Mit Wir waren für immer von Katharina Jäckle geht die gefühlvolle Für immer - Reihe in die zweite Runde. In diesem Band geht es um Audrey und Julien - die füreinander mal die Welt bedeuteten. Geprägt durch Schicksalsschläge, Pflichtgefühl, Schuld und Verantwortung ging das Leben der beiden fünf Jahre lang ohne einander weiter, bis Julien erneut in Audreys Leben tritt.
Die Autorin schreibt angenehm flüssig und bildhaft, sodass man schnell in die Atmosphäre der kanadischen Kleinstadt eintauchen und sich zurecht finden kann. Katharina Jäckle versteht es, große Gefühle leise und authentisch wirken zu lassen, ohne zu überladen.
Die Protagonisten haben mich auf ihre ganz eigene Art berührt. Audrey ist sympathisch, verantwortungsbewusst und übernimmt schon früh innerhalb ihrer Familie eine Rolle, die eigentlich nicht auf ihren Schultern lasten sollte. Dadurch stellte und stellt sie ihrer eigenen Bedürfnisse immer wieder hinten an. Genau diese Selbstlosigkeit mach sie authentisch und greifbar, auch wenn ich manche ihrer Gedankengänge und Handlungen nicht immer vollständig nachvollziehen konnte. Julien hingegen überzeugt mit seiner loyalen, ruhigen Art.
Der Handlungsverlauf ist interessant gestaltet und behandelt wichtige Themen wie Verantwortung, Schuldgefühle, familiäre Verpflichtungen und zweite Chancen. Die Dynamik zwischen Vergangenheit und Gegenwart sorgt dafür, dass man schnell durch die Kapitel kommt, während alte Wunden wieder ans Licht kommen und langsam beginnen zu heilen.
Fazit
Wir waren für immer ist eine gefühlvolle Second-Chance-Love-Story, die mit emotionaler Tiefe und authentischen Figuren überzeugt.Von mir gibt es eine Leseempfehlung.