Zwischen Packliste, Snackbox und der ewigen Frage Sind wir schon da? liegt dieses Buch plötzlich auf dem Tisch und rettet ganz nebenbei den Familienfrieden. Städtetrips mit Kids Deutschland fühlt sich nämlich nicht wie ein klassischer Reiseführer an, sondern eher wie der entspannte Freund, der schon weiß, wo es die besten Pommes, das spannendste Museum und den Spielplatz mit der längsten Rutsche gibt.
Beim gemeinsamen Lesen wanderte das Buch ständig hin und her. Da will ich hin!, kam es von der Couch, während neben mir schon überlegt wurde, ob man dort auch guten Kaffee bekommt. Genau diese Mischung macht Spaß: kindliche Begeisterung trifft auf elterliche Realität und plötzlich haben beide Seiten richtig Lust auf denselben Trip. Besonders stark sind die klaren Tagespläne. Kein Stress, kein wildes Googeln im Hotelzimmer, sondern einfach machen. Das fühlte sich beim Lesen schon erstaunlich beruhigend an.
Überraschend schön: Auch Regentage sind hier keine Katastrophe. Statt mieser Laune gibts Alternativen, die wirklich funktionieren. Kurzer Buddyread-Moment am Küchentisch: Also selbst bei Regen wäre das cool, kam es überzeugt und damit war das Buch praktisch beschlossen. Genau solche kleinen Augenblicke zeigen, wie viel Herz in der Auswahl steckt.
Klar, ein paar Städte hätten gern noch ausführlicher sein dürfen. Doch ganz ehrlich: Die Inspiration zählt. Und davon liefert dieses Buch mehr als genug. Am Ende blieb dieses warme Gefühl von gemeinsamer Vorfreude und der leisen Ahnung, dass der nächste Familienausflug diesmal wirklich entspannt werden könnte.