Hier erlebt ein junger Arzt das entbehrungsreiche Leben in der Abgeschiedenheit eines Dorfes im Donaudelta
Abenteuer eines jungen Arztes im DonaudeltaAuf Meile 23 bin ich wegen des schlicht gehaltenen Covers gestossen. Das Blau des Wassers und der Teil eines Fisches haben mich auf diesen Titel aufmerksam gemacht und meine Neugier geweckt.Die Geschichte eines jungen Arztes aus Bukarest, den es in den Anfängen seines Berufslebens in einen kleinen entlegenen Ort im Donaudelta verschlägt, hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Sie ist liebevoll und humorvoll erzählt und beschreibt sehr detailgetreu die Umgebung sodass die Landschaften vor dem inneren Auge entstehen. Fernab vom Luxus der Großstadt, aber auch von den politischen Unruhen und oft willkürlichen Entscheidungen in der Zeit des Kommunismus, gibt es dieses Dorf, in dem die Menschen ein raues und sehr entbehrungsreiches Leben führen. Es fehlt an den einfachsten Dingen und die Menschen dort müssen in rauen Wintern und dann wieder heißen Sommern oft um's schiere Überleben kämpfen. Dabei entsteht eine Erzählung, die das harte Leben der Einwohner beschreibt, aber auch schöne Naturbilder entstehen lässt. Zum Vorschein kommt der Zusammenhalt und die Großzügigkeit einer Dorfgemeinschaft, die sich trotz der Armut und aller Unwegsamkeiten aufeinander verlassen können und ihr Leben zu leben wissen.Dieses Kleinod ist für mich eine schöne Entdeckung, in der einem die Natur und Charaktere sehr nahbar gemacht werden. Den Schreibstil habe ich mitunter als etwas anstrengend empfunden, da die Sätze oft lang und verschachtelt sind. Dennoch werde ich dieses Buch weiterempfehlen. Es ist eine Geschichte für Leser, die gerne in andere Leben und Welten eintauchen möchten. Gerne würde ich nochmal etwas von Dan Ivan lesen. Vielen Dank für dieses Leseexemplar, das ich als ebook zur Verfügung gestellt bekommen habe.