Wer die Hunde weckt

Thriller.
Buch (kartoniert)
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Als der Journalist David Jakubowicz schwerverletzt in einem ins Hafenbecken gestürzten Auto erwacht, wird ihm bewusst, dass er Opfer eines Anschlags geworden ist. Die CIA-Agentin neben ihm ist tot. Sie hatte brisante Informationen über eine bevorsteh … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Wer die Hunde weckt
Autor/en: Achim Zons

ISBN: 3406704085
EAN: 9783406704086
Thriller.
Beck

13. Februar 2017 - kartoniert - 399 Seiten

Beschreibung

Als der Journalist David Jakubowicz schwerverletzt in einem ins Hafenbecken gestürzten Auto erwacht, wird ihm bewusst, dass er Opfer eines Anschlags geworden ist. Die CIA-Agentin neben ihm ist tot. Sie hatte brisante Informationen über eine bevorstehende politische Aktion von extremer Skrupellosigkeit. Die Jagd auf die Verantwortlichen führt Jakubowicz von der Chefetage seiner Münchner Zeitungsredaktion schließlich bis nach Afghanistan.
Wieso konnte der deutsche Kommandeur Robert Westphal amerikanischen Piloten befehlen, einen mit Kindern besetzten LKW am Fluss Taloqan zu bombardieren? Wem nützte der Angriff? Wurde Westphal gekauft? Und wo befindet er sich jetzt? Nicht nur der deutsche Geheimdienst, auch die Regierung versucht, den Fall zu vertuschen, während die Arbeit für Jakubowicz und seine junge Kollegin Emma Bricks lebensgefährlich wird.
In seinem ersten Thriller erweist sich Achim Zons als Meisterschüler von John LeCarré: Mit literarischer Hochspannung erzählt er von einem unbeirrbaren Einzelgänger, der sich ins Herz der politischen Finsternis wagt.

Portrait

Achim Zons studierte Jura, Politik, Geschichte und Philosophie und arbeitete viele Jahre in verantwortlichen Positionen in der "Süddeutschen Zeitung". Er schreibt Drehbücher für Fernseh­ spiele und Krimis und lebt in München.

Pressestimmen

"Gelungene Perspektivenwechsel und gekonnte Cliffhanger halten den Leser in atemloser Spannung!" Marianne Haring, Elbe Weser Aktuell, 12. April 2017

"Das packende Dokument einer düsteren Gegenwart."
News Buchtipp, 07. April 2017
"Ein rasanter Politthriller (...), der die realen Ereignisse gewissenhaft aufgreift und glaubhaft in einen neuen Plot überträgt."
Thomas Hummitzsch, intellectures.de, 17. März 2017
"Die Tragödie der Bombardierung von Kundus mit ca. hundert zivilen Opfern, die ein deutscher Offizier vor einigen Jahren veranlasst hatte, liefert für den ehemaligen SZ-Redakteur Achim Zons, der inzwischen als Drehbuchautor tätig ist, die Ausgangslage für einen spannenden Plot, der zwischen Polit-Thriller und Krimi angesiedelt ist."
Peter Münder, Culturmag, 14. März 2017

"Zons, früher 'SZ'-Journalist, interpretiert geschickt die Ereignisse von Kundus neu und bietet journalistische Einblicke."
Die Presse, 5. März 2017

"Der Plot um einen Bundeswehrkommandandeur [...] ist so subtil konstruiert, dass man nicht schon nach ein paar Seiten den restlichen Verlauf glasklar vor sich sieht."
Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. März 2017

"Clou des Buchs sind die von Zons geschilderten Intrigen einer ziemlich hysterischen Redaktion in der Medienkrise; in der Figur eines fiesen Auslands-Ressortleiters, der zum Chefredakteur aufsteigt, rechnet der Autor möglicherweise mit einem einstigen Widersacher ab."
Wolfgang Höbel, Literatur SPIEGEL, 25. Februar 2017

