Leider hat sich die Geschichte sehr gezogen und ich wurde einfach nicht mit den Figuren warm. Schade, da die Grundidee toll ist.
Die Idee ist super interessant und der Start gelingt auch recht gut für einen Fantasyroman. Wir werden in eine an nordische Länder erinnernde Welt geführt, in der Magie eine Schlüsselrolle spielt. Diese ist aber mit vielen Mythen und Ängsten belastet. Unsere Protagonistin wird an den Königshof gebracht, um dort ihr einmaliges Magiewirken zu nutzen. Bis dahin gefielt mir die Geschichte noch gut, die geschwisterliche Liebe zu Kael, die Langhäuser und die Reise wirken authentisch. Auch wenn mir Lyra teilweise etwas zu zickig war... im Königshof angekommen, lässt diese Spannung rapide nach: die als Enemies-to-lovers vermarktete Geschichte vergeht so schnell, dass man sich fragt, wo nochmal die Enemies waren, der gefährliche Wächter mutiert zum zahmen Schoßhündchen und dann plätschert die Geschichte so vor sich hin. Es wirkt sehr inszeniert wie sehr es nur noch darauf ausgeht, dass der Wächter und Lyra sich verlieben. Immer wieder werden zudem seltsame Andeutungen gemacht, aber nicht weiter ausgesponnen. Ich habe zum Ende weder die Welt, die Magie noch die Feindschaft zwischen den Reichen ganz verstanden.