Remember, Remember Denn keine Tat ist je vergessen von Stefanie Hasse verbindet New Adult mit spannenden Thriller-Elementen und konnte mich insgesamt gut unterhalten.
Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Lara und Aarón erzählt, was mir sehr gefallen hat. So bekommt man einen guten Einblick in beide Figuren und ihre Gedanken. Besonders Laras Situation hat mir leidgetan: Sie muss sich nicht nur mit alten Erinnerungen, sondern auch mit ihren gehässigen ehemaligen Klassenkameraden auseinandersetzen und das ausgerechnet während eines Klassentreffens in einem Luxuszug.
Die Krimihandlung rund um die anonyme Beichte und die Suche nach dem Mörder fand ich sehr interessant umgesetzt. Ich konnte mich schnell auf die Geschichte einlassen und habe gespannt mitgerätselt. Der Zug als Schauplatz hat dabei eine ganz eigene, leicht beklemmende Atmosphäre erzeugt. Er wirkt faszinierend, aber gleichzeitig auch beängstigend die eingeschränkte Bewegungsfreiheit und die fehlende Möglichkeit, einfach auszusteigen, verstärken das Gefühl von Ausgeliefertsein deutlich.
Aarón war für mich ein besonders spannender Charakter. In ihm steckt deutlich mehr, als man zunächst erwartet, und gerade diese Vielschichtigkeit macht ihn interessant. Die langsame Annäherung zwischen Lara und Aarón vom Rivalen zur vorsichtigen Nähe habe ich sehr gern verfolgt. Die Dynamik zwischen den beiden passt gut zur Geschichte und entwickelt sich glaubwürdig.
Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass man der Handlung gut folgen kann. Das Ende empfand ich zwar als etwas ruckartig, dafür aber auch spannend. Besonders die letzte Szene hat mir sehr gefallen und einen schönen Abschluss geboten.
Insgesamt eine unterhaltsame Mischung aus Spannung, Romance und Forced-Proximity-Dynamik, die sich angenehm lesen lässt und mich gut durch die Geschichte getragen hat.