"Der erste, ungeheuer packende Thriller des 'Tatort'-Drehbuchautors Achim Zons ist von der politischen Realität nur einen kalten Hauch entfernt."
Robert Motzet, unsere-buchtipps.net, 26. Februar 2017

"Ein spannender Thriller von einem, der sich auskennt."
Udo Feist, WDR 2, 27. Februar 2017

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 06.03.2017

Der weiße Ritter hat einen Grauschleier
Krimis in Kürze: James Rayburn, Philip Kerr und Achim Zons

Warum sich Roger Smith entschlossen hat, unter dem Namen James Rayburn zu veröffentlichen, das muss einen nicht weiter kümmern - Hauptsache, er schreibt weiter wie Roger Smith. Es macht höchstens dem Verlag ein wenig Kummer, weil der südafrikanische Autor einen erstklassigen Ruf als harter, präziser Erzähler hat, wogegen niemand James Rayburn kennt. Die gute Nachricht ist: Der Rayburn-Roman "Sie werden dich finden" (Tropen, 400 S., br., 14,95 [Euro]) erscheint Ende dieser Woche, und er löst ein, was man sich von einem Roger Smith verspricht. Ein Thriller voller Härte und Expertise.

Die Erzählung operiert an verschiedenen Schauplätzen, zwischen Vermont, Washington D.C. und Thailand, sogar das Holocaust-Mahnmal in Berlin ist eine Zwischenstation. Rayburn inszeniert den Wechsel zwischen diesen Orten mit großer Eleganz und viel Gefühl für den Spannungsaufbau. Man merkt, dass er Drehbücher geschrieben und auch Filme produziert hat, weil diese Art von literarischer Parallelmontage weit mehr ist als die bloße Umsetzung des Cliffhanger-Prinzips, das auch mittelmäßige Autoren längst anwenden können.

Bei Rayburn gehen die einzelnen Kapitel nicht in ihrer Funktion auf, den Leser möglichst schnell weiterzutreiben; immer wieder sind da Passagen, die für sich stehen, die sich mehr für die Situation interessieren als für das uhrwerkartige Ablaufen eines Plots. Da ist Kate, eine junge, alleinerziehende Agentin, die ihren Mann bei einem Einsatz in Pakistan verloren hat. Ihre Tarnung fliegt auf, das bringt die Handlung in Bewegung. Sie sucht die Hilfe von Harry Hook, einem abgetakelten Agenten in Thailand, der einmal berühmt war für die filigransten Finten und riskantesten Pläne; in Washington agiert ein nicht zuletzt wegen Kates Unerschrockenheit verstoßener Agent, der nun als privater Dienstleister Missionen übernimmt, die selbst den Diensten zu schmutzig sind.

Rayburns Gespür für Drastik, deren Dosierung und für das richtige Timing ist exzellent, das Personaltableau wirkt angemessen reichhaltig, ohne je unübersichtlich zu werden, die Dialoge sind präzise. "Sie werden dich finden" ist ein Thriller, den man nicht weglegt, sobald man ihn einmal begonnen hat. Das Erstaunliche an dem Schotten Philip Kerr ist nicht sein Ausstoß, auch wenn der enorm ist. Der dritte Band seiner Fußballer-Krimis um den Trainer Scott Manson ist gerade erschienen, im Nachwort zum elften Band der Bernie-Gunther-Serie wird Band zwölf angekündigt, im Internet sogar schon Nummer 13.

Das Erstaunliche ist die Qualität, die Kerr dabei konstant halten kann. Keiner dieser Romane ist überragend oder etwas ganz Neues; aber alle, auch die Fußballer-Krimis, sind vertraut mit dem Milieu und sehr gut recherchiert. Sie entwickeln zudem jenen Erzählfluss, der einen leicht süchtig machen kann.

