Das Grand Hotel - Die mit dem Feuer spielen

Roman. Originalausgabe. Großformatiges Paperback. Klappenbroschur.
Buch (kartoniert)
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Rache, Liebe und Verrat: Die Geschichte um Bernadette von Plesow, der Inhaberin des Grand Hotels auf Binz, und die ihrer Kinder geht weiter.

Bernadette von Plesow hat schon viel durchmachen müssen, aber das letzte Jahr hat ihr fast zu viel abverlangt. … weiterlesen
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Das Grand Hotel - Die mit dem Feuer spielen als Buch (kartoniert)

Produktdetails

Titel: Das Grand Hotel - Die mit dem Feuer spielen
Autor/en: Caren Benedikt

ISBN: 376450708X
EAN: 9783764507084
Roman.
Originalausgabe.
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur.
Blanvalet Verlag

15. März 2021 - kartoniert - 512 Seiten

Beschreibung

Rache, Liebe und Verrat: Die Geschichte um Bernadette von Plesow, der Inhaberin des Grand Hotels auf Binz, und die ihrer Kinder geht weiter.

Bernadette von Plesow hat schon viel durchmachen müssen, aber das letzte Jahr hat ihr fast zu viel abverlangt. Von ihrem prächtigen Hotel konnte sie alle Schäden abwenden, nicht jedoch von ihre Familie: Ihr Sohn Alexander ist tödlich verunglückt. Die Trauer lastet schwer auf ihr, besonders da sie im Unguten auseinandergegangen sind. Unterstützung erhält sie von ihrer Tochter Josephine, jedoch fällt es Bernadette nicht leicht, sich wieder mit aller Kraft dem Hotel zu widmen. Und plötzlich steht auch noch ein Mann vor der Tür, den sie nur von einer alten Fotografie kennt
Bernadettes anderer Sohn Constantin, Eigentümer des verruchten Hotels Astor in Berlin, geht hingegen ganz anders mit der Trauer um seinen Bruder um. Er weiß, dass er die Schuld an dessen Tod trägt, wollte sich doch der Kopf der Frankfurter Unterwelt damit an ihm rächen. Constantin kann und will das nicht hinnehmen. Er hat sich einen perfiden Plan ausgedacht, wie er es dem Mörder seines Bruders zurückzahlen könnte und lässt sich damit auf ein gefährliches Spiel ein

Portrait

Caren Benedikt ist das Pseudonym der Autorin Petra Mattfeldt. Sie liebt den Norden, eine steife Brise und das Reisen an die Orte, über die sie schreibt. Nach einer eher nüchternen Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten arbeitete sie als freie Journalistin. Inzwischen ist die Schriftstellerei ihr Hauptberuf, und sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort in der Nähe von Bremen.

