Wer schon einmal einen Brittainy-C.-Cherry-Roman gelesen hat, weiß: Tränen sind vorprogrammiert.
Ich lese ihre Bücher nur, wirklich nur, wenn ich mal eine ordentliche Portion Emotionen brauche.
Die Frau ist eine Meisterin darin, ihre Leser zum Heulen zu bringen.
Elanour und Greysons Geschichte ist eine emotionale Achterbahnfahrt.
Teil 1 beginnt in ihren Teenagerjahren, und Teil 2 spielt 15 Jahre später.
Beide Teile stehen in komplettem Kontrast zueinander.
Im ersten Teil waren sie noch jung, unerfahren und verliebt, wohingegen sie im zweiten Teil die Narben von Schicksalsschlägen an sich tragen.
Einfach jeder gemeinsame Moment ihres Lebens scheint vom Verlust eines geliebten Menschen geprägt zu sein ob Elanours Mutter oder Greysons Frau.
Es ist unglaublich, was der Tod eines geliebten Menschen mit einem anrichtet und wie schwer es ist, sich von einem solchen Verlust wieder zu erholen.
Erschwerend kommt dazu, dass man manchmal nicht nur den Verstorbenen verliert ...
Gerade Greysons Töchter haben diesen Umstand sehr plastisch gemacht.
Der gesamte Heilungsprozess, den Greyson und Elanour durchlaufen, ist so schön geschrieben, dass man nicht anders kann, als mitzufühlen.
Lediglich Greysons unterkühlte Art hat mich etwas stutzig gemacht.
Ja, er hat ein ganz schreckliches Jahr gehabt, aber wenn deine erste Liebe vor dir steht, ist man doch nicht so kalt, oder?
Ich meine, man ist dann doch automatisch etwas netter, wenn man jemanden aus seiner Vergangenheit trifft, der nett war.
Natürlich sind solche Romane auch vorhersehbar in ihrer Handlung, weil sie häufig dem gleichen Schema folgen.
Aber solche Romane liest man nicht in der Hoffnung auf Plottwists und Action, sondern weil man eine Geschichte lesen möchte, die einen fühlen lässt.