Johann Sebastian Bach, Die Kantaten als Buch (kartoniert)
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Johann Sebastian Bach, Die Kantaten

Aufl. 2017.
Buch (kartoniert)
Die Betrachtungen der Bachschen Kantaten, deren Texte den Einführungen nunmehr jeweils vorangestellt werden, will in erster Linie dem interessierten Hörer eine Hilfe bei Aufführungen, Rundfunksendungen und Schallplattenwiedergaben sein, zu aufmerksam … weiterlesen
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Johann Sebastian Bach, Die Kantaten als Buch (kartoniert)

Produktdetails

Titel: Johann Sebastian Bach, Die Kantaten
Autor/en: Alfred Dürr

ISBN: 3761814763
EAN: 9783761814765
Aufl. 2017.
Bärenreiter

2013 - kartoniert - 1037 Seiten

Beschreibung

Zentrales Thema ist stets das Kunstwerk selbst, seine Musik und - soweit zum Verständnis des Werkes notwendig - der komponierte Text. Den Einführungen vorangestellt ist ein Überblick über Vorgeschichte und Entwicklung der Bach-Kantate, ihre Formen und ihre textlichen Probleme. Dabei gilt es, eine Reihe von Fragen zu klären, die für das allgemeine Verständnis von Bedeutung sind und auf die innerhalb der Einzelausführungen jeweils zurückverwiesen wird.

- Es ist ein praktisches Nachschlagewerk: Jede Kantate wird in ihrer kompositorischen und textlichen Eigenart einzeln vorgestellt.
- Die Kantaten sind übersichtlich geordnet nach dem Verwendungszweck: Geistliche Kantaten (in der Folge des Kirchenjahres), Kirchenkantaten anderer Bestimmung, weltliche Kantaten.
- Das Buch enthält sämtliche Kantatentexte.

Portrait

Alfred Dürr, geb. 1918 in Berlin-Charlottenburg, studierte Musikwissenschaft und Altphilologie und war von 1951 bis 1983 am Johann-Sebastian-Bach-Institut in Göttingen tätig. Veröffentlichungen u. a. von kritischen Neuausgaben der Werke Bachs ("Neue Bach Ausgabe") und seiner Zeitgenossen und zu Chronologieproblemen des Bachschen Vokalwerks.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 10.07.1999

Im guten Glauben
Zum Klavierspiel lieferte Bach die Statuten: Alfred Dürrs Studie zur Wirkung des "Wohltemperierten Klaviers"

"Das Wohltemperierte Klavier sei dein täglich Brot", empfiehlt Robert Schumann in seinen "Musikalischen Haus- und Lebensregeln". Generationen von Tasteninstrumentalisten und Komponisten haben sich seit ziemlich genau zweihundert Jahren, seit die beiden Sammlungen von Präludien und Fugen im Zug der Wiederentdeckung "alter Meister" in mehreren Verlagen gleichzeitig erschienen, an diesen Rat gehalten. So konnte das Doppel-Kompendium, das Bach "zum Nutzen und Gebrauch der Lehr-Begierigen Musicalischen Jugend, als auch derer in diesem Studio schon habil seyenden, Besonderem Zeitvertreib aufgesetzet und verfertiget" hatte, für viele Musiker zum Alten Testament werden, bevor Beethovens Sonaten zum Neuen Testament wurde: "An beide müssen wir glauben" (Hans von Bülow).

In einer knappen Wirkungsgeschichte am Ende seines Lehr- und Handbuchs über das "WK" faßt Alfred Dürr, Nestor der Bach-Forschung, das Nachleben der Bachschen Sammlungen bis heute zusammen: Fast keiner der großen Komponisten blieb davon unberührt. Das Gegenstück dazu ist die Vorgeschichte des Wohltemperierten Klaviers, das sorgfältige Ausziehen der Traditionslinien, die zu Bach führen. Denn Bach war keineswegs der einzige oder erste, der die temperierte Stimmung kompositorisch nutzbar machte, aber der erste, der das Neuland derart systematisch in einem Kunstwerk betrat.

