Eine toller Roman für Zwischendurch, angenehm und mit einem magischen Touch.
Opaline steht im Jahr 1912 kurz davor, von ihrer Mutter und ihrem Bruder zwangsverheiratet zu werden. Um diesem Schicksal und vor allem ihrem verstörenden Bruder zu entkommen, entscheidet sie sich zur Flucht. Weit weg von ihrer Familie beginnt sie nach einer langen Reise in Irland ein neues Leben als Buchhändlerin. Dort widmet sie sich der Suche nach verborgenen Schätzen, Manuskripten und besonderen Raritäten der Bücherwelt. Doch auch dieses neue Leben hält einige Hindernisse für sie bereit.Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Neben Opalines Vergangenheit begleiten wir in der Gegenwart Martha, die vor ihrem gewalttätigen Ehemann flieht. Durch Zufall lernt sie Henry kennen, der auf der Suche nach einem verschwundenen Buchladen ist.Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön, magisch, traurig und zugleich hoffnungsvoll. Ein Punkt hat mich jedoch etwas irritiert, wobei das rein mein persönliches Empfinden ist: Die Gegenwartsebene spielt im Hier und Jetzt. Da es einige magische und teilweise unrealistische Ereignisse gibt, hätte ich es noch mitreissender gefunden, wenn auch diese Handlung in einer weiter zurückliegenden Zeit angesiedelt gewesen wäre, statt im modernen Setting mit Social Media und Co.Der Schreibstil ist leicht und angenehm, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Manchmal zog sich die Handlung etwas in die Länge, dennoch blieb es durchgehend spannend, da ich unbedingt wissen wollte, was es mit dem geheimnisvollen Buchladen auf sich hat.Nicht alle Charaktere waren mir sympathisch, aber das müssen sie auch nicht, das macht eine Geschichte ja auch interessant.Für mich ist es eine klare Leseempfehlung für alle, die für einige Stunden in eine magische Welt der Bücher eintauchen möchten.