Ob das alles nun wahrscheinlich ist und vom Historiker-TÜV eine Plakette erhält, oder ob die historischen Szenarien mit reichlich Phantasie ausgestaltet sind wie ein Filmset in Hollywood, ist nicht so wichtig. Dass ein Kommissar wie Bernie Gunther mit seiner Einstellung so lange die Gleichschaltung des Polizeiapparats durch die Nationalsozialisten überstanden hätte, um nach einem recht trüben Ermittlerdasein dann ausgerechnet für Heydrich und das Reichssicherheitshauptamt tätig zu werden, kann man zwar bezweifeln. Aber Kerrs Inszenierung dieses gekrümmten Karriereweges liest sich auch in "Operation Zagreb" (Wunderlich, 512 S., geb., 22,95 [Euro]) gut und spannend.

Diesmal, im Sommer 1942, bekommt Bernie einen Spezialauftrag von Goebbels, der ihn zum einen nach Jugoslawien und in die Schweiz führt, zum anderen in die Arme einer Filmdiva, die Kerr laut Nachwort als Synthese aus Pola Negri und Hedy Lamarr angelegt hat. Manchmal chandlert es in Bernies Ich-Erzählung ein bisschen zu aufdringlich, aber der weiße Ritter hat dann doch, wie früher in der Lenor-Werbung, einen ziemlichen Grauschleier angesetzt; er ist weniger moralische Lichtgestalt als Überlebenskünstler. Das hält das Interesse an ihm wach.

Der Beruf des investigativen Journalisten ist von dem des Ermittlers nicht allzu weit entfernt. Manchmal jedenfalls, und wenn es um Geheimoperationen geht, wie in Achim Zons' Thriller "Wer die Hunde weckt" (C.H. Beck, 399 S., br., 14,95 [Euro]), ist der Einsatz für die Freiheit der Presse sicher gefährlicher. Zons, lange Jahre Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" und Autor diverser Fernsehserien, betont, dass die Münchner Zeitung im Roman nicht seine alte sei, schon weil die fiktive eine Chefredakteurin habe - aber ganz überzeugend ist das angesichts des beanspruchten Realitätsgehalts nicht.

Dass Zons' die Entscheidungswege in einer Redaktion und einem Verlag gut kennt, ist für den Roman hilfreich. Und der Plot um einen Bundeswehrkommandeur, der in Afghanistan einen fatalen Abschussbefehl gegeben hat, ist so subtil konstruiert, dass man nicht schon nach ein paar Seiten den restlichen Verlauf glasklar vor sich sieht. Das trägt auch darüber hinweg, dass die Figur des Reporters David ein wenig blass ausgefallen ist.