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Buch (kartoniert)
von Caren Benedikt
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Bewertungen unserer Kunden
Das Grand Hotel - Die mit dem Feuer spielen
von MarySophie - 06.04.2021
obwohl ich mich wirklich arg auf das Lesen gefreut habe, zögerte ich ein wenig, ehe ich das Buch begonnen habe. Mir ist zuvor nämlich bewusst geworden, wie viel Zeit seit dem ersten Band gegangen ist und ich habe mal überlegt, was mir noch im Gedächtnis geblieben ist. Und dabei sind mir kaum Informationen eingefallen, was mich selbst enttäuscht hat und weshalb ich mich ein wenig geziert habe, endlich mit dem Lesen zu beginnen. Daher musste ich auf den ersten paar Seiten schon sehr genau und mit höchster Aufmerksamkeit lesen, um mich wieder an ein wenig mehr zu erinnern und um zu den Protagonisten wieder eine Bindung aufzubauen. Und dies geschah glücklicherweise sehr schnell, mir sind bereits nach wenigen Seiten mehr Informationen und Geschehnisse aus dem ersten Band wieder eingefallen. Das hat sich übrigens über die gesamten 512 Seiten gezogen. Immer wieder werden ganz geschickt kleine Details aus dem ersten Band genannt, sodass ich am Ende nicht verstehen kann, weshalb ich gezögert habe, um mit dem Lesen zu beginnen. Zumal die Handlung mit dem Prolog wieder sehr spannend beginnt und man dadurch eines der großen Geheimnisse direkt auf dem Silbertablett serviert bekommt... Unter anderem hat die Sprache viel dazu beigetragen, dass ich so flüssig und relativ leicht in die Geschichte in die Geschichte starten konnte. Sie war von der ersten Seite an sehr angenehm und flüssig lesbar und gibt allerhand lebendige und bildhafte Eindrücke von den Personen und den Handlungsorten. Ich habe es sehr gemocht, zusammen mit den Personen über die Insel zu streifen, die Beschreibungen des Settings waren allgemein einfach traumhaft. Sie haben nicht nur dafür gesorgt, dass ich mir die Gebäude und auch die Landschaft ganz hervorragend vorstellen konnte, sondern ich hatte oft auch das Gefühl, den Duft des Meeres, sowie das Meerrauschen oder das Kreischen von Möwen zu hören. Gleichzeitig hat die Sprache einen großen Anteil daran, dass die Handlung durchweg spannend und abwechslungsreich bleibt. Ich hatte stets offene Fragen, die noch mehr dazu motivieren, weiterlesen zu wollen und zu erfahren, was es damit auf sich hat. Oft kann man sich hier auch seine eigenen Gedanken darüber machen, wie man sich einen möglichen Fortgang der Geschichte vorstellt. Allerdings gingen meine Vermutungen meist ins Leere, immer wieder treten Ereignisse ein, die nicht vorhersehbar waren und dem Buch eine neue Wendung geben. Mir ist aufgefallen, dass es häufig ganz viele stimmungsvolle Situationen gibt, in denen man stark die Gefühle und auch Gedanken der Protagonisten nachvollziehen kann. Diese tauchen in jedem Erzählstrang auf tragen viel dazu bei, dass ich mich den Figuren so vertraut gefühlt habe und zu ihnen eine Bindung aufbauen konnte. Es tauchen allerhand Emotionen auf, die alle nachvollziehbar und in der jeweiligen Situation gut nachvollziehbar sind. Sie nehmen einen angenehm großen Teil der Geschichte ein und verleihen dem Roman viel Charme! Besonders habe ich die Stimmung auch im Zusammenhang mit manchen Gebäuden wahrgenommen. Diese strahlten ganz eigene Atmosphäre aus und hoben sich dadurch stark hervor. Vor allem im Zusammenhang mit dem Grand Hotel, aber auch dem privaten Familienhaus der Familie von Plesow habe ich diese Aura wahrgenommen und vielleicht konnte ich mir die zwei Orte auch deswegen so gut und farbenfroh vorstellen. Die Handlung gestaltet sich als unglaublich abwechslungsreich, spannend und interessant. In den genannten Punkten ist der Roman wirklich stark aufgestellt und kann bestechen, er zeichnet sich dadurch aus und ich finde, dass sich das Buch deswegen auch aus der Masse heraushebt. Immer wieder werden Geheimnisse angedeutet oder aufgedeckt, Intrigen werden gesponnen und Wortgefechte ausgetragen. An keiner Stelle war die Handlung vorhersehbar oder zu langatmig, sie hatte immer genügend Pfiff und dadurch hat das Buch eine große Anziehungskraft und es lädt sehr dazu ein, wieder in die Welt der von Plesows einzutauchen und mehr über sie, ihre Hotels, aber auch über jegliche Hintergründe zu erfahren und weiterzuverfolgen, was für Intrigen oder Geheimnisse noch gesponnen oder aufgedeckt werden. Die Geschichte zeichnet sich durch mehrere Handlungsstränge aus, die den Leser an verschiedene Orte führen und Einblicke in unterschiedliche Personen mit verschiedenen Ambitionen, aber auch Lebensstilen geben. Man lernt die Figuren aus diversen Perspektiven kennen, kann sich über die behandelten Themen und Sachverhalte ein weites und detailliertes Bild machen. Der Großteil der Perspektiven schildert die Sichtweise von Mitgliedern der Familie von Plesow. Sowohl die Mutter, das