In den 1970er Jahren verzeichnete Brasilien alarmierende Zahlen in Bezug auf Arbeitsunfälle. Mit dem Ziel, eine nationale Präventionskultur zu fördern, wurde 1977 mit dem Gesetz Nr. 6514 Kapitel V von Titel II in die Konsolidierung der Arbeitsgesetze aufgenommen, das sich mit Sicherheit und Arbeitsmedizin befasst und die entsprechende Rechtsgrundlage schuf, damit im folgenden Jahr achtundzwanzig Regulierungsnormen (NRs) verabschiedet werden konnten. Darunter befindet sich die NR 9, eine Norm, die das Präventionskonzept in Brasilien revolutioniert hat. Diese Norm befasst sich mit dem Programm zur Prävention von Umweltrisiken (PPRA) und gibt Richtlinien für die Schaffung eines Managementsystems für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz vor. In dieser Arbeit wurde mit einer auf Literaturrecherche basierenden Methodik die Qualität der derzeit in brasilianischen Unternehmen implementierten PPRA untersucht, um die Wirksamkeit des Programms bei der Unfallverhütung zu bewerten. Es wurde festgestellt, dass das PPRA aus verschiedenen Gründen in den meisten Unternehmen schlecht ausgearbeitet und falsch umgesetzt ist. Es wurde der Schluss gezogen, dass das PPRA, wenn es gemäß NR 9 ausgearbeitet und umgesetzt wird, ein wirksames Instrument darstellt.