PETER KÖRTE

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Bewertungen unserer Kunden
Brisantes Thema
von Sabine Mach - 17.04.2017
Bei der Übergabe geheimer Dokumente an den Journalisten David Jacubowicz geht einges schief. Das Auto, in dem er und die CIA-Agentin Sandra Brown sitzen, fährt ungebremst in ein Hafenbecken in Hongkong. Die Agentin wird dabei getötet und David kann sich gerade noch schwer verletzt retten. In Afghanistan gibt der deutsche Soldat Robert Westphal den verhängnisvollen Befehl, einen Bus, der angeblich mit Attentätern besetzt ist, in die Luft zu sprengen. Auf den Aufzeichnungen der Explosion aber sieht man Körperteile, die deutlich kleiner sind, als die von Erwachsenen. Warum waren Kinder in diesem Bus? Eine junge Kollegin von David Jacubowicz, Emma Bricks, wird auf die Story angesetzt und gerät dabei selbst in Lebensgefahr. Der Drehbuchautor Achim Zons hat mit seinem ersten Roman Wer die Hunde weckt ein brisantes und rasantes Buch geschrieben. Atemlos wird man als Leser durch die Geschichte gepeitscht. Dafür sorgen zum einen die klare, fast emotionslose Sprache, die einen sehr schnellen Lesefluss garantiert. Und zum anderen der häufige und unerwartete Perspektivenwechsel, der vom Autor sehr geschickt eingesetzt wurde. Hier merkt man sein Können als Drehbuchautor. Dadurch wird die Spannung kontinuierlich auf einem sehr hohen Niveeau gehalten. Man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen, was bei fast vierhundert Seiten nicht gerade einfach ist. Der Roman ist zwar fiktiv, wirkt aber durch sein Thema erschreckend real und zeigt deutlich die skrupellosen Machenschaften von Politik und Medien. Die Öffentlichkeit wird immer nur so weit informiert, wie es für die Geschäfte der Geheimdienste und der Zeitungen passt. Vieles wird einfach totgeschwiegen oder vertuscht, man dreht es so hin, wie es gerade günstig ist. Dabei geht man auch, im wahrsten Sinne des Wortes, über Leichen. Ein einzelner Mensch ist nicht viel wert, auch ein Kind nicht. Zons beschreibt die üblen Machenschaften mit einer nüchternen Distanz, die das Geschehen nur noch schrecklicher machen, als es bereits ist. Die offenen Fragen am Ende lassen auf eine Fortsetzung hoffen. Ein sehr gut recherchierter Thriller, der deutlich macht, wie ohnmächtig wir im Grunde doch sind. Sehr zu empfehlen.
Das große Vertuschen
von leseratte1310 - 20.03.2017
Der Journalist David Jakubowicz soll sehr brisante Informationen über eine Geheimaktion erhalten. Doch die Übergabe des Materials läuft nicht wie erwartet. Am Ende ist die Agentin Sandra Brown tot und David kann sich verletzt aus dem Wagen im Hafenbecken retten und unbemerkt aus Hongkong fliehen. Bei seinen weiteren Recherchen verschlägt es ihn mit seiner jungen Kollegin Emma Bricks nach Afghanistan. Dort hat der deutsche Kommandant Robert Westphal, Befehlshaber der deutschen ISAF-Truppe, befohlen, einen LKW zu bombardieren. Doch dann sah er, dass sich Kinder auf dem Lastwagen befunden haben. Während Westphal untergetaucht ist, versuchen die Geheimdienste das Geschehen zu vertuschen. Für Emma und David wird es eine lebensgefährliche Recherche. Der nüchterne Schreibstil lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und ist von Anfang sehr spannend. Wenn man die Nachrichten aus Kriegsgebieten verfolgt, erscheint einem diese fiktive Geschichte sehr glaubhaft. Man will den Feind bekämpfen und wenn es dann aus Versehen Zivilisten trifft, nimmt man diese Kollateralschäden in Kauf. Aber es soll möglichst nichts darüber an die Öffentlichkeit dringen. Genauso skrupellos wie die Regierungsorgane handeln aber auch die Medien, für die Quote alles ist. In der Münchner Zeitungsredaktion zeichnet Chefredakteurin Helen Christensen dafür verantwortlich, sie will die finanzielle Situation der angeschlagenen Zeitung verbessern und ahnt nicht einmal, was sie damit auslöst. Die Charaktere sind lebendig und tiefgründig beschrieben und wirken daher sehr authentisch. Mit Emma Bricks und David Jakubowicz habe ich mitgefiebert, denn es gab eine Reihe von Gegnern, die ihnen auf den Fersen waren. Aber David kann es durchaus mit einem Agenten aufnehmen, es ist schon Wahnsinn, wie er sich durchschlägt. Der Spannungsbogen steigert sich zum überraschenden Ende hin sogar noch. Ein sehr spannender Thriller der mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen hat.
Aktuelles Thema; das Lesen ist keine Zeitverschwendung.
von kvel - 11.03.2017
Meine Meinung: Der Schreibstil ist gut und spannend fand ich die Story auch. Aber das größte Manko in meinen Augen war, dass sich die Geschichte manchmal zu sehr in unwichtigen Details verliert bzw. in Nebenstränge abdriftet und somit die eigentliche Erzählung meiner Meinung nach zu wenig herausgearbeitet wurde; ok, dies kann vom Autor extra so gemeint sein und sollte vielleicht den Leser in andere Szenarien führen, aber hier fand ich es eigentlich schade um das verschenkte Potential. Dennoch empfand ich das Buch als lesenswert.
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