Oberhaupt der Familie, als auch ihre Kinder oder die Schwiegertochter kommen zu Wort und haben ausreichend Platz, um sich dem Leser zu präsentieren, seine Sympathie zu gewinnen oder um seine Meinung zu unterschiedlichen Themen kundzugeben. Dazu kommen noch wenige Personen zu Wort, die einen starken Bezug zu der Familie haben. Anhand ihrer Schilderungen ist es möglich, die Ereignisse, aber auch die Figuren nochmals aus einem anderen Blickwinkel zu erleben. Zudem war es interessant zu erfahren, was manche Charaktere aus sich gemacht haben, welchen Weg sie gegangen sind und welche Erfahrungen sie sammeln konnten. Trotzdem haben mir die Kapitel aus der Sicht der von Plesow einen Hauch besser gefallen, ich empfand die Personen als interessanter und abwechslungsreicher, sie sind einfach richtige Typen, die man nicht so schnell vergisst. Ich mochte es sehr, wie viele verschiedene Charaktere man näher betrachten kann. Sowohl die Mitglieder der Familie von Plesow, als auch die restlichen Figuren zeichnen sich durch ganz eigene und abwechslungsreiche Wesen aus, die nicht nur sehr interessant sind, sondern auf ihre Weise reizend. Oft finde ich ihre durchdachten Aussagen und ihre gesamte Haltung sehr bewundernswert und ich habe es geliebt, wie stimmig und passend ihr ganzes Auftreten durchweg erscheint. Die Personen haben wirklich sehr viel Stil und Klasse, was sie einzigartig macht. Die Handlung teilt sich hauptsächlich auf zwei Orte auf. Einmal gibt es zahlreiche Kapitel, die auf Rügen spielen, wobei hier der Haupthandlungsort das bereits im Titel auftauchende Grand Hotel ist. Man lernt das Hotel mit seinen öffentlichen Räumen wie den Speisesaal oder das Foyer, aber auch die privaten Räumlichkeiten der Familie gut kennen und kann sich ein Bild von den Vorgängen machen, die es benötigt, um den Gästen einen tadellosen Aufenthalt zu bieten. Als zweiten Handlungsort, der eine größere Rolle einnimmt, gibt es noch Berlin zu nennen. Man erhält ebenfalls Einblicke in das Hotelwesen, aber auch in den Betrieb eines Varietés. Vor allem konnte mich an dem Berliner Setting die Stimmung und Dynamik überzeugen. Diese war einzigartig und hat die Stimmung der Stadt sehr gut eingefangen, was mich ebenso überzeugen konnte wie die eher ruhige Aura auf Rügen. Beide Orte haben also ihre Reize, weiterhin gibt es auch ein interessantes Zusammenspiel zwischen ihnen. Es werden zwei komplett unterschiedliche Welten mit Vor- aber auch Nachteilen beschrieben, sie stehen in einem spannenden Gegensatz zueinander und laden dazu ein, die beiden Orte mit eigenen Augen sehen zu wollen. Ich empfand die Anzahl der Protagonisten als sehr angenehm und übersichtlich. Ein jeder wurde mit so einem einzigartigen und eigens auf ihn zugeschnittenen Charakter und Auftreten ausgestattet, dass es kein Problem darstellt, eine Figur wiederzuerkennen und ihnen bestimmte Merkmale, aber auch Positionen direkt wieder zuzuordnen. Dabei mag ich es sehr, dass viele nicht mit der Masse gehen, sondern sich ein eigenes Bild von verschiedenen Themen machen und die Personen gerade deshalb so stark und aufrichtig auftreten. Im Grunde ist es dem Leser selbst überlassen, welchen Protagonisten er seine Sympathien zuordnet. Lediglich eine Person stellt schon ein wenig einen Antagonisten dar, anhand ihrer Aussagen und Handlungen tut sie sich keinen Gefallen. Die Figur ist nicht sehr reflektiert, agiert zu unüberlegt und sieht lediglich ihren eigenen Vorteil. Ich fand, dass sie nicht nur interessant daherkam, sondern mir hat es auch gefallen, dass eine Person auftaucht, die sich aus der Gruppe von Charakteren heraushebt. Ansonsten empfand ich viele Protagonisten als sehr angenehm und auch sympathisch. Ich hatte mir gerade eben auch noch mal meine Meinung zum ersten Band durchgelesen und da fand ich die Darstellung einiger Personen nicht ganz so rund und stimmig. Diesmal habe ich in dieser Hinsicht absolut nichts zu meckern. Ich bin sehr zufrieden mit den Figuren, was vielleicht auch daran liegt, dass immer wieder Entwicklungen zu sehen sind. Nicht nur in diesem Buch, sondern auch im Vergleich zum ersten Band. Es ist sichtbar, dass sich die Protagonisten stetig weiterentwickeln, sie reifer werden und auch ihr eigenes Tun öfters hinterfragen. Mir ist während des Lesens lediglich ein kleiner Punkt aufgefallen, der mir gefehlt hat. Und das sind Zeitangaben, die leider nur sehr sehr selten vorkommen. Oft konnte ich nicht genau benennen, wie viel Zeit seit dem Anfang der Geschichte vergangen ist. Es kann nicht viel gewesen sein, doch irgendwie ist es mir auch nicht möglich, dies näher einzuschätzen. Hier bin ich ein wenig planlos und daher hätte es mir gefallen, wenn vielleicht vor dem Start neuer Kapitel ein ungefähres Datum, wenigstens der Monat abgedruckt worden wäre. Allerdings werde ich dies in meiner Bewertung nicht negativ einbeziehen, der Roman konnte mich ansonsten komplett überzeugen und ich hatte viele schöne und interessante Stunden mit der Lektüre! Fazit Im Nachhinein ärgere ich mich wirklich sehr, dass ich damit gezögert habe, das Buch in die Hand zu nehmen. Es gab absolut keinen Grund dafür, der Einstieg in den Roman wird dem Leser leicht gemacht, schnell sind mir allerhand Details wieder eingefallen und manches findet auch im Text eine kleine Erwähnung.
