Oberflächliche Protagonisten, zu einfache Handlung, zu wenig Spannung - Konnte mich leider nicht überzeugen.
Inhalt:Siena ist die gute Tochter aus reichem Haus, die nach außen das perfekte Leben führt. Doch als ihr Vater einen Pianisten engagiert, um ihr jeden Morgen eine Weihnachtslied zu spielen, wird Siena die Gegensätzlichkeit zu seiner Welt bewusst...Meine Meinung:Ich bin ein großer Fan der Autorin und war daher sehr gespannt, wie ihr erstes Romance-Buch sein würde. Das Cover strahlt den nötigen Glamour aus, um in die passende Stimmung zur erzählten Welt zu kommen. Das kleine Daumenkino in der rechten unteren Ecke ist ein besonderes Highlight und ich liebe einfach alles daran. Auch die Widmung habe ich komplett gefühlt.Das Buch besteht aus 16 Kapiteln, die als Titel alle eine Songtitel haben. Dadurch hat man einen Soundtrack zum Buch, was mir gut gefallen hat. Die Geschichte wird komplett aus der Ich-Perspektive von Siena erzählt, manchmal gibt es kurze Kapitel aus Sicht von Ren, dem Pianisten.Ich habe mich sehr gut in die Handlung eingefunden, was vor allem auch an dem lockeren, leichten Schreibstil liegt. Die Geschichte lässt sich dadurch sehr schnell lesen, aber die Handlung geht leider auch nicht so sehr in die Tiefe, wie ich es mir gewünscht hätte. Es gibt einige interessante Aspekte, die ich gerne mehr im Vordergrund gesehen hätte. Dazu gehört die Geschichte von Sienas Großmutter, die in einem Pflegeheim lebt und an Demenz leidet. Sie hat das Familienunternehmen geführt, doch ihr Leben davor ist das eigentlich Spannende an ihr. Siena versucht mehr über ihre Vergangenheit herauszufinden, wird zwischenzeitlich aber zu sehr von ihrem eigenen Drama abgelenkt.Siena selbst habe ich als oberflächlich wahrgenommen. Sie kritisiert, dass alle in ihr nur die perfekte Fassade sehen wollen und sie funktionieren muss: Vorzeigenoten an der Uni, perfekte Beziehung, immer perfekt gekleidet und skandalfrei in der Presse. Sie versucht alles, um diesem Image zu entkommen, aber es gelingt ihr nicht unbedingt, da sie sich von ihren Vorhaben zu sehr ablenken lässt. Ihr fehlt der Fokus. Als sie zum Beispiel ihrem Kommilitonen beweisen will, dass sie im Team mit ihm an einem Referat arbeiten kann, kommt sie unvorbereitet zum Treffen, weil sie es vergessen hat. Der Kommilitone ist sichtlich genervt, weil sie die angebliche PDF auf dem Handy aufgrund zu vieler aufploppender Nachrichten nicht geöffnet bekommt. Und ich konnte ihn verstehen. Sienas Verhalten wirkt eher wie ein verzweifelter Versuch, den Klischees zu entkommen.Ich hatte generell häufig Schwierigkeiten, Sienas Verhalten nachzuvollziehen. Ich bin einfach nicht mit ihr warm geworden. Auch die Liebesgeschichten kamen so gar nicht bei mir an, weder die vorgetäuschte, für die Öffentlichkeit bestehende Beziehung noch die Anziehung zum Pianisten. Den Spice hätte es auch nicht gebraucht.Dass es einen Cliffhanger geben würde, war zu erwarten, aber sonderlich spannend fand ich es leider nicht. Ich werde den 2. Band nicht lesen.