Annikas Leben war etwas aus der Spur geraten. Die Trennung von Exmann, eine launische Teenagertochter und finanzielle Engpässe.
Annika hatte Post von einem Notar erhalten, ihre Tante, die sie überhaupt nicht kannte, hatte sie wohl im Testament bedacht.
Doch dann gab es erst mal schlechte Nachrichten. Annikas Arbeitgeber musste Insolvenz anmelden und als ob das nicht schon genug wäre, wurde ihr die Wohnung auch noch wegen Eigenbedarf gekündigt. Alles ein bisschen viel auf einmal.
Dann stand der Notartermin an. Ihre Tante hatte Annika als Alleinerbin eingesetzt allerdings unter der Bedingung, dass sie wieder an die Schlei zieht und den Bonbonladen fortführt.
Bei Annika kam sofort Kindheitserinnerungen hoch, denn früher hatte sie oft Zeit mit ihrem Großvater in der Bonbonkocherei verbracht.
Annika entscheidet sich schließlich für die Schlei, nimmt das Erbe an und wagt den Neuanfang.
Denn: wenn man dreimal am Tag einen Bonbon isst, dann ist es nicht mehr dunkel um einen herum, es wird alles hell
Hach, Birte Stährmann ist hier wirklich ein herzerwärmender und wundervoller Roman gelungen.
Manchmal muss man auch als Erwachsener einfach mutig sein und auf sein Glück vertrauen.
So ist es auch der wirklich sympathischen Protagonistin Annika hier gelungen. Sie bricht ihre Zelte in Stuttgart ab, muss leider auch ihre Tochter zurücklassen und fängt ein neues Leben an der Schlei an.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildlich und absolut gefühlvoll, was die ganze Geschichte noch viel sympathischer hat werden lassen.
Das Cover gefällt mir hier besonders, weil es absolut zur Geschichte passt. So stelle ich mir die Bonbonkocherei vor. Einfach ein Ort, an dem man sich wohl fühlen kann und an dem es gemütlich ist.
Ich hatte eine schöne Lesezeit und gebe für diesen zauberhaften Roman eine klare Leseempfehlung ab.