Gefährliche Entscheidungen
von Lesefee23.05 - 03.04.2021
"Sie wollte die alte Bernadette von Plesow zurückhaben, die Kämpferin, und es war an ihr, dafür zu sorgen, dass diese ins Leben zurückkehrte." "Das Grand Hotel - Die mit dem Feuer spielen" ist der zweite Band der Grand-Hotel-Saga von Caren Benedikt. Er erschien im März 2021 im Blanvalet Verlag. [Achtung, möglicherweise Spoiler, wenn Band 1 unbekannt] Nach dem Tod von Alexander von Plesow müssen sowohl seine Mutter Bernadette, als auch sein Bruder Constantin das Geschehene verarbeiten. Doch während Bernadette versucht sich mit der Situation abzufinden, will Constantin Rache zu üben, denn Alexanders Tod war kein Unfall, wie alle denken. Beide treffen gefährliche Entscheidungen und spielen dabei geradezu mit dem Feuer¿ Der zweite Teil der Grand-Hotel-Saga hat mir deutlich besser gefallen als Band 1. Dabei fand ich diesen nicht schlecht, die Handlung war mir jedoch insgesamt zu langatmig und nahm erst im Laufe der Geschichte an Fahrt auf. Teilweise fehlte mir ein Hauptkonflikt und ein roter Faden. Der nun folgende zweite Band hingegen, lässt den Leser direkt mitten in die Handlung eintauchen. Der Handlungsverlauf ist deutlich flüssiger und spannender, die Ereignisse und Entwicklungen der Figuren sehr interessant. Alle von Plesows haben sich deutlich verändert und entwickelt. Die einzelnen Entwicklungen haben mir sehr gut gefallen, da sie die Figuren authentisch machen und die Geschichte wunderbar abrunden. Ihre Darstellung ist sehr detailliert und durch die häufigen Selbstreflektionen sowie Beobachtungen anderer Figuren erschafft die Autorin unglaublich gut beschriebene Charaktere. Bernadette ist und bleibt die Hauptfigur der Geschichte. Durch den Tod ihres Sohnes zeigt sie erstmals auch eine echte Seite an sich und lässt für kurze Zeit sogar ihre Maske ein wenig fallen. Erst durch die Rückkehr Josies nach Binz, beginnt sie neuen Lebensmut zu schöpfen und ihre alte Stärke zurückzugewinnen. Erneut hat sie mich als Frau unglaublich beeindruckt. Sie ist stark und klug und lässt sich nur selten die Butter vom Brot nehmen. Sie handelt meist im Interesse der Familie und des Hotels und damit sicherlich manchmal egoistisch, dennoch hat sie ein unglaublich großes Herz und bietet Hilfe immer genau dort, wo sie gebraucht wird. Dies sehen aber nur die wenigsten, denn nach außen wirkt sie eher unnahbar¿ Auch Constantin hat sich durch den Tod seines Bruders verändert. Er ist voller Wut auf den Täter und nahezu blind vor Rachsucht. Er beginnt gefährliche Rachepläne zu schmieden und entdeckt gleichzeitig, dass die Liebe auch vor Menschen wie ihm nicht Halt macht. Ihm ist klar, dass eine Beziehung in seiner Position angreifbar macht, lässt sich aber dennoch darauf ein. Mit dieser Handlung zeigt er mehr Gefühle als jemals zuvor. Es wird deutlich, dass auch er eine weiche Seite hat, was ihn mir deutlich sympathischer gemacht hat. Auch versucht er, sich mit seiner Mutter zu versöhnen, was ebenfalls zeigt, dass er nicht immer der "harte Kerl" ist, der er zu sein vorgibt. Josie hat sich ebenfalls entwickelt und aus einer unreifen jungen Frau ist eine Frau geworden, die sich selbst gefunden hat und ihren Weg gehen möchte. Insgesamt finde ich sie noch ein wenig farblos, vielleicht kommt ihre Zeit aber ja noch. Das ehemalige Zimmermädchen Marie überzeugt erneut durch ihre Handlungen und ihren Charakter. Dennoch hat auch sie sich verändert, doch ob ich diese Veränderung insgesamt gut finde, kann ich derzeit noch nicht beurteilen. Vollkommen unsympathisch hingegen ist die Schwiegertochter von Bernadette. Ihre Darstellung ist dafür aber umso brillanter gelungen. Sie strotz nur so vor Egoismus, Naivität und Dummheit. Ihre Handlungen sprechen für sich und werden die Familie vermutlich noch in Gefahr bringen. Ich habe mich über sie tatsächlich sehr geärgert, erkenne aber zum Teil auch, was sich hinter der Fassade verbirgt. Am Ende möchte Margrit wohl nur "dazugehören" und sich nicht als Außenseiter fühlen¿ Insgesamt haben mich außerdem die bildlichen Beschreibungen der Handlungsorte sowie die Einbindung historischer Fakten begeistert. Einiges war mir bisher so einfach nicht bewusst und gerade, dass die Nationalsozialisten bereits Anfang der 20er Jahre so sehr nach Macht strebten, hatte ich bisher so nicht auf dem Zettel. Der Schreibstil hat mich vollständig in seinen Bann gezogen und ermöglichte mir ein flüssiges und mitreißendes Leseerlebnis. Ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen und empfinde den ersten Teil nun nahezu als Einführung in die eigentliche Geschichte. Die Handlung ist sehr spannend - voller Intrigen und Missgunst, gleichzeitig aber auch gespickt mit Liebe, Mut und Unterstützung, was mir als Mischung sehr gut gefallen hat. Hinzukommen einige tiefgründige Gedanken und interessante Denkansätze, die immer wieder in die Handlung eingeflochten werden, ohne aufdringlich oder gekünstelt zu wirken. Der Romantitel passt für mich sehr gut, denn die von Plesows agieren mit viel Mut und gerade im Geschäft von Constantin ist das Spiel mit dem Feuer wohl an der Tagesordnung. Doch auch Bernadette scheut nicht vor Hindernissen zurück und macht sich mit ihren Handlungen nicht immer nur Freunde¿ Ebenfalls sehr gut gelungen ist die Verknüpfung der Bände und obwohl Teil 2 wohl auch ohne Band 1 lesbar ist, würde ich das Lesen in der richtigen Reihenfolge absolut empfehlen. Nun fiebere ich aber erstmal dem nächsten Buch entgegen, denn erneut endet die Geschichte mit einem Cliffhanger¿ Mein Fazit: Eine großartige Fortsetzung der "Grand-Hotel-Saga mit flüssigem und mitreißendem Schreibstil, unglaublich authentischen Figuren und viel Spannung und Raffinesse. Ich habe den zweiten Band der Reihe nahezu verschlungen und freue mich nun unglaublich auf den nächsten Band. Für "Die mit dem Feuer spielen" vergebe ich 5 von 5 Sternen.
Eine Klasse für sich
von hasirasi2 - 02.04.2021
"Ein Hotel ist ein Ort der Begegnung, jeder bringt seine eigene Geschichte dort mit hinein, hat ganz verschiedene Hoffnungen, Träume und Wünsche." (S. 67) Bernadette von Plesow kommt nicht über den Tod ihres Sohnes Alexander hinweg. Sie leitet das Grand Hotel, ihren ganzen Stolz und ihre Lebensaufgabe, nicht mehr mit der gleichen Liebe und Leidenschaft wie früher, aber immer noch mit strenger Hand. Doch sie auch eine sehr gute Menschenkenntnis und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und weißt Hilfesuchende nicht ab. Ihre Tochter Josephine ist über ihren Traum, Malerin zu werden, hinweg. "¿ ich bin endlich erwachsen geworden ¿ Das, was ich für ein aufregendes Künstlerdasein gehalten habe, ist mir inzwischen nicht mehr genug." (S. 29) Sie kehrt aus Leipzig zurück und will ihre Mutter bei der Leitung des Hotels unterstützen, sich als ihre Nachfolgerin ausbilden lassen. Doch die scheint die Hilfe nicht zu brauchen oder annehmen zu wollen. Bernadettes Sohn Constantin führt in Berlin erfolgreich das Nobelhotel Astor inkl. Nachtclub. Er ist seit Alexanders Tod noch härter und erbarmungsloser geworden und will Rache - und die gleichzeitig für seinem Aufstieg zum Chef der Ringvereine nutzen. "Die Wut, vermischt mit Trauer, hatte einen Riss in seiner Seele hinterlassen und mehr denn je spürte er, wie angreifbar er geworden war - ein Zustand, den er sich in seiner Branche nicht leisten konnte." (S. 148 / 149) Außerdem gibt es Probleme mit Alexanders Witwe Margit. Sie und Bernadette haben sich nie gut verstanden und jetzt versucht sie, Bernadette zu erpressen. Margit ist leicht zu beeinflussen und hat sich von einer regierungsfeindlichen Gruppierung zu unbedachten Äußerungen und Versprechungen hinreißen lassen, die sie ohne Hilfe nicht einhalten kann. Und dann ist da noch der bisher unbekannte Halbbruder von Bernadettes verstorbenem Mann Karl. Er wollte sie vor seinem Tod noch kennenlernen und sie verlieben sich ("Wenn man nur einen einzigen Menschen, einen ganz besonderen Menschen, in seinem Leben hat, der einem zuhört, ist man reich. Dann hat man etwas, was von einem bleibt, wenn man eines Tages geht." (S. 196)), doch auch ihr ehemaliger Verlobter Götz ist plötzlich wieder da und macht sich Hoffnungen ¿ Ich fand es toll, dass neben Familien von Plesow auch scheinbar weniger wichtige Nebenfiguren wieder auftauchen. Zum Beispiel ist das ehemalige Zimmermädchen Marie inzwischen Constantins Hausdame im Astor. Sie will aus ihm ein Berliner Äquivalent des Grand Hotels machen und das umsetzen, was sie bei Bernadette gelernt hat. Marie gehört genau wie Josephine zu den modernen, ehrgeizigen jungen Frauen, die neue Ideen einbringen und ihr Leben selbstbewusst in die eigene Hand nehmen und sich nicht mehr alles gefallen lassen. Auch der zweite Band des Grand Hotel ist ein richtig guter Schmöker, eine extrem spannende Familiensaga voller Intrigen und Geheimnisse. Einmal angefangen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Caren Bendedikt stellt das verruchte Berlin, das Zentrum des Amüsements und des Verbrechens, dem vergleichsweise ruhigen Binz gegenüber. Aber auch dort werden hinter geschlossenen Türen gefährliche Allianzen geschmiedet, unlautere Geschäfte abgewickelt und fremde Damen empfangen. Sie zeichnet ein tolles Bild dieser Zeit, sehr fesselnd und atmosphärisch aus den verschiedenen Blickwinkeln der einzelnen Protagnisten erzählt.
