Auch nach der Geschichte mit ihrem Ex-Freund glaubt Millie an die Liebe und Romantik. Sie hat eine Mission und will die Frau finden, in die sich ihre ältere Freundin Rose vor gut 80 Jahren verliebte. Doch durch eine Panne ist sie gezwungen mit dem zynischen Schriftsteller Hollis weiterzureisen, der mit der Liebe nichts am Hut hat. Aber da hat das Schicksal andere Pläne und je mehr Zeit sie miteinander verbringen, ihren Zielen näher kommen, desto mehr beginnt er an seinen Überzeugungen zu zweifeln.Meine Meinung:Auf dieses Buch bin ich durchs Stöbern aufmerksam geworden und vor allem der Klappentext machte mich sehr neugierig darauf. Das Cover sprach micht ehrlich gesagt nicht besondern an, aber zumindest finde ich die Szene passend. Es ist schon eine Weile her, dass ich die Geschichte beendet habe und selbst jetzt weiß ich immer noch nicht so recht, wie ich sie beurteilen soll. Das Potenzial war auf jeden Fall vorhanden und es gab interessante und toll ausgearbeitete Momente, leider fand ich die Figuren oft sehr anstrengend und die beiden Liebesgeschichten haben sich immer wieder selbst im Weg gestanden, sodass keine davon mich wirklich mitreißen konnte, da sie zu abgehackt wirkten.Schon zu Beginn hatte ich gewisse Schwierigkeiten. Es wurde aus der Ich-Perspektive von Millie geschrieben, die den Leser oft direkt ansprach. Das war einfach nicht meins und es störte mich immer wieder aufs Neue. Generell wurde ich mit dieser Figur kaum warm, was ich schade fand, da ich sie auf den ersten Seiten durchaus mochte. Im Laufe der Geschichte empfand ich sie dann immer anstrengender. Vor allem bei der permanenten Erwähnung von Hollis? Attraktivität und der Sache mit ihrer Vergangenheit musste ich irgendwann die Augen verdrehen. Zwar konnte ich verstehen, dass diese Sache sie stark prägte, nur wurde es einfach so oft erwähnt, dass es teils wie Seitenfüller wirkte. Hollis mochte ich ein wenig mehr, nur wirkte er so furchtbar blass und seine Dramen interessierten mich kaum, weil sie viel zu schnell runtergebrochen wurden und kaum Raum erhielten.Der Roadtrip besaß richtig gute Momente und stellenweise hatte ich sogar Spaß mit der Geschichte. Leider wurde das durch den Wechsel zwischen den beiden Liebesgeschichten wieder zunichte gemacht. Beide besaßen Potenzial, waren an sich interessant, aber die harten Cuts rissen mich jedes Mal komplett raus. Die Geschichte von Rose und Elsie nahm mich sehr mit und ehrlich gesagt hätte ich lieber ein ganzes Buch mit ihnen gelesen, da die Chemie zwischen den beiden Frauen schön greifbar war und fesselte. Im Gegensatz zu der von Hollis und Millie, bei denen ich bis zum Schluss nicht so recht verstand, was sie aneinander fand. Sie passten nicht zusammen und die Sprünge in ihrer Beziehung wirkten nicht schön ausgearbeitet. Richtig störend waren aber die erotischen Szenen, die viel zu häufig vorkamen und wenig sinnlich wirkten. Sie waren eher Seitenfüller und manchmal las ich sie auch eher quer, weil es mich langweilte.Mit dem Schreibstil wurde ich nie richtig warm. Es gab Passagen, die sich schön flüssig lesen ließen, aber die Wechsel rissen mich jedes Mal raus. Oft stockte es dann auch und die Erotik wurde zu viel eingesetzt, zumal die Chemie zwischen Millie und Hollis kaum vorhanden war. Emotionen erreichten mich nur selten.Fazit:Das Buch besaß viel Potenzial und die beiden Liebesgeschichten hatten richtig gute Momente, aber leider harmonierten sie gar nicht miteinander, was mitunter an den Wechseln lag, die mich jedes Mal raus rissen. Die Charaktere fand ich anfangs durchaus sympathisch, nur hielt das nicht lang an und vor allem mit Millie fremdelte ich die meiste Zeit, die von der Schönheit von Hollis geradezu besessen wirkte. Mich konnte die Geschichte nur bedingt überzeugen und langweilte mich meist.3 von 5 Sterne