"The Dagger and the Flame" war eine Geschichte, die ich nicht aus der Hand legen konnte und in der ich mich vollkommen verloren habe. Die Story ist packend und emotional und es ist, als würde man in einer anderen Welt versinken.
Es geht um das Mädchen Seraphine, deren Mutter bei einem Brand umgebracht wird. Seraphine rettet sich aber und sucht bei der Mantelgilde, den Cloaks, Unterschlupf. In der Stadt Fantome gibt es die verfeindeten Cloaks und Dagger, die sich beide Shade, die Schattenmagie, zu Nutze machen. Seraphine wird freundlich aufgenommen und findet zugleich neue Freunde, doch der Dagger Ransom verfolgt sie und seine Aufgabe ist es, sie zu töten. Aber Sera verfügt über eine sonderbare Magie, die Ransom möglicherweise helfen kann. Während Sera versucht, mehr über ihre Mutter herauszufinden, wird die Stadt auch noch von brutalen Monstern heimgesucht und sie müssen sich zur Wehr setzen.
Catherine Doyle hat einen einzigartigen Schreibstil, der mir sehr gefallen hat. Die Kapitel sind aus der Sicht von verschiedenen Personen geschrieben, trotzdem habe ich mich allen nah gefühlt und konnte sie gut verstehen. Die Story ist sehr spannend und ich habe es kaum geschafft das Buch wegzulegen. Immer passiert etwas Neues und es gibt beim Lesen jede Menge Fragen, die unbedingt geklärt werden müssen. Es ist toll, wie im Laufe des Buches immer mehr Geheimnisse offenbart werden und die Leser somit dazulernen und die Geschichte besser verstehen können.
Nur die Lovestory von Ransom und Seraphine war nicht ganz perfekt. Vieles hat sich in die Länge gezogen oder wiederholt, z. B. manche Gespräche. An manchen Stellen ist es einfach nicht weitergekommen, dafür war der Rest der Geschichte viel besser und ereignisreich.
Viele der Charaktere sind sehr sympathisch, ich mochte vor allem Seras Freundinnen Bibi und Val, auch ihr Hund Pippin und Ransom sind mir ans Herz gewachsen. Es sind total tolle Freunde und sie spielen auch eine wichtige Rolle in der Geschichte. Nur Theo fand ich etwas verwirrend, da es die ganze Zeit Andeutungen gab, dass er und Sera verliebt wären. Aber Sera ist auch in Ransom verliebt und es geht primär um die beiden. Deshalb mag ich Theo nicht ganz so sehr und gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsfiguren.
Die Welt in der die Story spielt liebe ich. Sie ist sehr detailliert und kreativ und ich konnte sie mir beim Lesen gut vorstellen. Die Karte am Anfang hilft auch bei der bildlichen Vorstellung.
Insgesamt war die Geschichte total packend, spannend und emotional, ich habe viele der Figuren geliebt und die Haupthandlung war sehr gut, obwohl mir die Lovestory manchmal nicht so gut gefallen hat. Vor allem das Ende hat mich voll überwältigt und aufgrund des (traurigen) Cliffhangers möchte ich den zweiten Teil unbedingt lesen und wissen, wie es weitergeht.