Gefühlvoll, bewegend, spannend + ungemein fesselnd - eine gelungene Fortsetzung
von Lesezauber_Zeilenreise - 31.03.2021
Bernadette ist schwer angeschlagen. Nach dem Tod ihres Sohnes Maximilian und dem Selbstmord ihres Mannes ist nun auch noch ihr anderer Sohn Alexander gestorben. Wie viel kann eine Frau ertragen? Sie funktioniert nur noch, damit der Hotelbetrieb weitergeht, doch eigentlich hat sie keine Kraft mehr. Wie schön, dass Tochter Josephine zurück nach Binz kommt, um sie mit dem Hotel zu unterstützen. Als Johannes auftaucht, ihr bisher unbekannter Schwager, verursacht dies zunächst große Ängste - gibt es da doch das Familiengeheimnis um ihren verstorbenen Mann, das keinesfalls ans Licht kommen darf. Dann ist da noch Schwiegertochter Margrit, die Witwe von Alexander, mit ihrer Beziehung zur rechtsgerichteten Partei. Sie versucht, Bernadette in etwas hinein- und ihr das Geld aus der Tasche zu ziehen und sorgt ständig für Unfrieden im Hause von Plesow. Auch Sohn Constantin hat in Berlin so einige Probleme und begibt sich immer tiefer in Gefahr. Seine Liebe zu Marie darf er keinesfalls öffentlich machen, da sie sonst zum Ziel von Vergeltungsschlägen werden könnte. Wem kann er überhaupt noch trauen? Caren Benedikt hat mich mit ihrem wunderbar detailreichen Schreibstil sofort wieder in ihren Bann gezogen. Ich habe mit den von Plesows gelitten, mit ihnen gebangt und gehofft und den einen oder anderen auch mal verflucht (ich sag nur Margrit). Mir gefällt, dass die Geschichte an zwei so unterschiedlichen Schauplätzen (Binz und Berlin) spielt und wie diese Unterschiede so deutlich hervorgehoben werden. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat einer der Charaktere - man kann sich also immer darauf einstellen, was nun kommen wird und um wen es jetzt geht. Die einzelnen Charaktere sind so wunderbar individuell beschrieben: Bernadette, die starke Frau, die so sehr leidet, Constantin, der Geschäftsmann, der über Leichen geht, aber auch eine sehr weiche Seite hat, Josephine, die quirlige junge Frau, die immer noch nicht ganz ihren Weg gefunden hat, Marie, die es durch ihre Geradlinigkeit geschafft hat, sich nach oben zu arbeiten, selbst der Hotel Rezeptionist ist einzigartig. Jede/r einzelne ist ein Gewinn für die Geschichte und macht diese zu dem, was sie ist: grandiose Unterhaltung, die berührt und fesselt. Die Familiensage findet in den 1920er Jahren statt. Damals herrschte noch Klassendenken, es gab die reichen Herrschaften, die vorgeblich alles haben und die ärmere Schicht, die nicht immer gut behandelt wurde. Mir gefällt sehr, dass Caren Benedikt zeigt, dass Wohlstand nicht gleichbedeutend ist mit Glück und dass Armut nicht immer die Endstation sein muss. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, egal welcher Herkunft und letztlich sind wir doch alle gleich. Ich freue mich unbändig auf Band 3, der im Frühjahr 2022 erscheinen wird und kann es kaum abwarten, wieder nach Binz zu den von Plesows zu reisen und Teil ihrer Geschichte zu werden.
Die Welt der Familie von Plesow im Glanze des Grand Hotel
von Rolands Bücherblog - 27.03.2021
Die mit dem Feuer spielen ist der zweite Band der Grand-Hotel-Saga von Caren Benedikt. Nach dem Tod des Sohnes Alexander wirkt Bernadette von Plesow erschöpft. Immer schwerer fällt es ihr in ihrer Trauer den täglichen Pflichten in der Führung des Grand Hotels nachzukommen. Doch die Rückkehr ihrer Tochter Josephine lässt sie neuen Mut schöpfen für die anstehenden Aufgaben. Obwohl ein Teil der Geschichte auch wieder die Geschehnisse in Berlin rund um den anderen Sohn Constantin einnimmt, ist in diesem Band der Augenmerk auf den Ereignissen am Ostseestrand in Binz. Die Familie von Bernadette rückt noch mehr in den Fokus. Damit verbunden auch viel Gefühl, das die Autorin ihren Charakteren einhaucht. Auch rücken neue Protagonisten in diesem Buch mit in den Vordergrund, Beziehungen und Freundschaften entstehen und doch ist manches nur von kurzer Dauer. Die Personen und Ereignisse sind sehr gut geschildert, fast hat man diese beim Lesen wie bei einem Film im Kopf. Besonders haben mir die Augenblicke von Johannes und Hauptmann Winkler an der Strandpromenade gefallen. Da ist was entstanden, was mich sehr bewegte. Generell ist dieser zweite Band ein Buch, bei dem man immer wieder in Gefühlswelten eintaucht und bei so manchem Moment bewegt innehält. Aber natürlich ist nicht nur alles eitel Sonnenschein, denn auch so mancher Protagonist stiftet Unfrieden, der letztendlich auch wieder Ärger und Gefahr für die Welt der Plesow bringt. In Summe bringt einem Caren Benedikt in diesem zweiten Band die agierenden Personen noch näher, zeigt sie teils auch von einer neuen Sicht. Die mit dem Feuer spielen ist für mich eine hervorragende Fortsetzung der Grand-Hotel-Saga und erneut geht es mir wie schon nach dem ersten Band, dass ich am liebsten sofort weiterlesen möchte. Aber bis zum dritten Band muss ich dann noch ein wenig Geduld aufbringen. Eine tolle Familiengeschichte aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Auf uns, auf Stärke, Mut und Geschäftssinn!
