¿A thousand Heartbeats von Kiera Cass¿Ich habe damals die Selection-Buchreihe von Kiera Cass geliebt, sodass ich den Wunsch hatte, mehr von ihr zu lesen. Diese Geschichte war das erste Buch von ihr seit langer Zeit. Lennox und Annika haben einen mit ihrer Geschichte auf Trab gehalten, auch wenn mich die Geschichte nicht so überzeugen konnte, wie ich gehofft hatte!¿Die Gestaltung des Covers ist sehr sanft und weckt die Aufmerksamkeit des Lesers, auch wenn es kein außergewöhnliches Cover ist. Aber es passt zu Annika und zeigt einem schon einen Teil der Geschichte. Der Schreibstil von Kiera Cass ist allgemein angenehm zu lesen und gibt einem einen greifbaren Einblick in Lennox' und Annikas Perspektive. Die Emotionen hätten allerdings stärker sein können. Mir hat die Intensität in ihren Worten gefehlt.Annika war mir direkt sympathisch. Sie ist eine bewundernswerte junge Frau, die weiß, was ihre Pflichten sind und zu 100% hinter ihrem Volk steht. Annika lässt sich nicht kleinkriegen, steht für sich selber ein und ist unglaublich mutig und tough. Sie bietet Nickolas die Stirn und auch sonst jedem, der sie untergraben will. Sie hat ein riesengroßes Herz und ist so selbstlos, eine geborene Königin für ihr Königreich.Lennox ist ein geborener Krieger, mutiger Mann und unglaublich stark. Er steht ebenfalls für seine Leute ein und versucht, das richtige zu tun. Er baut sich seinen eigenen inneren Kreis auf und ist seinem Volk zu 100% loyal gegenüber. Lennox hat viele Dinge getan, die er bereut, aber er hat daraus gelernt und sich weiterentwickelt. Hinter seiner skrupellosen Fassade steckt auch ein Herz und eine Verletzlichkeit.Von den Nebencharakteren habe ich definitiv Escalus, Noemi und Inigo am meisten ins Herz geschlossen. Noemi war so wundervoll warmherzig und eine gute Freundin für Annika, während Esaclus immer hinter Annika stand. Nur eine einzige Tat kann ich ihm nicht so leicht vergeben. Ich war etwas enttäuscht, dass er Annika an einer Stelle einfach stehen gelassen hat. Inigo war ein unglaublich guter Freund für Lennox. Er war stets loyal, intelligent und immer da. Aber auch Blyth, Griffin und die anderen mochte ich sehr. Kawan, Nickolas, Rhett und Annikas Vater habe ich gehasst. Es waren keine bewundernswerten Charaktere, die viel Leid gebracht haben. Unglaublich cool war dafür noch Palmer, der wirklich vollkommen underradet war.Der Einstieg in die Geschichte war für mich ein wenig holprig und anstrengend. Denn es hatte lange gedauert, bis ich so richtig mitfühlen konnte und einigermaßen in der Geschichte war. Nichtsdestotrotz mochte ich das Setting in Annikas Königreich und damit einhergehend Atmosphäre, während es bei Lennox stets düster und ernüchternd war. Das verlassene Schloss bei Lennox hatte stets eine gewisse niedergeschlagene Ausstrahlung. Die Thematik der Geschichte rund um ein verlorenes Königreich, eines, das auf Lügen aufgebaut ist und die Feindseligkeit zwischen diesen beiden hat mir grundsätzlich gut gefallen. Die Idee dahinter war sehr cool. Die Autorin hat damit viel Spannung aufgebaut und viele Fragen aufgeworfen. Es hat Lennox und Annika zu Feinden gemacht und doch war die gewisse Anziehung zwischen ihnen nicht zu übersehen. Dennoch ist es für mich an der Umsetzung gescheitert. Diese ist aus meiner Sicht nicht gelungen. Annika und Lennox hatten zwar eine gewisse Chemie, aber mir haben die Emotionen zwischen ihnen gefehlt. Da war keine Intensität und die Liebe zwischen ihnen ist viel zu schnell und plötzlich entstanden. Im einen Moment haben sie sich noch gehasst und nicht gekannt, im nächsten meinten sie, sich zu lieben und besser zu kennen als sonst wer. Dieser Sprung war mir einfach zu schnell und nicht nachzuvollziehen. Natürlich waren sie irgendwie süß zusammen und ich fand es schön, wie sie sich unterstützt haben im weiteren Verlauf, aber eine Liebe konnte für mich nicht so schnell entstanden sein. Da haben mir noch einige Handlungsschritte gefehlt. Außerdem hat mich der Part mit Nickolas und der arrangierten Ehe unfassbar genervt, genau so wie die Komponente mit Rhett. Das war alles null logisch, total oberflächlich und super nervig. Die Story an sich war gut und auch irgendwie spannend, vor allem der Kampf zwischen Kawan und Annikas Vater bzw. der Kampf zwischen zwei Königreichen. Aber es hat sich an vielen Stellen gezogen, war lückenhaft oder ging viel zu schnell. An vielen Stellen hat mir etwas gefehlt und es wirkte irgendwie unrund. Ich mag die Idee unglaublich gerne, aber eine gute Umsetzung sieht anders aus. Nichtsdestotrotz war das Ende wirklich schön und dir Charaktere haben so viel Teamgeist und Stärke bewiesen.Fazit: abschließend gebe ich der Geschichte von Annika und Lennox 3 von 5 Sternen! Leider konnte mich das Buch nicht begeistern, auch wenn es an sich eine schöne Idee war. Aber Annika und Lennox hat einiges gefehlt für eine gute Umsetzung.