Selbstverständlich geht Dürr ebenso akribisch auf die Entwicklung von Präludium und Fuge bis Bach, auf die Erfindung der zwölfstufig gleichschwebenden Temperatur als Voraussetzung von Bachs Werk, das diese bedeutsame Errungenschaft im Titel trägt, und auf die verwickelte, bis heute nicht restlos geklärte Entstehungsgeschichte des "WK" ein. Immer wieder muß er dabei auf das Gewirr von Fassungen, Revisionen und Überlieferungsbrüchen verweisen. Gerade da bewährt sich Dürrs Gabe, auch komplizierte Sachverhalte ohne unstatthafte Vereinfachung übersichtlich darzustellen. Ebenso problematisch und in der Fachliteratur kontrovers erörtert ist die Typologie der Präludien und Fugen - im Grunde, wie Dürr plausibel machen kann, ein Unterfangen, das experimentelle individuelle Umprägungen überlieferter Formen unpassend in Kategorien-Raster pfercht.

Berücksichtigte man sämtliche Merkmale - Melodik, Harmonik, Rhythmik, Form, Satzweise -, "so erhielte man statt einzelner Typen sechsundneunzig Einzelbeschreibungen", schließt Dürr. Entsprechend dem Ziel des Buchs kann er sich elegant aus der Affäre ziehen - mit der eingehenden Analyse sämtlicher Präludien und Fugen, in der er eine Quadratur des Kreises erreicht: Wissenschaftlicher Anspruch und Verständlichkeit, Theorie und Spielpraxis, gerade in Deutschland noch immer argwöhnisch nebeneinander herlaufende Disziplinen, sind perspektivenreich versöhnt. Gewiß wird gerade an den Musikliebhaber, an den sich das Buch vor allem wendet, einiger Anspruch gestellt, und der vorsorgliche Hinweis, "daß der Vergleich mit einer Notenausgabe des Wohltemperierten Klaviers für das Verständnis unserer Darlegungen unerläßlich ist", erweist sich auch für den "in diesem Studio schon habil seyenden" als Überlebensfrage des Verstehens, obwohl Dürr sich, auch mit Fugen-Graphiken, als pädagogischer Meisterpfadfinder erweist. Wer Noten versteht, hat hier - wie auch andernorts in der Musik - einfach mehr vom Lesen und Leben, vom Hören sowieso.

Um sein Buch nicht zu überfrachten und es auch für den weniger geübten "Lehr-Begierigen" überschaubar zu machen, hat Dürr auf manche Bereiche verzichtet. So erörtert er die Spielpraxis nur so weit, wie es die Gewohnheiten der Bach-Zeit betrifft: Fragen der Instrumente, von Tonartenästhetik, Tempi, Dynamik, Artikulation, Ornamentik und Notierungsgewohnheiten werden knapp, aber erhellend dargestellt und in den Einzelanalysen immer wieder gestreift. Dabei ergibt sich nebenbei die nicht neue, aber wichtige Erkenntnis von der Widersprüchlichkeit der Quellen und der gebotenen Vorsicht mit "Urtextausgaben".

Dürr zielt nicht auf wissenschaftliche Neuerkenntnisse ab; sie "mögen allenfalls ab und zu als Nebenprodukte angefallen sein". Ebensowenig geht es ihm darum, die anhaltenden Diskussionen und Auslegungskontroversen auszubreiten. Da verweist er Wißbegierige gern auf den Kritischen Bericht in der Neuen Bach-Ausgabe. Trotz solcher selbstauferlegten Beschränkungen, zu denen auch die ausgesparte Erörterung des modernen Konzertflügels als Bach-Instrument gehört, ist dem Autor im Gewimmel der Literatur über Bachs Klavier-Universum ein weitgehend allgemeinverständliches Standardwerk gelungen, Frucht einer jahrzehntelangen Beschäftigung mit diesem musikhistorischen Basiswerk Bachs, "dieses Urvaters der Harmonie" (Ludwig van Beethoven).

ELLEN KOHLHAAS

Alfred Dürr: "Johann Sebastian Bach". Das Wohltemperierte Klavier. Bärenreiter Werkeinführungen. Bärenreiter-Verlag, Kassel 1998. 460 S., br.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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