von LEXI - 25.03.2021
Auf uns, auf Stärke, Mut und Geschäftssinn! "Folge deinen Träumen und versuche, glücklich zu werden." Der bereits mit großer Vorfreude erwartete zweite Band der Reihe um das Grand Hotel in Binz beginnt mit einem erläuternden Prolog aus dem Jahre 1912, der ein Familiengeheimnis thematisiert. Der eigentliche Handlungszeitraum umfasst schließlich vier Monate, er beginnt im Mai 1925 und endet im August desselben Jahres. Schauplätze der Handlung sind abwechselnd Berlin und Binz. Bernadette von Plesow obliegt nun die alleinige Führung des Grand Hotels. Der vermeintliche Unfalltod Alexanders hat die stets kühle, selbstbeherrschte und disziplinierte Geschäftsfrau bis ins Mark getroffen. Bernadette bewahrt zwar nach außen hin Haltung, hat aber nicht nur ihren Ehrgeiz, sondern auch ihren Kampfgeist verloren. Während die freiheitsliebende Malerin Josephine von Plesow wieder in den Schoß der Familie zurückkehrt, führt ihr Bruder Constantin nach wie vor ein zügelloses Leben in Berlin. Seine kriminellen Aktivitäten und seine unbarmherzige Skrupellosigkeit sind unter anderem Grund für das Zerwürfnis mit seiner Mutter Bernadette. Seine Rachepläne nach dem Mord an seinem Bruder Alexander bringen Constantin zudem in größte Gefahr. Das überraschende Auftauchen eines bislang unbekannten Familienmitglieds sorgt in diesem Buch für große Emotionen, während Bernadettes arrogante, manipulative und geldgierige Schwiegertochter Margrit durch ihr Verhalten rasch zur weiblichen Antagonistin avanciert. Mit Marie Reidel, Inge Bachbauer und Lotte Raabe betreten interessante Nebenfiguren aus dem Vorgängerband den Schauplatz. Die Begegnungen des begnadeten Akkordeonspielers Carl Winkler mit dem ehemaligen Rechtsanwalts Johannes Blumberg sorgen für berührende Momente. Kleine Gastrollen erhalten der berechnende Regierungsrat Ernst Bautner, der treue Rezeptionist Werner Druminski sowie Bernadettes ehemaliger Verlobter Major Götz Wilhelm. Constantin von Plesow umgibt sich in Berlin nach wie vor mit gefährlichen und zwielichtigen Zeitgenossen. Abgesehen von seinem treuen Angestellten und zugleich einzigem wahren Freund Gerd Nolte kann er keinem Menschen in seinem Umfeld wirklich trauen, die Revier- und Machtkämpfe innerhalb der deutschen Ringvereine werden zudem immer unerbittlicher. Caren Benedikt ließ mich in ihrer aktuellen Neuerscheinung durch den gewohnt flüssigen und einnehmenden Schreibstil innerhalb weniger Minuten wieder voll und ganz in die Geschicke der von Plesows eintauchen. Die bildhaften Beschreibungen der Handlungsschauplätze lassen Constantins Revier in Berlin in tristem Licht erscheinen, während man sich als Leser hingegen am liebsten sofort aufmachen und umrahmt von träumerischen Melodien des Akkordeonspielers an der malerischen Promenade in Binz flanieren möchte. Die Autorin versteht es hervorragend, Emotionen zu wecken, die sich oftmals überstürzenden Ereignisse fesseln den Leser regelrecht ans Buch. Spannung, Abenteuer, Familienschicksale, Treue, Liebe und Freundschaft bilden eine wundervolle Mischung, die von der Autorin gekonnt inszenierte Handlung lässt keine Sekunde Langeweile aufkommen. Überzeugende Figuren und eine dramatische Entwicklung gegen Ende des Buches wecken eine große Erwartungshaltung an den für Anfang 2022 avisierten dritten Band dieser Reihe. Die Lektüre des Vorgängerbuches ist zwar für das inhaltliche Verständnis nicht zwingend erforderlich, ich würde interessierten Lesern dennoch die Einhaltung der Reihenfolge beim Lesen ans Herz legen. Caren Benedikt hat mir erneut anregende und unterhaltsame Lesestunden beschert - gerne vergebe ich auch für diese beeindruckende Fortsetzung fünf Bewertungssterne und eine Leseempfehlung.
Es geht weiter mit dem Grand Hotel auf Rügen
von Rebecca Kiwitz - 24.03.2021
Bernadette von Plesow musste schon einiges ertragen und nach dem Tod ihres Sohnes Alexander fällt es ihr schwer das Hotel wie gewohnt zu führen. Für Constantin von Plesow ist das Wissen darum wie sein Bruder Alexander gestorben ist ein Qual die er mit niemand teilen kann, doch Constantin hat einen Plan wie er seinen Bruder rächen kann. Josephine hat sich entscheiden nach Binz ins Grand zurück zu kehren um zusammen mit ihrer Mutter dies zu leiten. Vor gut einem Jahr habe ich den ersten Teil der Reihe um die Hoteliersfamilie von Plesow gelesen, obwohl ich damals nicht so richtig warm wurde mit dem Roman war ich doch neugierig und wollte weiterlesen wie es mit der Familie von Plesow weitergeht. Mir ist der Einstieg ins Buch mehr als leicht gefallen und diesmal bin ich auch von Anfang an direkt in die Geschichte eingetaucht und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Auch