Ein mitreißender und düsterer Auftakt, der Lust auf mehr macht.
"Heavenbreaker" ist ein dystopisches SciFi-Abenteuer, in dem es um Synali geht, die den Tod ihrer Mutter rächen möchte. Um ihren Racheplan umzusetzen, geht sie einen Deal mit dem geheimnisvollen Adligen Darvik ein: Jedes Mal, wenn Synali mit dem Streitross Heavenbreaker einen Sieg davonträgt, stirbt jemand, der am Tod ihrer Mutter beteiligt war...Da ich im Rahmen meines Studiums bereits einige mittelalterliche Artusromane gelesen habe, hat mich die Idee, das Rittertum auf die Zukunft zu übertragen, sofort fasziniert. Anstatt mit Pferden treten die Duellanten in "Heavenbreaker" mit Maschinen im Weltraum gegeneinander an. Am Anfang hat es etwas gedauert, bis ich das Konzept wirklich verstanden habe, aber nach kurzer Zeit konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Synali ist keine einfache Protagonistin. Aufgrund ihrer Erfahrungen hat sie sich eine harte Schale zugelegt, die kaum durchbrochen werden kann. Obwohl ich ihr Handeln nicht immer nachvollziehen oder gutheißen konnte, habe ich trotzdem mit ihr gelitten. Ich bin sehr gespannt, wie ihre Entwicklung im zweiten Band fortgeführt wird. Die Geschichte wird jedoch nicht ausschließlich aus Synalis Perspektive erzählt, sondern es gibt immer wieder Kapitel, die wichtigen Nebenfiguren - wie Synalis Konkurrenten Rax und Mirelle - folgen. Auf diese Weise wurde ein tieferer Einblick in die Welt und die Dynamik der Figuren ermöglicht. Besonders interessant waren für mich die Kapitel, die vom Leben des Attentäters von Synalis Mutter handeln. Vor allem zum Ende hin haben die kurzen Kapitel und die vielen Perspektivwechsel für ordentlich Spannung gesorgt. Mein einziger Kritikpunkt betrifft die Länge des Buches: Ein paar Seiten weniger hätten der Handlung nicht geschadet. Vor allem die Kämpfe sind sehr detailliert geschildert. An sich hat mir dies gut gefallen, jedoch wurde es teilweise repetitiv. Stattdessen hätte ich mir noch ein paar mehr Einblicke in das Leben auf der Raumstation gewünscht. Alles in allem ein mitreißender und düsterer Auftakt, der Lust auf mehr macht.