Ein neuer Dan Brown mit einem weiteren Abenteuer von Robert Langdon. Die Vorfreude war groß, als das Buch plötzlich bei mir lag. Auch wenn mich mein letztes Buch von ihm nicht mehr wirklich überzeugen konnte, war ich trotzdem gespannt darauf.Dieses Mal finden wir uns als Setting in Prag wieder. Wie schon in den anderen Büchern eignet sich der Thriller dabei auch ganz gut als Reiseführer. Er macht Lust, diese tolle und mit so vielen Sagen behaftete Stadt selbst einmal - oder noch einmal - zu erkunden.Die Verfolgungsjagd durch Prag entwickelt sich durchaus spannend, hat aber nicht mehr ganz den Thrill der Anfänge. Denn alles läuft nach dem altbekannten Muster ab: Langdon gerät unbeabsichtigt in eine heikle Situation und rennt anschließend quer durch die Stadt, während immer mehr Feinde und Helfer auftauchen. So mancher Freund hat dann doch ein Geheimnis parat, und große Mächte sind im Spiel.Dieses Mal hat Langdon immerhin bereits eine Frau an seiner Seite und lernt nicht erst eine kennen, die ihn anhimmelt. Genau das ist nämlich ein Kritikpunkt von mir an der Reihe: der gut aussehende, ältere Professor, der von allen Frauen angehimmelt wird. Ja, er ist sportlich und mag gutaussehend sein - aber das muss doch nicht immer gleich zu Beginn jedes Buches so im Vordergrund stehen.Ein weiterer Kritikpunkt sind für mich die fast 800 Seiten. Es zieht sich einfach zu sehr. Die Kapitel sind zwar kurz und die Perspektive wechselt häufiger, trotzdem entstehen viele Längen. Ich bin überzeugt, man hätte problemlos mindestens 250 Seiten kürzen können.Spannend fand ich dagegen das Thema, dem hier auf den Grund gegangen wird. Das hat mich neugierig gemacht, mich damit noch etwas mehr zu beschäftigen - und definitiv meine Reiselust nach Prag geweckt.Ich glaube, für mich endet die Reise mit Robert Langdon hier nun. Aber wer ihn noch nicht kennt, findet hier auch gute Unterhaltung.