hier gibt es wieder einige Handlungsstränge, doch diesmal hatte ich keinerlei Probleme alles den richtigen Figuren zuzuordnen da man die meisten ja schon aus dem ersten Teil kannte. Dem Handlungsverlauf konnte ich trotz der Perspektivwechsel sehr gut folgen und auch die getroffenen Entscheidungen waren für mich nachvollziehbar. Mir hat es auch sehr gut gefallen wie der Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt war und ich schwöre es gab mehr als eine Szene mit der ich so nicht gerechnet hatte. Bernadette hat auf mich den Eindruck gemacht als wäre sie weicher geworden und es würde ihr leichter fallen nun auch ihre Gefühle gegenüber anderen zu zeigen. Constantin als Figur war in diesem Band für mich viel besser greifbar und so wurde ich auch mit ihm warm auch wenn ich es nicht gut finde womit er sein Geld verdient. Obwohl ich noch nie auf Rügen war und in Berlin bestimmt nicht in einem solchen Etablissement war, so ist es mir sehr leicht gefallen mir alle Orte durch die sehr anschaulichen Beschreibungen vor dem inneren Auge entstehen zu lassen beim Lesen. Auch die verschiedenen Figuren des Romans konnte man sich durch die detaillierten Personenbeschreibungen während des Lesen sehr gut vorstellen. Eine wirkliche Lieblingsfigur habe ich auch hier nicht gehabt, aber ich fand fast alle Figuren sehr sympathisch und konnte mich auch gut in sie rein versetzen beim Lesen. Nun bin ich aber wirklich gespannt wie es im dritten Teil weitergehen wird und ob sich für Bernadette und ihre Familie doch noch alles zum guten wenden wird und vielleicht auch Constantin den Weg nach Binz finden wird. Sehr gerne vergebe ich für den Roman alle fünf Sterne.
Eine spannende Familien-Saga
von leseratte1310 - 20.03.2021
Bernadette von Plesow hat schon einige Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Aber der Tod ihres Sohnes Alexander hat sie besonders mitgenommen. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und führt das luxuriöse Grand Hotel an der Uferpromenade von Binz weiter, wie sie das schon immer getan hat. Sie ist froh, als ihre Tochter Josephine zurückkommt und ihr zur Seite steht. Ihr Sohn Constantin in Berlin hat ganz andere Probleme. Sein Eingreifen in Binz führte dazu, dass sein Bruder sterben musste, und nun sinnt Constantin auf Rache. Doch sein Plan ist sehr gefährlich. Dies ist nun der zweite Band der Familiensaga um die Familie von Plesow und er hat mich von Anfang an gepackt. Der Schreibstil ist lebendig und angenehm zu lesen. Durch unterschiedliche Perspektiven erhält man einen umfassenden Einblick. Die Handlungsorte sind so gut beschrieben, dass ich die Bilder genau vor Augen hatte. Alles beginnt mit dem Brief, den Bernadette immer bei sich hat und der ein Familiengeheimnis in sich birgt, welches sie unter allen Umständen für sich behalten will. Bernadette von Plesow wusste immer schon genau was sie wollte. Das Hotel führt sie mit Strenge, ist aber immer fair. Ihre Gefühle versteckt sie hinter einer Maske, doch nun zeigt sich, dass sie gefühlvoller ist, als sie das sonst zeigt und kam mir dadurch viel näher. Josephine hat sich weiterentwickelt und will nun Verantwortung übernehmen. Das Geschick dafür hat sie. Auch Constantin hat eine weichere Seite, die er kurz aufblitzen lässt, doch die darf er bei seinen illegalen Geschäften nicht zeigen. Auch das ehemalige Zimmermädchen Marie hat sich zu einer selbstbewussten Frau entwickelt. Genervt hat mich Margrit, Alexanders Frau, die geldgierig und verantwortungslos ist. Aus Geltungssucht geht sie gefährliche Verpflichtungen ein. Die Zwillinge bedeuten ihr nichts. Daneben gibt es noch viele andere Personen, die authentisch und gut dargestellt sind. Einige kannte ich schon, andere tauchen neu auf. Besonders das Schicksal von Johannes ist tragisch. Es ist eine interessante Familiengeschichte, die Tragik, Dramatik und Spannung hat. Es ist also nicht leicht, das Buch aus der Hand zu legen. Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Mir hat dieser historische Roman sehr gut gefallen.
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10 Ihr Gutschein TONIE10 gilt bis einschließlich 30.04.2021. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein gilt nur auf Tonie-Figuren, Tonie-Transporter und Lauscher und nur solange der Vorrat reicht. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

12 Bestellungen ins Ausland und der DHL-Paketversand sind von der portofreien Lieferung ausgeschlossen. Gültig bis 30.06.2021.

13 Ihr Gutschein gilt bis einschließlich 20.04.2021. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein ist nicht gültig für gesetzlich preisgebundene Artikel (deutschsprachige Bücher und eBooks) sowie für preisgebundene Kalender, Tonieboxen, tolino eReader und tolino select. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

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