Darum geht es:Die Geschichte beginnt in den 1950er Jahren und erzählt von Linda und Irmi, zwei Mädchen, die unterschiedlicher kaum aufwachsen könnten.Linda wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und erlebt schon früh, was es bedeutet, ohne Geborgenheit und Sicherheit zu sein. Irmi stammt aus einer wohlhabenden Familie, fühlt sich dort jedoch ebenfalls fremd und allein.Als die beiden sich kennenlernen, entsteht eine besondere Freundschaft. Sie geben einander den Halt, den sie von ihren Familien nicht bekommen. Gemeinsam wachsen sie heran und erleben die großen gesellschaftlichen Veränderungen der folgenden Jahrzehnte.Doch ihre Freundschaft wird immer wieder auf die Probe gestellt. Vergangene Erlebnisse, Verluste, Geheimnisse und schwierige Entscheidungen begleiten ihren gemeinsamen Weg.Mein Leseeindruck:Ich habe "Die Akte Schneeweiß" von Felicitas Fuchs schon sehr geliebt. Deshalb war meine Freude auf ihren neuen Roman "Rosen im Asphalt" besonders groß. Und ich muss ganz ehrlich sagen: Dieser Roman muss sich überhaupt nicht verstecken. Ganz im Gegenteil.Die Geschichte hat mich gefesselt und tief berührt. Sie hat mich traurig gemacht, mich aber gleichzeitig hoffen lassen und mir Mut gemacht. Felicitas Fuchs erzählt die Geschichte von Linda und Irmi mit unglaublich viel Feingefühl und einem Gespür für die leisen Zwischentöne.Ich habe die beiden Frauen über mehrere Jahrzehnte unheimlich gerne begleitet. Beide starten unter schwierigen Voraussetzungen ins Leben und müssen ihren eigenen Weg finden. Und doch verlieren sie ihre Hoffnung nie ganz. Sie geben einander Halt und zeigen, wie viel Stärke in Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitigem Vertrauen liegen kann.Auch der Titel hat für mich eine ganz besondere Bedeutung bekommen. Eine Rose steht für Schönheit, Liebe, Hoffnung und Stärke. Der Asphalt dagegen für Härte, Kälte und all die Hindernisse, die einem das Leben in den Weg legen kann. Linda und Irmi sind für mich genau diese Rosen, die trotz widrigster Bedingungen ihren Weg finden und irgendwann blühen.Der Abschied von den beiden ist mir tatsächlich sehr schwer gefallen. Umso schöner war es, dass ich das Buch mit einem Lächeln beenden konnte.Fazit:Eine berührende, feinfühlige und lebensnahe Geschichte über Freundschaft, Hoffnung und die Kraft, trotz aller Widrigkeiten immer wieder aufzublühen. Für mich eine ganz große Leseempfehlung. ¿¿¿¿¿¿