aus Lala wird. Bekommt sie ihr Happy End? Auch Luc spielt nur noch eine sehr kleine Rolle, von Marisol hört man praktisch gar nichts mehr. Und die wohl wichtigste Frage: Was hat es denn nun eigentlich mit den Äpfeln auf sich? Ich hatte es fast befürchtet, aber leider wurde auch das nicht beantwortet.Trotz dieser offenen Punkte ist A Curse for True Love für mich ein gelungener Abschluss der Trilogie. Da mir Band 2 aber insgesamt besser gefallen hat und ich Jacks etwas vermisst habe, vergebe ich 4 von 5 Sternen.