Kennst du das, wenn du ein Buch beendest und erst mal kurz dasitzen musst, weil du emotional komplett durch bist? Genau so ging es mir nach See you soon und jetzt habe ich die Fortsetzung i promise you gelesen.
Ich hatte nach dem Ende vom ersten Band sowieso schon ein flaues Gefühl und ja, es wird am Anfang wirklich nicht leichter. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Es passiert etwas, das mir richtig das Herz gebrochen hat. Ich saß da und dachte nur Bitte nicht das. Die ersten Kapitel haben mich komplett erwischt.
Was ich aber richtig stark fand, ist, wie die Geschichte mit diesem Verlust umgeht. Es wird nichts beschönigt. Man spürt die Trauer, die Unsicherheit, diese Mischung aus Nähe und gleichzeitigem Abstand zwischen Ari und Danny. Die beiden lieben sich, aber sie wissen teilweise selbst nicht mehr, wie sie mit dem Schmerz umgehen sollen. Und genau das hat sich für mich total echt angefühlt.
Es gibt zusätzlich noch einige Entwicklungen, die ich so nicht habe kommen sehen und die nochmal Spannung reinbringen. Und dann kommt auch noch jemand ins Spiel, der emotional ein bisschen Unruhe stiftet Nicht übertrieben dramatisch, aber genug, um alles noch komplizierter zu machen.
Was ich besonders mochte: Es fühlt sich nicht wie künstliches Drama an. Die Probleme entstehen nicht, weil jemand dumm handelt, sondern weil beide einfach überfordert sind.
Trotzdem muss ich ehrlich sagen: Der erste Band hat mich noch ein kleines Stück mehr berührt. Vielleicht, weil dort alles neu war und mich völlig unvorbereitet getroffen hat. I Promise You ist emotional, intensiv und definitiv bewegend aber für mich minimal schwächer als sein Vorgänger.
Insgesamt eine sehr gefühlvolle Fortsetzung, die weh tut, aber auch Hoffnung gibt.